Wir, die Kaspers, das sind …

Simbabwe 2011 – blogspot Texte

 

Donnerstag, 22. September 2011

Aus-Schluss-Vorbei – die. 2. (aber sicher nicht Letzte) 19.8.2011

Wir sitzen gerade wieder an dem Tisch im Airport von Kairo, wo wir vor 5 Wochen gesessen sind und unsere ersten Erlebnisse gebloggt haben. Dazwischen liegen viele Tage voller toller Erlebnisse. Leider streikt das Notebook, so können wir unseren blog nicht dort abschließen, wo wir unsere ersten Eindrücke festgehalten haben. Also müssen halt der gute alte Zettel und Bleistift herhalten, um unsere letzten Reiseeindrücke festzuhalten. Wie so oft bei dieser Reise werden wir das Erlebte zeitversetzt online stellen, nur diesmal aus anderen Gründen.
 
Nach dem Krüger NP haben wir uns via Hazelwood, White River und Nelspruit auf den Weg in Richtung Johannesburg gemacht, um unseren heißgeliebten Discoverer 6 zurückzugeben. Die letzten Tage unserer Reise in dem Womo zu verbringen,  in dem wir 5 Monate verbracht haben, hat sich als perfekt erwiesen. Die Kinder haben das Womo zu Beginn innerhalb von wenigen Minuten „übernommen“ gehabt und kurz ausprobiert, ob einige Spiele, die sie im Womo bei unserer letzten Reise so gerne gespielt haben noch spielbar sind – und waren sehr zufrieden (die noch herumstehenden Taschen, Plastiksackerln, etc. haben sie dabei nicht gestört). Viele Erinnerungen sind plötzlich wiedergekommen und wir haben uns wieder so wohl gefühlt, dass wir uns ganz gut vorstellen konnten, die nächsten Monate darin herumzugondeln. Die letzten 10 Tage waren eher zum „Aufwärmen“. Allerdings sind wir in den letzten Wochen auch auf den Allrad-Geschmack gekommen und da gibt es auch noch so viele Möglichkeiten … doch zurück zu dem Bericht über die letzten Tage:
 
Nach drei tollen gamedrive Tagen haben wir um 17:55 Uhr im letzten Abdruck (das Gate schließt um 18:00 Uhr) den NP verlassen.Der Krüger NP  ist mit Sicherheit der gamereichste und bestorganisierteste NP in Südafrika, den wir je besucht haben. Die wesentlichen Strecken sind asphaltiert (die Wahrscheinlichkeit game beobachten zu können ist trotzdem gleich wie auf den unbefestigten Straßen) und mit dem Womo bestens zu befahren. Übernachtet haben wir in Hazyview, nur 12 km vom gate entfernt auf einem „Hotelcampingplatz“ mit angeschlossener Landebahn für Leichtflugzeuge. Zu unserer Freude konnten wir den Start eines Fliegers mitverfolgen (Jürgen wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er in nur einer Woche als Geburtstagsüberraschung mit einer Cesna selbst über Graz fliegen wird).
 
Der Führer hat uns auf dem Weg nach Nelspruit White River als Künstlerkolonie und gepflegt Stadt schmackhaft gemacht. Nachdem jedoch seit 3 Tagen die Müllabfuhr streikt und überall Papierabfälle, Sackerln, etc. überall in der Stadt herumliegen, konnten wir diesen Eindruck von White River nicht teilen und haben den direkten Weg nach Nelspruit zum nächsten Ocean Basket eingeschlagen.
Bestens gestärkt hat uns der Führer den Botanischen Garten als weltweit einzigartig beschrieben – und diesem Punkt lag er vollkommen richtig! Über Boardwalks sind wir im Regenwald herummaschiert und haben Wasserfälle bestaunt. Den Hauptfluss kann man über eine Hängebrücke überqueren, der Rest des Gartens samt Teegarten ist auch sehr einladend.
 
Da wir uns mit dem unerfreulichen Gedanken anfreunden mussten, dass uns nur mehr eine Nacht in Südafrika bleibt und noch viele km bis zum Womo-Depot vor uns lagen, haben wir eine Campsite näher zu Johannesburg angesteuert. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, als bereits 3 für Südafrika sehr seltene Wohnmobile (die SA sind sehr campingbegeistert, campen aber vorwiegend mit Wohnwagen oder Zelt) als einzige andere Gäste standen – und es waren alles Bobo Camper (unsere Leihagentur) mit Discoverer 6 Modellen. Es stellte sich heraus, dass es ein Familientreffen von SA und Luxenburgern auf dem Weg zum Krüger NP waren. Zur Freunde unserer Jungs waren deutschsprechende Kinder dabei, so konnten wir uns für die bevorstehende Rückreise organisieren. Bei einem letzten Lagerfeuer haben wir über die tollen Erlebnisse der letzten Zeit, den (traumatischen) Abschied  bei unserer letzten Reise, uvm. gesprochen und auch ein Erinnerungsstück – eine Flasche mit verschiedenfärbigem Sand und Samen, die wir in Simbabwe, Botswana und Südafrika gesammelt hatten – gebastelt. Ein würdiges „Souvenir“ einer wieder einmal wunderschönen Reise zu Viert!!!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 18:33 Keine Kommentare: 

 

 

Mittwoch, 17. August 2011

Night Drive und Big Five (17.8.2011)

Die Big Five sind voll – zumindest für Eva, denn beim Night drive wurde der letzte, noch fehlende Vertreter der Big Five, der Leopard gesichtet (die anderen sind: Löwe, Elefant, Büffel und Nashorn). Eine Leopardendame mit einem Nachwuchs ist neben der Straße dahingeschlendert und hat sich von einem 21-sitzigen Safariwagen nicht beirren lassen. Eine absolute Rarität!!! Die ebenso spektakulären 3 White Rhinos, Büffelherde (unzählige Augen, die plötzlich im Dunkeln leuchten), Giraffe, Genet, Hasen, und Impalas haben einen tollen, aber kühlen Nightdrive abgerundet.
Am nächsten Tag haben wir weiter den Süden vom NP erkundet und sind in die Hügel (das Camp nennt sich „Berg-en-dal“) auf und abgefahren. Bei der Büffelherde haben wir gefrühstückt, wieder einmal haben sich die Vorzüge vom Womo beim game driven bestätigt!!! Die Kinder haben die spieltechnischen Grenzen des Womo wieder einmal ausgetestet und wir konnten zumindestens zeitweise in Ruhe zu Zweit Tiere beobachten.
Wir hatten noch für einmal Grillfleisch und –würste, also haben wir zu Mittag einen Picknickplatz direkt am Fluss mit Blick auf Hippos und Grillmöglichkeit angesteuert. Das Gegrillte war wieder einmal super (Zitat Kris: „Papa, keiner grillt so gut wie du!“), und landete dank einem Nationalpark-angestellten auch in unserem Magen und nicht in dem von Affen. Baboons und Vervet Monkeys waren sich einig, dass das Essen der Leute besser schmeckt als die ewigen Samen, Wurzeln und Früchte. So schnell hat man nicht schauen können war ein Leckerbissen vom Teller gestibitzt. Die Steinschleuder des Parkangestellten hat aber Wunder gewirkt.
Leider mussten wir das Gate ansteuern. Die 3 Tage hier sind wie im Flug vergangen, übermorgen fliegen wir nach Hause und es sind noch ca. 600 km nach Johannesburg. Umso genauer haben wir nach game Ausschau gehalten und auch noch bei einem Bird Hide Station gemacht. Hier kann man aus einem „Verschlag“ heraus Wasservögel/-tiere beobachten. Ein weiterer Höhepunkt hier im Park. Vor unserer Nase hat ein „Grey Heron“ seinen Nachwuchs im Nest gepflegt, sind Fischadler, ein Giant Heron, ein Webervogel beim Nestbau, ein Kingfischer beim Fischverschlingen, und viele andere Vögel zu beobachten gewesen. Kilian hat auch Krokos entdeckt und zu seiner Freude Flusspferde beim „Unterwassergacksen“ beobachten könnten (zumindest das was aufgetaucht ist).
Nun sitzen wir wieder einmal beim Lagerfeuer, haben zum letzten Mal unsere Lagerfeuerweckerln gebacken, und plaudern über das Erlebte …

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:29 Keine Kommentare: 

 

 

Big Four und nasse Böcke (16.8.2011)

