Wir, die Kaspers, das sind …

Löwentour 2009 – blogspot Texte

Löwentour 2009 – blogspot Texte

 

IMG_9470.jpeg Montag, 31. August 2009

SA-Abschied und „Alles-ist-aus-und-vorbei“

Morgen ist es so weit. Das was wir in der letzten Zeit verdrängt haben wird nun traurige Wirklichkeit! Unsere Reise ist vorbei! Die letzen 4 Tage in Illovo Beach haben wir dringend gebraucht und sehr genossen! Ein perfekter Ort zum Ausspannen und Relaxen! Wir haben ausgiebig im Meer gebadet und die Vorzüge eines geheizten Pools genossen. Die Kinder haben ihre Liebe zum Minigolf entdeckt und auch am Trampolin so manches neue Kunststück abgeschaut und „verbessert“.
Gleichzeitig haben wir versucht die Kinder auch wieder auf zu Hause einzustimmen und sie freuen sich schon sehr, vor allem auf Familie, ihre Freunde und den Kindergarten (Kris beginnt seine Kindergartenlaufbahn, Kilian ist nun ein Schulkind – zumindest im Kindergarten). In der letzten Zeit haben die Buben untereinander oft (unerwartet) über den Kindergarten zu reden begonnen. Entweder hat Kris etwas erfahren wollen, oder hat Kilian begonnen zu erzählen. So gut wussten wir über die blaue Gruppe noch nie bescheid!!!
Derzeit genießen wir unser letztes SA-Bier und lauschen dem Meeresrauschen. Beides wird uns abgehen!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:23 1 Kommentar: image001.gif 

 