Wir kennen mittlerweile sehr, sehr viele Nationalparks in SA. Einer fehlt uns noch und das ist der größte und bekannteste NP, der Krüger NP. Um diese Lücke zu schließen haben wir uns frühmorgens Richtung Gate aufgemacht. Ohne Vorbuchung wurden wir relativ kühl empfangen. Nach längerem hin und her hat sich dann noch ein Platz in einemRestcamp gefunden. Wenngleich dieses Camp nicht unsere erste Wahl war, waren wir doch froh überhaupt was ergatter zu haben.
Zwischen dem Gate und dem ersten Übernachtungs-Camp (Pretoriuskop) lagen 188 Kilometer. Dieser Gamedrive hatte es aber in sich. Wir sahen mehrere Löwen. Einmal 8 Stück, die sich gerade mit dem Ziel ein Kudu zu erbeuten, in Stellung brachten. Wir glauben das Kudu ist davon gekommen. Weiters sahen wir Büffel, Elefanten und ein Nashorn. Das sind immerhin 4 der Big Five und für den ersten Tag eine passable Ausbeute. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit erspähten wir zusätzlich noch: Giraffen, Zebras, Hippos, Waterböcke, Impalas, Adler, Batalleur, Krokodile, Störche, Steinböcke, und zahlreiche Vögel. Die Big Four (von Five) an einem Tag ist schon toll!!!
Müde aber voller Eindrücke sind wir vor Einbruch der Dunkelheit im Camp angekommen. Dort wurden Nachtsafaris angeboten, und Kilian und Jürgen sind trotz widriger Witterungsverhältnisse (Regen und Kälte) noch ausgerückt. Im Safariauto haben sie in der letzten Reihe platzgenommen und Jürgen bekam einen der beiden Scheinwerfer in die Hand gedrückt. Es galt die leuchtenden Augen der Tiere aufzuspüren, was auch nicht schlecht gelungen ist. Zuerst hat Jürgen allerhand Böcke gefunden, dann 2 Stachelschweine, gefolgt von einer in einem Baum sitzenden Raubkatze, dann folgten ein Bushbaby und einige Zibetkatzten. Der zweite Leuchter hat nix gefunden. Vom Fahrer wurde noch eine Eule und eine Boomslang (sehr giftige in Bäumen lebende Schlange) beigesteuert. Die meiste Zeit hatte es geregnet und dafür war die Ausbeute nicht schlecht. Die letzte der 3 Stunden Fahrzeit waren eher kühl und ergebnisarm. Trotzdem war Kilian mehr als begeistert vom Night drive und hat Mama gleich für den nächsten Abend auf einen Drive eingeladen.
Am nächsten Morgen sind wir bei strömendem Regen frühmorgens aufgebrochen und den ganzen Tag gedrived. Neben vielen nassen Böcken (etwas ganz Neues für uns doch erfahrene Game driver) haben wir wieder 4 der Big Five gesichtet. Ähnlich wie am Tag zuvor sind wir kurz vor Einbruch der Nacht im Restcamp angekommen. Eva hat noch den letzten Platz für die Nachtsafari ergattert, Bericht folgt.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:53 Keine Kommentare: 

 

 

Snakepark und Bootsfahrt (14.8.2011)

Wir sind der Panoramaroute folgend weiter nach Norden gefahren. Die Pinnacles, das Highlight für uns – die Burke’s Potoles, verschiedene Aussichtspunkte in den Blyde River Canyon (Rondawels, World View, etc.) haben wir besucht und sind dann im Forever Resort Swatini gelandet. Das Resort liegt in einem Nature Reserve im Canyon, nahe am Staudamm (der Blyde River wurde aufgestaut) und so konnten wir das was wir zuvor von oben gesehen haben nun von unten bestaunen.
Im Stausee wurden Hippos und Krokos heimisch. Für eine Bootsfahrt am Stausee waren wir leider etwas zu spät dran. Im Resort gibt es Wanderwege, die wir mit Guide Kilian inspiziert haben. Auf dem Weg haben wir zuerst Jagd auf Vervet Monkeys (nach denen der Weg benannt wurde) gemacht, dann auch Kudus, eine Kröte und mitten in einem Seitenarm des Blyde River liegend einen toten Waterbock entdeckt. Kilian war voll in seinem Element und konnte erst durch die einbrechende Dunkelheit in seinem Forscherdrang gestoppt werden.
Wir hatten den Kindern versprochen auf unserer Reise zumindest einen Snake Park zu besuche. Da unweit des Resorts einer war und wir die Bootstour unbedingt machen wollten, haben wir noch eine Nacht hier drangehängt. Zur Lage des Resorts wäre noch anzumerken, dass es besser nicht liegen könnte. Wir sind umgeben von den steilen rot- und okkerfarbenen Bergen. Eine Platz zum Wohlfühlen.
Der Snake Park hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Die Kinder sind sowieso von Schlagen begeistert. Höhepunkt war, dass wie eine Python halten, Chamäleons, Echsen sowie die Affen und Papageien füttern durften. Kilian hat ungefähr 500m nachdem wir vom Park weggefahren wahren das erste Mal vorgeschlagen, dass wir doch wieder hinfahren könnten. Wir haben mittlerweile aufgehört zu zählen wie oft er diesen Vorschlag immer wieder gemacht hat uns alle Argumente von uns ignoriert hat. Auf dem Weg zum Park war uns ein Schild einer Seidenproduktionsstätte mit angeschlossenem Cafe aufgefallen. Zufällig war dort gerade eine Gruppe, die eine Besichtigungstour bestellt hatte, eingetroffen. Wir haben uns angeschlossen und selbst ausprobiert wie Seide gezogen wird und wissen jetzt über die Produktion vom Kokon der Seidenraupe bis zum fertigen Nachthemd Bescheid.
Das Visitorcenter beim Damm mit Infos zum Staudamm und ausgestopften und eingelegten Tieren war unser nächstes Ziel. Nach dem Mittagessen auf der Picnicsite sind wir diesmal rechtzeitig zur 3 Uhr Bootsfahrt am Steg eingetroffen. Die Bootsfahrt war die beeindruckteste und beste Tour, die wir je unternommen haben. Wir haben Kormorane, Schlangenhalsvögel, Hippos und Krokos gesichtet und der Canyon ist aus der Froschperspektive mindestens so beeindruckend wie aus der Vogelperspektive. Eine Tufa Wasserfall, angeblich der größte der Welt, war auch noch zu sehen.
Unser Fazit: Den 2. Größten Canyon (Fish River Canyon in Namibia) haben wir vor 2 Jahren gesehen. Den Blyde River Canyon (3. größter Canyon der Welt) können wir jetzt auch abhacken. Jetzt fehlt nur noch der Grand Canyon (größter der Welt), aber der wird noch länger warten müssen!
Die Nächte sind mittlerweile bedeutend wärmer geworden, auf das allabendliche Lagerfeuer verzichten wir dennoch nicht. So sitzen wir wieder einmal mit einer Flasche Rotwein davor und sind rundum zufrieden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:51 Keine Kommentare: 

 

 

Schmarrn und Stopptafel (12.8.2011)

Am nächsten Tag haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir vom Womo aus einen Damm (Pinaart Dam) mit wenig Wasser und am anderen Ufer Gemsböcke, Zebras, Sträuße, Gnus und sogar Kamele sahen. Nachdem das Womo wohnlich eingeräumt war (unser Gepäck war noch in den Taschen) ging es los. Wir haben uns entschlossen in den nächsten Tagen Mpumalanga zu erkunden. Das ist eine der Provinzen von Südafrika mit bergiger Landschaft nordöstlich von Middelburg.
Ein Highlight dieses Gebietes ist die Panoramaroute. Den mit 2150 m Höhe 2. höchsten Pass Südafrikas haben wir als erstes überquert. Rechts und links der Straße hat man stellenweise einen atemberaubenden Ausblick. Das Gebiet ist Waldreich (Holzindustrie) und voller Wasserfälle. In Sabie haben wir die Sabie Falls und die Lone Creek Falls besichtigt. Ermüdet sind wir wieder auf einer tollen Campsite gelandet, die uns sehr an eine Campsite in den Drakensbergen erinnert hat. Dort gab es ein Trampolin, einen Jungle Gym (Spielplatz) und sogar ein geheiztes Pool. All das kam uns sehr entgegen. Jürgen hat uns – wie auch auf unserer letzten Reise – mit Schmarrn verwöhnt. Trotz der 2 Jahre Pause, waren alle mit dem Geschmack sehr zufrieden – wir hatten für das „revival“ sogar extra Caramelzucker zum Bestreuen eingekauft. Als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind waren wir von dichtem Nebel eingehüllt; das war eher Allerheiligenwetter. Der Nebel hat sich nach dem Sonnenaufgang rasch verzogen – eine traumhafte Stimmung – und dann ging es ab ins Pool.
Unsere erste Station heute waren die Mac Mac Pools. Natürliche Pools in denen die Kinder Kaulquappen fingen und auf den Felsen herum kletterten. Wie haben eine Wanderung (Secretary Bird Walk) unternommen und anschließend an der Picknicksite gegrillt. Unser Fazit zu den Steaks: die Steaks in SA sind die besten.
Weiter ging es in eine alte Goldgräberstadt mit dem Namen Pilgrims Rest. Die Stadt ist wie ein Freilichtmuseum aus der Zeit des Goldrausches. Die letzte Mine hat schon vor 40 Jahren zugesperrt. Die alten Gebäude sind aber alle gut erhalten und das Ganze war recht nett anzusehen.
Auf dem Weg zu unserer Campsite im nahegelegenen Grasdorp, hat Jürgen an einer gut einsehbaren Stelle bei null Verkehr an einer Stopptafel nicht angehalten, was dem lauernden Polizisten leider nicht entgangen ist. Auf Jürgen Vorschlag, die Situation doch bei einer Ermahnung zu belassen, ist er nicht eingegangen. Er hat eine Liste herausgeholt, der zu entnehmen war, dass jetzt 750 Rand fällig sind. Nach eine paar Diskussionen haben wir uns dann auf 300 Rand bar auf die Hand geeinigt.
Wenig später waren wir auf der Panoramacampsite, die ihren Namen auch wahrhaft verdient hat. Wir blicken in einen tiefen Canyon und die Kids jumpen auf dem Trampolin. So ist für jeden was dabei. Zurzeit brennt das Lagerfeuer und wir sind nach wie vor zufrieden, dass wir unseren gesamten Pulabestand in Bier investiert haben. St Louis Lager schmeckt am Lagerfeuer besonders gut. Die Kids spielen im Wohnmobil – es ist schön zu sehen wie sie es genießen!!! Kilian hat vor kurzem sogar ganz spontan zu Papa gemein, „Danke für den schönen Urlaub!“ – ohne Worte.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:50 Keine Kommentare: 

 

 

Wüstenflitzer und Womo (10.8.2011)

In Botswana haben wir in der Grenzstadt Lobatse unseren gesamten Pulabestand bis auf den letzten Thebe (Cent) in St Louis Export Lager investiert. Hat sich voll ausgezahlt. Ein Polizeiauto hatte uns in der Stadt überholt und mit unmissverständlichen Hinweisen zum Stoppen veranlasst. Der Polizist hat uns dann gefragt, was wir suchen und die entscheidenden Hinweise zum kürzesten Weg zum Bottle Store und dem direkten Weg zum Grenzübergang gegeben. Dann ist er noch hinterhergefahren und hat „thumbs up“ gezeigt, wie wir beim richtigen Store stehen geblieben sind. Wir waren überrascht.
In Südafrika eingereist haben wir uns gleich auf die Suche nach dem nächsten Ocean Basket begeben und sind in Rustenburg fündig geworden. Das für die Fußball-WM 2010 neu gebaute Fußballstadion hatten wir leider nicht entdeckt. Danach ging es gestärkt weiter nach Pretoria – und diese Stärkung hatten wir gebraucht. Wieder einmal hat sich bewiesen, dass man Städtevermeiden sollte. Zu unserem Leidwesen hat unser Navi plötzlich nicht mehr funktioniert (die Straße auf der wir unterwegs waren gab es plötzlich nicht mehr, Routen konnte es nicht mehr berechnen, …) und so war es ohne entsprechendes Kartenmaterial gar nicht einfach eine Campsite zu finden. Wir sind nach einer Irrfahrt doch noch vor Einbruch der Dunkelheit bei einer Campsite am Stadtrand angekommen. Diese war furchtbar, sie lag zwischen der Hauptstraße und der Eisenbahn. So war Dauerlärm sicher, außerdem ist alle 5 Minuten ein Polizeiauto mit Getüte vorbeigefahren. Trotzdem waren wir froh sicher auf einer mit 24 Std. Security gesicherten Campsite gelandet zu sein. Am nahe gelegenen Berg waren Buschfeuer zu sehen, das war am Lagerfeuer sitzend beobachtet haben. Wir waren froh, dass ein kleiner Fluss zwischen uns war. An diesem Abend mussten wir leider auch Vorbereitungen zur Rückgabe des WF treffen. Die Aussicht, die letzten Urlaubstage in unserem geliebten Discoverer 6 Womo ausklingen zu lassen erleichterten die Sache.
Am nächsten Morgen stand eine Pretoriarundfahrt auf dem Programm, bevor es zum Depot von Britz in Johannesburg ging. Die Rückgabe verlief problemlos und wir wurden zum Depot von Bobo-Camper gebracht. Dort stand ein schönes, ziemlich neues Womo (17000 km, neueste Generation) für uns bereit. Die Übergabe vom Wüstenflitzer und Übernahme vom Womo dauerte samt Transfer knappe 2 Stunden. Nach den Erinnerungen von Namibia unvorstellbar schnell!! Vom Hunger getrieben war unser erstes Ziel mit dem Womo ein nahe gelegener … – richtig – Ocean Basket. Gut gestärkt fuhren wir weiter nach Middelburg, wo wir Poty (wir wollen ihn und seine Frau Martie eigentlich zum Anfang der Reise treffen, aber es kam der Krankheitsfall dazwischen) besucht haben. Poty hat den Kindern sein sehr umfangreiches Waffenarsenal (er ist „professional hunter“) gezeigt. Die Kinder durften alles halten, was für sie ein Höhepunkt der Reise war und noch genügend Gesprächsstoff für die nächste Zeit – auch nach der Reise – in sich haben wird!!!
Gelandet sind wir im Blindflug, da es schon Dunkel war – aber mit guter Beschreibung von Poty, an einem Damm in der Nähe von Middelburg. Wir sitzen im geheizten Womo und schmieden Pläne für die nächsten Tage.

 

Mittwoch, 17. August 2011

Zahnarzt und Rhino-King (8.8.2011)

Nach 6 Tagen in der Kalahari ist uns der Abschied schwer gefallen. Die Tage dort waren spannend, einzigartig und faszinierend. Doch leider war die Zeit um und wir haben die Khutse Game Reserve Richtung Gaborone verlassen. Die ersten 100 km nach dem Gate sind noch eine Schotterstraße. In einer Kurve haben wir ein auf dem Dach liegendes Auto gesehen. Der Unfall muss kurz zuvor passiert sein. Die Insassen standen verschreckt am Straßenrand. Glücklicherweise schien keiner ernsthaft verletzt gewesen zu sein. Wir wurden gebeten die Polizei in der nächsten Ortschaft zu verständigen, was wir natürlich gemacht haben. Die Straßen sind tückisch, laden zum zügigen Fahren ein, haben aber oft überraschende Bodenwellen und andere Unerfreulichkeiten auf Lager und man muss vorsichtig sein.
Auf der Fahrt nach Gaborone wollten wir eine Höhle besuchen in der Sir Ernest Livingston einst die Eingeborenen von Christentum überzeugt hat. Ein Wunderheiler hat ihm damals vorausgesagt, dass so er die Höhle betritt, er nicht mehr lebend herauskommen wird. Als er wieder frisch und munter auftauchte war dieser vom Christentum überzeugt. Die Höhle war schwer zu finden (keine Beschilderung). Als wir herumirrten haben wir einen Kuhhirten nach dem Weg gefragt, er hat sich gleich als Guide angeboten, was wie natürlich gerne angenommen haben. Er hat uns über einen steilen Weg hingeführt. Alleine hätten wir niemals hingefunden. Am Eingang fanden wir neben brennenden Kerzen einen massiven Bienenschwarm, der unsere Aufenthaltszeit dort wesentlich verkürzt hat. In Gaborone angekommen haben wir noch das National Museum besucht und auch den Zebra Drive (der Wirkungsstätte von Mma Ramotswe, der Hauptfigur der Romane von Alexander Mc Collin Smith über die erste weiblich Detektei in Botswana). Anschließend fuhren wir zu einer Campsite in der City. Diese war zwar nicht wirklich ruhig gelegen, hatte aber den Vorteil, dass in der Nähe an ein Restaurant-Pub war was wir natürlich genossen haben.
Am nächsten Tag war der erste Stopp bei einer Zahnklinik, denn Kilian’s 4-er macht nach einer ausgefallenen Plombe Probleme. Wir kamen (als Barzahler) sofort dran, die Zahnärztin meinte, es gäbe 2 Optionen – Option 1: Zahn gleich reißen, Option 2: mit Antibiotika die Reise fortsetzen und alles weitere zu Hause machen. Wir mussten Kilian nicht fragen welche Variante er bevorzugt. Seine Aussage: „Weißt Mama, den Zahnarzt zu Hause kenn ich ja schon länger …!“
Im Internet Cafe im Zentrum haben wir unseren Blog aktualisiert. Diesmal war die Verbindung etwas besser und wir konnten auch die Fotos hochladen. Jetzt sind wir wieder auf Stand und hoffen, dass viele trotz der unregelmäßigen Beiträge Blog und Fotos genießen!!!
Anschließend sind wir die Mall (Hauptstraße) in Gaborone auf und ab maschiert und haben sogar den Mma Ramotswe Tea Corner gefunden. Nach dem Vorbild von Mma Ramotswe haben wir dort auch Rotbuschtee getrunken. Dann wollten wir auch das 1. Ladies Opera House besuchen, das aber diese Woche geschlossen hatte. Da Gaborone wenig wesentliche Sehenswürdigkeiten bietet haben wir überlegt gleichnach Südafrika zu fahren, oder noch einen abschließenden Gamedrive mit Übernachtung im Makolodi Nature Reserve zu unternehmen. Wir haben uns für den Game Drive entschieden was die richtige Entscheidung war, denn …
… beim abendlichen Gamedrive konnten wir 2 Nashornmütter mit Nachwuchs beim Wasserloch aus nächster Nähe beobachten – und „Adlerauge“ Jürgen zum Rhino-King krönen. Trotz Kalahari Eindrücke ein wirkliches Erlebnis!!!! Das Nature Reserve war überraschend eindrucksvoll, sowohl landschaftlich als auch gamemäßig. Und der Übernachtungsplatz sehr idyllisch mit Holzfeuerofen für den Boiler, Toilette mit Spülung und eigener Abwasch – mitten im Busch. Ein wahrhaft würdiger Platz für die letzte Nacht in Botswana (und die vorletzte Nacht im Wüstenflitzer). Diese haben wir traditionell beim Lagerfeuer (und einem Glas Wein) abgeschlossen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:48 Keine Kommentare: 

 

Montag, 8. August 2011

 

Loewenqueen und Sandpiste (5.8.2011)

Nach ca. 3 Stunden Fahrt mit zahlreichen Tierbeobachtungen haben wir die Piper Pan erreicht. Besonders zu erwähnen wären Schakale, zwei Bat Eared Füchse ein Honey Badger.
Während der Fahrt haben wir nur ein Auto gesehen; uns scheint je geringer die Zahl der Beobachter umso größer die Zahl der Tiere. Und so ist es in der Piper Pan. Neben unserer Campsite graste eine große Gnuherde. Wir erspähten Schakale und unzählige Böcke. Der Sonnenuntergang und der Sternenhimmel waren unbeschreiblich.
Am nächsten Morgenging es weiter Richtung Xade Gate. 1 km nach unserer Site war ein Wasserloch und dort hat sich Eva zur Lionqueen gekürt. Wir haben nämlich dem Gamedriver, der als erstes einen Löwen entdeckt diese Titel (samt einem Geschenk) versprochen. Am Wasserloch stillte eine Löwin genüsslich ihren Durst und hat sich von unserer Anwesenheit nicht irritieren lassen. Wir haben sie aus wenigen Metern beobachtet und waren fasziniert. Eine Löwentour ohne Löwen wäre auch nix gewesen. Kristian hatte schon vorgeschlagen unsere Tour in Elefantentour umzubenennen.
Dann ging es weiter über sandige Pisten zum Xade Gate. Dort gibt es auch Duschen und die Möglichkeit Wasser aufzufüllen, beides kam uns sehr gelegen.
Nach ermutigenden Worten des Rangers am Gate, wonach wir die Durchquerung schaffen sollten sind wir am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück losgefahren. Zu erwähnen wäre aber noch ein Schakalbesuch auf unsere Campsite.
Die Strecke war sehr sandig und wir haben bald einmal die Luft an unseren reifen abgelassen. So hatten wir mehr Grip und kamen besser voran. Kilometer für Kilometer haben wir zurückgelegt. Einmalhatten wir Gegenverkehr, der Fahrer berichtet von einem steckengebliebene Fahrzeug und das der Fahrer dort Campiert und auf Hilfe wartet.
Nach 7 Stunden Fahrzeit (160 Kilometer) haben wir dann die Bape Campsite erreicht. Die Kinderwaren mustergültig und haben so die ganze Aktion unterstützt. Wir haben dort eine sehr ruhige Nacht verbracht und sind am nächsten Tag früher als sonst gestartet. !00 sandige Kilometer standen uns bevor. Nach 10 Kilometer haben wir den Gestrandeten erreicht. Sein Auto war defekt und es stand mitten auf der Straße und war im Sand eingegraben. Schwierig egstaltete sich die Umfahrung der Stelle, denn dazu mussten wir einen Weg durch das Gebüsch bahnen. Das war die einzige Situation wo es etwas eng wurde und die Grenzen unsere Highlux erreicht wurden. Der Gestrandete campiert schon den 2. Tag neben seinem Fahrzeug. Er hatte aber genug Proviant und sagte das Hilfe Schon unterwegs war. (Das hat auch gestimmte wie wir bei unserem nächsten Lager von einem Wildhüter erfuhren.)
Gegen Mittag haben wir den Kuthse NP(dieser Grenz südlich an das CKGR) erreicht und sind gleich zu unserer Campsite gefahren. Dort haben wir gegrillt und auf unsrer Durchquerung angestoßen.
Die Kinder haben geschnitzt und gespielt und so ist es nur ein kleiner Gamedrive bei Sonnenuntergang geworden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:52 Keine Kommentare: 

 

 

Giraffencup und Bienenattacke (2.8.2011)

Kubu Island haben wir über eine tolle Sandpiste wieder verlassen. Wir wollten uns für die bevorstehenden Tage in der Kalahari mit Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff eindecken. Voll beladen haben wir dann das Gate zum Central Kalahari Game Reserve (CKGR) erreicht. Es war Nachmittag und wir wollten am Gate übernachten und früh am nächsten Tag starten. Nachdem wir die NP-Gebühr auch für die Übernachtung beim Zaun zahlen sollten bot der Rancher an in der Zentrale nachzufragen, ob einer der ersten Plätze im Park ev. frei wäre. Dem war so, das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und die 60 km gleich in Angriff genommen. Dabei haben wir bereits die ersten Gemsböcke, eine Giraffenfamilie, Kori Bustarde, Sekretärvögel und sonstig Böcke gesichtet. Ulkig waren auch die Ground Squirrel, die uns anzubetteln und das Auto zu verfolgen schienen, um etwas Essbares zu ergattern. Die Site war toll gelegen und wir haben bei einem Lagerfeuer den einmaligen Sternehimmel genossen. Hier haben wir auch erstmals einen Monduntergang (so ca. 1,5 Stunden nach dem Sonnenuntergang) beobachten können.
Am nächsten Morgen hat sich eine Herde Springböcke unmittelbar neben unserer Site zum Fressen niedergelassen, die Adlerauge Kilian gleich entdeckt hatte. Aus unseren Dachzelten konnten wir sie hervorragend beobachten. Als dann noch eine 11 köpfige Giraffenfamilie in Hintergrund auftauchte war unsrer Begeisterung komplett. Nach dem Frühstück fand noch ein Fußballspiel (Giraffencup) statt, die Giraffen waren die Zuschauer.
Die Fahrt zu unserem nächsten Übernachtungsplatz dauerte nicht lange und so haben wir schon zu Mittag ein Feuer für unseren Braai gemacht. Heute kam Gnu auf den Grill. Hat gut gemundet. Danach hatten wir eine Bienenattacke zu überstehen. Sie schienen von unserem Abwaschwasser und dem Wetex (bzw. allem was nass war) angezogen zu werden. Nachdem Eva und Jürgen je einen Stich abgefangen hatten haben wir uns ob der zahlenmäßigen Übermacht der Bienen ins Auto zurückziehen müssen und die Flucht angetreten. Diese endete am Wasserloch und es folgten 3 Stunden toller Tierbeobachtungen. Springbockherden, Gemsböcke und die in der Kalahari sehr scheuen Kudus konnten beobachtet werden. Währenddessen haben wir Schiffe versenken, ein Schlangespiel und 3 gewinnt gespielt, und sind meisterhafte Zeichnungen entstanden. Aus der Ferne haben wir nach einiger Zeit eine Giraffenherde näher kommen sehnen. Diese haben leider auf den einen Schluck aus dem Wasserloch verzichtet, vermutlich weil in der Zwischenzeit mehrere Gamedriver in Stellung gegangen sind, was die recht scheuen Tiere abgeschreckt hat.
Also haben wir uns wieder zu unserer Campsite aufgemacht, die mittlerweile bienenfrei war. Der Sonnenuntergang war atemberaubend und mit dem Fernglas konnten wir die Sunday Pan überblicken. Als krönenden Abschluss hat uns noch ein kleiner Steinbock besucht, der wenig Angst vor uns zeigte und sogar unsere Ausrüstung inspizierte. Fazit des Tages: sensationell!.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:49 Keine Kommentare: 

 

 

Botswana und Baobabs (31.7.2011)

Der Grenzübertritt nach Botswana verlief problemlos und schon waren wir in Francistown. Besonders auffällig sind hier die zahlreichen Checkpoints, bei denen man aussteigen und über einen Desinfektionsteppich gehen bzw. durch ein Desinfektionsbad fahren muss. Einmal hat es uns geärgert und wir haben unseren Unmut ausgedrückt. Das war natürlich unklug und wir haben uns damit eine Desinfektion im Innenraum eingehandelt. Echt ekelig.
In Francistown haben wir uns mit Pula (der Landeswährung) und Lebensmitteln eingedeckt. Ansprechende Infrastruktur (Shops nach westlichen Standards) gibt es hier nur in den wenigen Großstädten. Sonst haben neben den Afrikanern die Chinesen die Oberhand – ein China Shop nach dem anderen. In einem Örtchen hatte mehr als die Hälfte der wenigen Geschäfte „Dr. Weng“ im Firmennamen. Danach haben wir uns Richtung Nata in Bewegung gesetzt und nach 2 Stunden Fahrt ein Vogelschutzgebiet mit Campsite erreicht. Die Landschaft hier ist Grassavanne, also eben und mit Savannengras in Kristian’s Haarfarbe überzogen. Die Sunset war beeindruckend.
Am nächsten Tag haben wir ein kleines Internetcafe entdeckt. So hatten wir die Gelegenheit unsere Berichte in den Blog zu stellen. Die Verbindung war nicht die schnellste und so hat es für die Fotos leider nicht gereicht. Unserem Navi, das in Botswana anscheinend einwandfrei funktioniert, folgend haben wir eine Piste, die uns nach Kubu Island bringen sollte gewählt. Kubu Island ist eine kleine Insel (Ergebung) inmitten der Salzwüste. Hier gibt es ein paar Baobabs und afrikanische Kastanienbäume und dazu sehr ansprechende Capsites(mind. 10, die voll belegt sind), die von einer Community betrieben werden. Alles ist sehr „natürlich“, Wasser gibt es keines, aber ein Plumpsklo, das der amerikanische Botschafter im Rahmen des Selbsthilfefonds gespendet hat.
Doch der Weg dahin war alles andere als einfach. Die im Navi eingezeichnete Piste war die „alternative route“, dem entsprechend wenig befahren und auf einmal weg. So sind wir im Blindflug dahingedüst und haben versucht uns der Route auf dem Navi nach trial and error Prinzip zu nähern. Die Orientierung ist sehr schwierig da alles gleich aussieht und es verlockend ist – aber nicht ungefährlich, da große von Tieren gegrabene Erdlöcher im Nichts auftauchen – querfeldeinzufahren. Zu passieren ist auch eine der vielen Veterinärkontrollen in Botswana. Die Maul- und Klauensäuche von 1898 ist immer noch nicht vergessen, so wird alles Fleisch von Huftieren und Milchprodukte beim Gatter eingesammelt.
Irgendwie sind wir dann doch wieder auf den richtigen Weg gelangt und haben Kubu Island wirklich erreicht. Gleich haben wir gegrillt und die Kinder haben gespielt. Siehaben Käfer und anderes Getier gesammelt und aus dem Müslikarton eine Spielwiese für die Käfer gebastelt. Kilian hat eine fliegende Wanze gebissen. Das hat er aber gut weggesteckt.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:49 Keine Kommentare: 

 

 

Sonntag, 31. Juli 2011

Abschied von Simbambwe (29.7.2011)

Diese Nacht war voller Vogellaute und es waren – zu unserer Überraschung – auch Hippolaute zu hören. Vielleicht hätten wir doch nicht so nah beim Wasser campen sollen!?!? Im Park gibt es viele Holzschnitzer, die tolle Schnitzereien hauptsächlich mit Tiermotiven herstellen. Das eine oder andere Stück wird den Weg nach Österreich finden – obwohl die Wahl nicht leicht war. Heute waren wir unschlüssig was wir unternehmen wollten. Auf dem Weg aus dem Park sind wir auf eine Lodge gestoßen, die Granite Ridge Lodge heißt und Wandermöglichkeiten verspricht. Die Campsite hat uns begeistert, direkt an einem Felsabriss gelegen, mit traumhaftem Ausblick und guter, aber sichtlich seit längerem nicht genutzter Infrastruktur, die einst mit Liebe zum Detail hergerichtet wurde.
Nachdem der Holzofen den Wasserboiler erhitzt hatte haben wir uns und unsere Wäsche auf Vordermann gebracht. Kochen tut es sich bei dem Ausblick auch viel besser und die Creation à la Eva hat vorzüglich gemundet. Dazu gab es unsere letzte Flasche Eagle Lager. Ein Abendspaziergang mit Sandspielmöglichkeit und Feuerholzsuche hat das Ganze abgerundet. Beim Lagerfeuer hat Kilian uns zur Feier des Tages sogar 2 Geschichten vorgelesen – ein wirklich gemütlicher letzter Tag in Simbambwe.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:19 Keine Kommentare: 

 

 

Felsmalereien und Grab (28.7.2011)

Wir haben Harare Richtung Bulawayo verlassen. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und haben am späten Nachmittag den Maputo NP erreicht. Der Park liegt südlich von Bulawayo, der 2 größten Stadt in Simbabwe. Die Campsite ist direkt an einem Damm gelegen und ist ein lauschiges Plätzchen. Wir sind umgeben von den für dieses Gebiet, Matabeleland, typischen runden Steinmugeln, die in verschiedenster Größe die Landschaft beherrschen. Der Park ist Unesco Weltkulturerbe, da sich darin die größte Anzahl an Felsmalereien der Buschmänner San befindet. Eine der Höhlen haben wir gleich nach dem Frühstück besucht und die mehrere tausend Jahre alten Malereien (hauptsächlich Tiermotive) bestaunt. Im Park ist auch das Grab von Cecil Rhodes, auf einem Hügel mit toller Aussicht gelegen. Die Kinder haben Eidechsen gejagd und wir haben die Ruhe und die Aussicht genossen. Dann ging es zur nächsten Höhle, die war aber sehr entlegen aber Dank der Geländegängigkeit unseres WF keine Problem. Tolle, gut erhaltene Malereien, mehrere tausend Jahre alt, in einer kleinen Höhle.
Dann waren wir bereit für einen Gamedrive. Wir wollten die im Park heimischen Breit-/ und Spitzmaul Nashörner sehen. Der Drive hat aber nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Lediglich Klippspringer, Affen und Nilpferde, und ein Murmel wurden entdeckt. Die Landschaft war toll und so hielt sich die Enttäuschung auch in Grenzen.
Ein schöner Tag endet wieder einmal mit einem Braai mit anschließendem Lagerfeuer. Ausgerüstet mit Lion Lager und Mashmellows geht uns wieder nichts ab. Es ist einfach schön da!

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Harare und Waisenhaus (26.7.2011)

Nach einer frostigen Nacht im NP haben wir uns Richtung Harare aufgemacht. Leider war am Morgen eine Gasflasche leer und die zweite defekt, so mussten wir auf den warmen Tee verzichten. Die Sonne hat uns aber gewärmt. Glücklicherweise haben wir eine Refillstation gefunden und so sind wir wieder frühstücksbereit. Wir hatten einen Herrn nach dem Weg gefragt und er ist uns gleich vorausgefahren, denn alleine wäre es unmöglich gewesen dorthin zu finden. Ein weiteres Beispiel für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Schwarzen und Weißen hier.
In Harare angekommen haben wir nach nicht allzu langer Suche die Österreichische Botschaft erreicht. Wir haben mit der Botschafterin zu Mittag gegessen. Sie hat uns dann eingeladen in der Residenz zu übernachten, da wir am nächsten Tag gemeinsam ein Weisenhaus besuchen wollten. Diese Einladung haben wir gerne angenommen.
Das erste unerfreuliche Erlebnis dieser Reise hatten wir auf dem Weg zur Residenz gemacht. Während unseres Einkaufs im Shoppingcenter wurde der Reifen unseres WF aufgestochen . Das haben wir nicht gleich bemerkt. Bei der Suche nach der Residenz ist uns aber ein Auto, das zuvor rein „zufällig“ neben uns geparkt hatte aufgefallen. Es hatte uns verfolgt. Da die Residenz glücklicherweise nicht weit entfernt war haben wir es bis dorthin geschafft. Innerhalb der Mauern ist uns erst aufgefallen, dass es aus dem linken Hinterrad herauspfeift. Einerseits waren wir erleichtert und andererseits doch leicht verunsichert, was da passiert war bzw. was passiert wäre, wenn wir nicht in unmittelbarer Nähe der Residenz gewesen wären.
Jürgen hat als Erstmaßnahme gleich den Reifen gewechselt und wir haben einen netten Abend verbracht. In der Residenz gibt es einige Kinder und ein Bub namens Kelvin hatte es unseren Jungs angetan. Sie haben entzückend miteinander gespielt und die 3 Herren haben beschlossen gemeinsam in einem Zimmer zu übernachten.
Am nächsten Morgen hat die Botschafterin ihren Chauffeur mit Jürgen ausgesandt, um einen neuen Reifen zu beschaffen. Dabei hat Jürgen erfahren, dass die Reifenstechnummer eine gängige Masche ist um Leute auszurauben. Und das geht so: zuerst wird der Reifen aufgestochen und das Loch mit Kaugummi verklebt. Das Auto fährt dann nichts ahnend los und die Luft entweicht langsam aber stet. Irgendwann bleibt das Auto zwangsläufig stehen, die Reifenaufstecher sind „unauffällig“ gefolgt und dann wird zuerst freundliche Hilfsbereitschaft vorgegaukelt und später ausgeraubt. Dieses Schicksal ist uns Gott sei Dank erspart geblieben.
Das Waisenhaus ist ca. 1 Autostunde südlich von Harare entfernt. Die Zustände sind bedauerlich. 30 Kinder samt ihren 2 Betreuerinnen leben dort auf engstem Raum. Die älteren Kinder waren in der Schule, die jüngeren zu Hause und wir bekamen einen Eindruck wie schwierig das Leben in diesen unglaublich ärmlichen Verhältnissen ist. Wir hatten im Vorfeld ein Packet mit Schreibutensilien und Fußbällen geschickt und das mit frischem Obst und Süßigkeiten mitgebracht. Die Botschafterin unterstützt das Waisenhaus regelmäßig und hat die letzte Stromrechnung und anderes übernommen. Die Freude und Dankbarkeit der Bewohner war groß. Angesichts dessen wie sich uns die Lebensumstände präsentiert haben möchten wir uns gar nicht vorstellen wie es vor der regelmäßigen Unterstützung und dem Einsatz der Botschafterin war.
Auf dem Weg zurück haben wir einen Lion und Cheetha Park besucht. Der Park hat 46 Löwen und viele andere Tiere, u.a. eine mehr als 300 Jahre alte Galapagos Schildkröte. Allein die Löwen fressen jeden Tag 1,4 Tonnen Fleisch, eine Herausforderung für den Park. In einer Gamedrive Area kann man Zebras, Gnus, Hartebeest, Impalas, Giraffen, usw. und zu Kristian’s Freude auch einen Vogelstrauß entdecken.
Kurz vor Harare gibt es den Heroes Acre. Das nationale Monument in gigantischen Ausmaßen mit den Gräbern „verdienter Freiheitskämpfern“ dient Propagandazwecken und erinnert sehr stark an den kommunistischen Gigantismus. Der Ausblick über Harare und das großzügige Fußballstadion ist aber gut.
Wir verbringen noch eine weitere Nacht in der Residenz, die Kinder können noch mit Kelvin spielen und wir werden morgen nach Bulawayo weiterfahren.

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Sonntag, 31. Juli 2011

Wintereinbruch und Gipfelsieg (24.7.2011)

Angeblich war die Pumpe kaputt und ist nun repariert- hieß es am nächsten Morgen. Die Zeit bis zur warmen Dusche haben wir genutzt, um den Botanischen Garten zu erkunden. Er wurde in den 60er Jahren feierlich eingeweiht und hat zur Zeit einige schön gepflegte Teile und auch Urwaldelemente mit vielen Erkundungswegen. Ein wirklicher Wohlfühlplatz. Irgendwie schien die Zeit dort stehengeblieben zu sein, auf der Beschilderung war noch von Rhodesien zu lesen.
Zurück an der Campsite haben wir dann noch relativ warm geduscht und sind dann weiter Richtung Mutare gefahren. In unserm guidebook war ein Tearoom namens Tony`s empfohlen, der auf der Strecke lag. In einem feudal anmutenden Anwesen im Kolonialstil haben wir dann auf altem englischen Porzellan hervorragende Schokotorten und seit Beginn der Reise den ersten richtigen Kaffee bekommen. Tony hat uns allerhand über Simbabwe erzählt und die Kinder sind den Hügel runtergerollt.
Die Zeit ist wie im Flug vergangen und wir haben das nächste Ziel unserer Reise, den Nyanga NP angesteuert. Den Weg dorthin haben wir über hügelige Nebenstraßen zurückgelegt. In einem größeren Ort hat Kilian sein heiß ersehntes Zuckerrohr zum kaufen entdeckt, wir haben angehalten und waren mit einer überlangen Stande um 2 Rand etwas überfordert. Kurzerhand hat eine hilfsbereite Dame uns Unwissenden die Stange mit ihrem Knie in kleine handliche Teile zerbrochen – und Kilian hat geschmatzt. Kristian hat mit dem Hinweis verweigert, dass seine Zähne „zu weich“ sind.
Im NP haben wir uns für 2 Tage an einer netten Campsite einquartiert. Der Holzofen wurde von einer guten Seele wieder eingeheizt und sogar unser Lagerfeuer angezündet und ausreichend Holz samt Zunder für den kommenden Tag vorbereitet. Wir sind früh mit den Kindern ins Bett gegangen, es war etwas frisch. Am nächsten Morgen war dann die Überraschung groß! Draußen war alles angefroren, Raureif, Kris´s Crocs haben im Sonnenlicht geglitzert, die Windschutzscheibe hat sich hervorragend zum Schreiben geeignet, Tisch uns Sessel waren vereist, die Wasserflaschen gefroren, es war Winteridylle pur!!! Nun wussten wir, warum soviel Feuerholz vorbereitet war.
Die Sonne hat dem ganzen ein jähes Ende bereitet. In kürze sind wir wieder kurzämlig beim Frühstück gesessen. Und was könnte man nach einer frischen Nacht besseres tun als sich sportlich zu betätigen. Also sind wir auf den mit 2593m höchsten Berg Simbabwes, den Nyanga, gewandert. Knapp 3 Stunden haben wir bis zum Gipfel gebraucht, die Kinder sind weltklasse maschiert. Auf dem Weg haben wir Gnus und Klipspringer, Raupen, Heuschrecken und Eidechsen erspäht. Die Aussicht am Gipfel (auch in Richtung Mozambique) war atemberaubend. Abwärts ging es schneller und wir waren nach 1, 5 Stunden wieder beim Wüstenflitzer. Den ersten anderen Wanderern sind wir im letzten 1/3-tel begegnet, die gar nicht glauben konnten, dass wir mit den Kindern ganz oben waren.
Im NP gibt es sehr viele Allradstrecken, einige aufgestaute Seen (Anglerparadiese mit Ferienhütten) und Wasserfälle (angeblich den 2. höchsten Afrikas, auf den haben wir wegen allgemeiner Ermüdung verzichtet). Nun sitzen wir nach einer herrlichen Dusche, gutem Gegrillten und gutem Simbabwe Bier (Lions) beim Lagerfeuer. Wir sind schon gespannt, ob uns morgen wieder eine Winterlandschaft begrüßt.

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Zuckerrohr und Botanischer Garten (22.7.2011)

Triangle ist nicht nur ein Musikinstrument, sondern auch unser erster Zwischenstopp nachdem wir den Gonarezhou NP verlassen haben. Schon bei der Hinfahrt sind uns die Zuckerrohrplantagen und die gepflegte Stadt samt Schild „Museum“ aufgefallen. Das Museum erzählt die Geschichte beginnend mit der Gründung durch einen Schotten, liebevoll „Mac“ genannt vor mehr als hundert Jahren. Heute steht dort eine riesige Zuckerrohrfabrik (angeblich 23000 Angestellte). Der Name Triangle stammt vom ursprünglichen Brandzeichen für Rinder in der Form eines Dreiecks (Triangle).
Unsere Vorräte von Südafrika mussten wieder aufgestockt werden und so kam uns ein „KwickSpar“ Geschäft gerade recht – das erste „einladend“ ausschauende Geschäft seit wir in Simbabwe angekommen sind. Es gab zwar nicht die große Auswahl aber von allem etwas, sogar heiße Pies, Bier, Wein und eine Zeitung und freundliche Beratung beim Wein, so haben wir das Geschäft dann mit einer Flasche Pinotage aus Simbabwe verlassen.
Wenige Kilometer nach dem Einkauf haben wir auch schon das Ziel des heutigen Tages, das Great Simbabwe Monument erreicht. Günstigerweise gibt es dort direkt im Gelände einen Campingplatz, an dem wir mangels anderer Besucher die Qual der Platzwahl hatten. Gleich ging es los zu steinernen Bauwerken aus dem 11. Jhd. Der Name Simbambwe (vormals Rhodesien, nach Cecil Rhodes) hat dort seinen Ursprung. Lange Zeit glaubte niemand, dass zu dieser Zeit bereits ein derartiges Bauwerk von Afrikanern errichtet worden sein könnte. Die Anlage ist sehr groß und gepflegt und einfachbeeindruckend und hat auch ein kleines Shona Dorf. Uns haben Trommeln samt Gesang hingelockt und so haben wir noch eine Abendvorführung mit Tanzeinlage erhalten. Zurück am Campingplatz trauten wir unseren Augen nicht. Bereits bei der letzten Reise sind uns die Overlander Touren auf die Nerven gegangen. Massig Leute in kleinen Zelten untergebracht haben das heiße Wasser verbraucht. Zudem war noch eine Gruppe Südafrikanern mit Allradwohnwägen ein Lager aufgebaut.
Die Kinder haben sich sehr gefreut da wir diesmal wieder gemeinsam mit ihnen ins Bett gegangen sind. In der Früh musste ja noch der Hill Complex von Great Simbabwe erkundet werden. Die Aussicht von oben über die ganze Anlage und den nahegelegenen Stausee war beeindruckend und wieder von Trommeln und Gesang begleitet. Dann fuhren wir los und umrundeten zuerst den Nahe gelegenen Stausee (wir sind sogar über die Staumauer gefahren). Die Landschaft hat uns mit den flachen Felsen und den kleinen Wasserwege die im Sonnenlicht glitzern etwas an Norwegen erinnert. Begeistert haben uns auch die vielen Hütten, wo fleißige Leute das Feld bestellt haben oder andere Arbeit verrichtet haben. Weiße haben wir keine gesehen.
Auf der Fahrt haben wir noch die „Probebrücke“ für die Sydney Harbour Bridge überquert. Eine einspurige Brücke, die mit Schranken gesichert wird. Gelandet sind wir in Bvumba Botanical Gardens Nähe Mutare. Der letzte Parkbesucher war vor 2 Tagen hier, der letzte Campinggast vermutlich schon viel länger. Das Warmwasser wird über einen Holzofen erhitzt. Der Boiler ist zwar warm, aber es fließt kein Wasser. Von hier blicken wir direkt nach Mozambique, sitzen gerade beim Lagerfeuer während Kilian Kristian beim Einschlafen „hilft“ und freuen uns auf morgen.

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Flussdurchquerung und Hippos (20.7.2011)

Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir zusammengepackt; was schon ganz flott geht, da Kilian schon brav hilft und während er hilft nicht mit Kris streiten kann.
Die Erste echte fahrtechnische Herausforderung kam nach ca. 1Stunde. Auf einmal bog die Straße nach rechts und wir standen vor einem breiten Fluss. Da Niederwasserzeit war, war ein großerTei8l des Flussbettes trocken. Nach unserem Ersten Schreck haben wir beschlossen, die Sachlage einmal zu Fuß zu sondieren. Die Sandpassage sollte mit genügend Schwung einfach zu passieren sein, doch die Wassertiefe war schwer einschätzbar. Immerhin war ein Breite von ca. 50 m zu überwinden. Wir beschlossen es zu wagen, schließlich war die Überfahrt in unserer Karte ja auch eingezeichnet und Autospuren zu sehen. Also haben wir den Allrad eingelegt, Schwung genommen und sind drauflosgefahren. Bei einer besonders tiefen Stelle hat der Motor kurz gestottert, uns aber trotzdem heil auf die andere Seite gebracht. Die Kinder waren begeistert.
Die Fahrt ging fröhlich weiter, bis Eva einen alten, dicken Baobab Baum erspähte. Wir sind ausgestiegen und Jürgen hat mit großem Schreck festgestellt, dass beim Wüstenflitzer entscheidendes fehlte – die vordere Nummerntafel. Kurzerhand sind wir zum Fluss zurückgefahren. Dort waren inzwischen ein Traktor und einige Einheimische angelangt, um Wasser vom Fluss zu holen. Jürgen engagierte gleich einen Helfer. Dieser hat uns auch gleich beruhigt, dass hier keine Krokodile zu befürchten sind. Kurz entschlossen sind sie in die Fluten gestiegen und haben kurz darauf die Nummerntafel herausgezogen.
Wieder beim Baobab angelangt waren in der Nähe sogar Elefanten zu beobachten. Der Baobab hatte nun zum 2. Mal Glück gebracht. Wenig später bei unserem heutigen Übernachtungsplatz (der Exclusive Campsite Chitove) wurden wir von Baboon-Affen und Nyalas begrüßt. Ein traumhafter Platz direkt am Wasser. Wenig später haben wir Hippos und sogar ein mächtiges Krokodil erspäht. Es hatte einen Waran im Visier, doch der konnte in letzter Sekunde fliehen. Bei unserem abendlichen Gamedrive sind wir den ersten Auto sein wir in den NP gefahren sind begegnet. Eine Forscherin bei der Arbeit. Das Lagerfeuer haben wir genützt, um frische Brötchen zu backen.
Den ganzen nächsten Tag sind wir wieder Richtung NP-Eingang gefahren (mehr als 100 km). Highlights waren die 2 Aussichtspunkte an den Klippen, die wir bei unserer ersten ‚Übernachtungsstätte im NP bestaunt haben. Die heutige Campsite „chisl Pools“ hat diesmal sogar saubere Di8schmöglichkeiten mit Warmwasser und gekehrter Campsite samt Feuerholz. Da schmeckt das Gegrillte gleich doppelt gut.

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Esel und Elefant (18.7.2011)

Nach den beiden Nächten in der Therme sind wir Richtung Simbabwe aufgebrochen. In Polokwane haben wir unsere Vorräte nochmals aufgestockt und dann ging zum Grenzübergang nach Musina (Messina). Um 15:00 haben wir ihn erreicht. Beim SA Posten gab es das übliche Procedere und nachdem wir die verschiedenen Stellen gefunden hatten waren wir recht rasch durch. Verwundert hat uns der Grenzer am Balken der unbedingt ein kühles Getränk haben wollte. Als wir sagten wir haben nix war ihm das genauso recht und er hat uns durchgewunken.
Dann folgte der schwieriger Part in Simbabwe. Freundkich lächelnd ahben wir uns angestellt und der erste Teil, die Bezahlung der Straßenbenutzungsabgabe (70 rand) ging flux. In der zwischenzeit war aber ein Bus aufgetaucht was ein ziemliche Schlange an Leuten zur Folge hatte. Als hieß es warten.Jürgen hat sich in der zwiachenzeit beim Schalter für die Carbon Abgabe und für irgendeine Steuer angestellt. Nach der Bezahlung von 55 Dollar war dieser Teil auch recht rasch erledigt. Als wir am Vise Schalter endlich an die Reihe kamen war der Beamte auf einam weg und wir mußten warten bis sich ein Beamte wieder zum Schalter bequemte. Dan wurde bezahlt und der Beamte hat alle Möglich ausgefüllt. Dann wurde wir zu einem weiteren Schlater beordert und d oer bekamen wir die Visa. Damit war es aber noch nicht genung, der Grenzpolizei war als nächtes zu besuchen. Alle diese Stationen wurden auf einem Laufzettel dokumentiert. Der Grenzpolizist meinte, dsnn die von der Mietwagefirma ausgewstellten Papiere seinen nicht ausreichend. Dann folgte eine langwierige Diskussion, die damit endete, dess er dan doch zu bewegen war seinen Stempel auf einen Zettel zu knallen. Damit wqr aber immer noch nicht genug. Wir mußten uns auf einen Platz stelle und wurden warten gelassen. Da es schon dämmerte und die die Fahrt bei Nacht in Simbabwe sehr gefährlich ist haben wir dann versucht mit freundlichen Nachfragen etwas zu Beschleunigung der Situation beizutragen. Das ist aber nicht ohen Risiko, da man damit oft genau das Gegenteil bewirkt. In unserem Fall haben wir aber eine ganz freundlichen Grenzer gefunden der nach einer ehere oberflächlichen Kontrolle unseres Autos den letzten Stempel auf den Laufzettel hinauknallt und damit konnten wir zum nächsten Grenzbalken fahren.Dort wurde uns ein Teil des Laufzettels abgenommen und wir wurden von dort zum letzten und abschließenden Checkpoint vorgelassen, dessen Schranke sich dann auch öffnete und wir waren durch.
Mittlereweile war es 17:30 und dunkel. Die noch folgenden 75 Kilometer bis zur Elefant unf Lion Lodge waren die gefährlichsten und ungangenehmsten Kilometer die wir je gefahren sind. Die Hauptgefahr geht von den unzählichen Tieren, hauptsächlich Esel du Rinder die am Straßenrand stehen. Dazu konen Schlaglöcher, die bei einm Highlux aber das geringere Problem darstellen. Eine Schrecksekunde gab es als ein Esel auf der Fahrbahn lag an dem schon die Schackale fraßen. Diesem Hindernis sind wir in letzte Sekunde ausgewichen. Nach mehr als einer Stunde haben wir die Lodge erreicht und waren froh heil angekommen zu sein.
Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück weiter gefahren und haben nach mehrstündiger Fahrt den Gonarezu NP erreicht. Dort angekommen ging es gleich nach dem Gate so richtig los. Tiere in großer Menge und Artenvirlfalt, echt geniale Offroadastrecken und abschließend eine Campsite mit Blick auf eine Fluß und rote Felsen habne uns begeistert. Als wir unser Campsite (sehr Basic in perfekter Lage mit traumhafter Aussicht) mußten wir festellen, dass diese bereits besetzt war. Aber nicht von andern Campern (während unsere 3 stündigen Fahrt haben wir niemanden zu Gesicht bekommen) sondern von einem mächtigen Elefanten. Der hat anscheind gewußt, dass wir diese gebucht haben und hat das Feld geräumt. Übrig gebliebn ist eine Menge Elefantendung und aberissene Äste. Wir haben dann gleich mit dem Braai begonne un dsitzten zur Zeit am Lagerfeuer und genießen die Sternen himmel. Wir haben das Soutern Croll auch wieder gefunden und sindumgeben von Tierlauten und mit dme Knistern des Feures vor uns rundum zufrieden.

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Brandneuer Wüstenflitzer und Thermalwasser (16.7.2011)

Nach einem relativ angenehmen Flug mit Egyptair, es gab kein Bier an Board und die einzige Unterhaltung waren Musiksender mit Jeiermusik, sind wir plangemäß in Johannesburg angekommen. Unmittelbar danach sind wir zum Depot der Mietwagenfirma gebracht worden.
D a gab es ein Überraschung und diesmal war es ein positive. Unser Wüstenflitzer ist ein Toyota Highlux mit einem Kilometerstand von 33 Km. Neben dem Fahrzeug ist auch die gesamte Ausrüstung neu. In SA gibt es zur Zeit einen Streik, was zu einer Treibstoffknappheit geführt hat. Mit Mühe haben wir aber doch eine Tankstelle gefunden und den 150 Litertank gefüllt.
Eigentlich hatten uns Pottie zu sich nach Mittelburg eingeladen, doch er lag im Krankenhaus. So mussten wir unsere Pläne umstellen. Wir haben ein Shoppingcenter aufgesucht und kräftig eingekauft. Zwei randvolle Einkaufswagen wurden im Highlux verstaut . Ziemlich vollstopft mit Koffern und Sackerl haben wir und dann in Bewegung gesetzt; dann kam die nächste Überraschung, das Navi hat nicht funktioniert und unsere Karten waren im Gepäck, ganz unten versteht sich. So folgte ein ziemlicher Blindflug und wir haben die N1 sicher nicht auf dem kürzesten Weg erreicht.
Wir fuhren Richtung Norden und wurden vom Umstand, dass es hier schon um 17:00 dunkel wird überrascht. Eigentlich waren wir müde und so haben wir ein Ressort mit Therme und Campsite in Bela Bela aufgesucht. Als wir ankamen war es schon stockdunkel. Wir sind dann noch zum Ocean Basket gefahren und haben festgestellt, dass das essen dort noch gleich genial wie beim letzten mal ist. Spätabends haben wir dann die Dachzelte aufgebaut und dann eingepennt. Als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind war es 10:00 Uhr. Als wir dann die Becken gesehen haben waren wir begeistert. In einer tollen Anlage sind wir da gelandet, mit verschiedenen Rutschen in ansehlicher Länge und verschiedenste Becken gab es da. Wir sind dann och einen Tag gelieben, dieKinder haben ausgiebig gebadet und Eva hat den Wüstenflitzer eingeräumt und wir haben die Vorbereitungen für die Weiterfahrt getroffen.
Abgeschlossen haben wir diesem Tag bei einem Braai mir Burenwurst und Steaks. Zur Zeit sitzen wir ums Lagerfeuer und grillen Mais. Es ist ziemlich kalt und so gibt es neben Wein auch Tee. Kilian schreibt in seinem Schreibheft Afrika 2011.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:13 Keine Kommentare: 

 

 

Montag, 25. Juli 2011

Wir sind begeistert!

Unsere Vermutung hat sich bestätigt, leider gibt es kaum Möglichkeiten unsere Berichte ins Internet zu stellen. Wir haben sie trotzdem regelmäßig verfasst und werden bei der nächsten Gelegenheit Fotos und Berichte online stellen.
Wir haben schon sehr viel Beeindruckendes erlebt und freuen uns schon auf die nächsten Stationen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 15:21 Keine Kommentare: 

 

 

Donnerstag, 14. Juli 2011

Kairo und Gitarrelehrer

Wir können es kaum glauben, wir sind unterwegs. Spannende Tage vor der Abreise (das erste Satelitentelefon – unser joker für den Fall des Falles – hat erst nicht funktionert und das zweite dann fast nicht zu uns gefunden; alle wichtigen Safariutensilien wiederzufinden war auch nicht leicht) voller Vorfreude sind zu Ende gegangen und wir sind nach einem angenehmen Flug in Kairo angekommen. Zufälligerweise ist hier ein hotspot und so nutzen wir die 3 Stunden Wartezeit auf den Weiterflug.
Einen lustigen Zufall vom Flug gibt es zu berichten. Jürgen’s Sitznachbarin ist Volkschullehrerin in Graz und eine Bekannte von Kilian’s Gitarrenlehrer. Sie hatte bereits von einem Volksschüler gehört, der Sonntag nachmittags Gitarre Unterricht erhält und Peter Fox Lieder spielen möchte …

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:04 Keine Kommentare: 

 

 

Freitag, 3. Juni 2011

Die Löwentour geht weiter!!!!

Schon am Ende der Löwentour 2009 war uns klar, wir werden wiederkommen. Nun ist es endlich so weit, am 14. Juli 2011 geht es los zu unserem nächsten kleinen Abenteuer im südlichen Afrika. Starten werden wir diesmal in Johannesburg, von wo aus wir uns nach Simbabwe aufmachen wollen.

Simbabwe wird dann kreuz und quer erkundet, bevor es weiter nach Botswana geht. Über Botswana wollen wir dann wieder nach Johannesburg gelangen. Abschließend werden wir noch nach Swasiland fahren; diesen Floh hat uns eine Reisebekanntschaft bei der letzten Löwentour ins Ohr gesetzt. Nach Graz kehren wir dann am 20.8. zurück – 2011 natürlich!!!

Auch diesmal planen wir Geschichten und Bilder um unsere Reise in diesem Blog zu veröffentlichen. Vermutlich weniger regelmäßig, denn die Infrastruktur in Simbabwe ist anders …

Es würde uns ganz besonders freuen, wenn der eine oder andere sich wieder die Zeit nimmt und hin und wieder in den Blog reinschaut. Wir freuen uns alle sehr, dass es bald losgeht und hoffen, unsere Reiseimpressionen wieder mit euch teilen zu können!!!

Eva, Jürgen, Kilian und Kristian

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:09 Keine Kommentare: 

 

 

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