Sonntag, 30. August 2009

Namibia-Abschied und Kronen

Bericht vom 28.8.
Mit einem extra guten „Überraschungs“-Frühstück (Ham and Eggs) und einem Geburtstagkuchen mit Kerzen wurde Jürgens Geburtstag gefeiert. Eine wirkliche Überraschung war es nicht, da die Kinder vor Begeisterung fast geplatzt sind und natürlich alles verraten haben. Nach dem gemütlichen Frühstück wurde der Wüstenflitzer ein vorletztes Mal zusammengepackt und die ca. 250 Kilometer bis zu einer Campsite bei einer Farm mit dem Namen Elisenheim 10 Kilometer vor Windhoek aufgesucht. Wir waren gegen Mittag dort um noch genug Zeit zum stresslosen Zusammenpacken zu haben. Es war aber dann doch eine Herausforderung nach 6 Monaten alles wieder in die Koffer und Taschen zu kriegen und 4 flugzeugfähige Gepäckstücke á 20 kg (beim Flug nach Österreich dürfen es wieder die 23 kg der Einreise sein) zu schaffen. Vieles hat nicht mehr reingepasst und wurde verschenkt. Die letzten Wochen waren wir schon auf „Nikolaustour“ und haben so Manches verteilt. Der Arbeiter mit Kindern bei der letzten Campsite hat sich auch über Gewand, Essen und Spielzeug gefreut.
Spät abends war dann alles so weit und unser letztes Lagerfeuer in Namibia brannte. Die Kids waren besonders tapfer und haben alle ihre geliebten Holzgewehre und Holzpistolen verbrannt. Dann ging’s das letzte Mal zu Bett ins Dachzelt. Am nächsten Morgen mussten wir Gas geben, denn der WF musste um 8:00 zurückgegeben werden, um den Flug um 11:35 zu schaffen. Alles lief nach Plan und dieses Flugzeug hob mit uns und allen unseren Gepäckstücken mit Verspätung ab. Das schien anfangs nichts Besonderes zu sein, hat uns aber in Johannesburg noch eingeholt. Eigentlich hatten wir 1, 5 Stunden zum Umsteigen zu unserem Flug nach Durban. Uns war in Windhoek versichert worden, dass wir das Gebäck in Jo`burg zwar wegen des Zolls übernehmen müssen aber es gleich wieder abgegeben werden kann. Alles sei schon reserviert und im Computer von SAA und kein Problem. Die Einreise in SA (Visa) ging Ruck-Zuck doch warteten wir dann ewig auf unser Gepäck. Mit der Verspätung von 30 Minuten aus Windhoek und der Wartezeit auf das Gepäck von ca. 30 Minuten wurde es eng; sehr eng. Eva ist dann vorgegangen, doch war alles schon geschlossen, 10 Minuten vor dem Abflug. Einzige Möglichkeit war das gesamte Gepäck über das Handgebäck mitzunehmen, sprich zu zweit durch sämtliche Kontrollstationen zu schleppen. Alle nachfolgenden Flüge waren voll belegt! Die Kontrolle hat natürlich bemerkt, dass Taschenmesser und sonstige Gegenstände, die nicht in die Kabine dürfen, im Gepäck waren. Besonders das Zelt mit den Heringen und den Metallteilen hat die Aufmerksamkeit erregt. Also wurde ausgepackt und erklärt. Eva war mittlerweile zur nächsten Station vorgegangen. Eine sichtlich überforderte Angestellte von SAA beim Gate war schon sehr entnervt. Ein Bus wurde angefordert. Jürgen war noch bei der Gepäckkontrolle, mittlerweile sollte das Flugzeug schon seit 10 Minuten unterwegs sein. Eva hatte bereits das Handgepäck mitgenommen, aber Jürgen konnte das restliche Gepäck unmöglich alleine tragen, und als er endlich durch war (im Bereich nach der Gepäckkontrolle gab es keine Trolleys mehr; wozu auch, da sollte es ja nur Handgepäck geben) war der Transport desselben das nächste Problem. Der Hinterausgang war einige 100 Meter und einige Rolltreppen entfernt. Da Eva vorgegangen war und Jürgen nicht wusste wohin, hat es irgendwie herumgeschleift bis Eva zur Hilfe gekommen ist. Dabei ging Kilian verloren und musste gesucht werden. Die SAA Susi beim Gate war noch mehr entnervt, sie könne das Flugzeug nicht länger aufhalten. Kilian wurde dann rasch gefunden und das Gepäck mit vereinten Kräften in einen Bus geworfen und ab ging es zum wartenden Flugzeug. Schweißgebadet sind wir dann eingestiegen und haben unsere Plätze eingenommen. Das war echt spannend, aber auf diese Art Spannung kann man gerne verzichten. Das Flugzeug musste aus Wettergründen noch weiter warten und der Flug war aufgrund des Sturms turbulent mit dem abschließenden Höhepunkt, dass Kris beim Landeanflug „Gaksi“ musste und gemütlich am WC sitzend keinen Grund sah, sich zu beeilen. Die Stewardess war dann fast so genervt wie die Gate Susi, bis wir kurz vor dem Aufsetzten dann doch die Plätze eingenommen haben. Da wir in Johannesburg nicht mehr auf unser letztes Gepäckstück (die Boogyboards der Kids) warten konnten haben wir dann noch in Durban reklamiert. Verloren gegangen ist dabei auch Eva`s heißgeliebtes Maniküreset samt v.a. während des Urlaubs bei allen 3 Buben bewährter Haarschneideschere (genutzt haben wir diese Verluste auch, um Kris´Schnuller zu „verlieren“; mal sehen ob es gelingt).
Wir waren dann sehr erleichtert und froh, dass wir am Flughafen abgeholt und zum Illovo Beach (Natalia Ressort) gebracht wurden. Ermüdet sind wir dann am Abend dort angekommen. Wir haben unser Apartment, mit Meerblick und Griller am Balkon, bezogen und waren froh, dass dieser erlebnisreiche Tag vorbei war.
War er aber nicht, denn Eva hat sich ihre Krone beim Schneidezahn ausgebissen. Übrig war vom eigenen Zahn, auf dem die Krone aufgesetzt war, nur mehr ein abgebrochenes Stummerl. Den ersten Schock haben wir versucht zu überschlafen. Alle haben versucht zu trösten, aber es half nichts, es musste am nächsten Morgen ein Zahnarzt gefunden werden. Das Ressort hat dankenswerter Weise nach eifrigem Herumtelefonieren einen Emergency-Termin bei einem Vertreter dieser Zunft organisiert. Das Ergebnis ist entsprechend. Der Zahnarzt meinte, nachdem er sich das Endergebnis noch einmal angeschaut hat, „just tell your dentist that I did it sitting underneath a tree!“ Nun ja, zumindest können Jürgen und Eva in Österreich dann beim Zahnarzt gemeinsam 3 Kronen anfertigen lassen. :-/
Es wurde dann doch noch ein gemütlich Tag am Pool und Meer! Wir haben den Griller am Balkon getestet und noch einmal das herrliche SA-Fleisch (Lamm und Rind) genossen! Gemeinsam haben wir das reichhaltige Angebot des Ressorts genutzt und sind Trampolin gehüpft, haben Minigolf gespielt, und vieles Bekannte vom ersten Besuch in diesem Ressort (es war unser erster Stopp wie wir vor 6 Monaten nach Südafrika gekommen sind) wiederentdeckt. Ein Reisehöhepunkt ist heute auch noch eingetreten. Bis dato haben wirkeinen Wal gesichtet. Eigentlich hatten wir uns schon damit abgefunden und heute besprochen. Kurz darauf ruft Kilian plötzlich, „da ist ein Wal!“ Und tatsächlich, man sieht die Fontaine mehrmals imposant in die Höhe spritzen. Somit können wir in unserem Bestimmungsbuch dieses Säugetier auch noch markieren!!!
Wir hoffen nun, dass die Aufregungen der letzten Tage nun abgeschlossen sein werden und wir viele Erlebnisse der viel zu schnell vergangenen 6 Monate noch einmal Revue passieren lassen können. Vielleicht geht sich ja heute noch ein Lagerfeuer (mit dem gewohnt nassen Holz aus Südafrika) aus.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 19:47 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

 

Dienstag, 25. August 2009

Band und Heiratschancen

Unsere gestrige Destination, die Ugab Terrassen, sind bemerkenswerte Gebilde aus Stein, die im Laufe der Jahrtausende entstanden sind. Der gleichnamige Ugab Fluss war daran maßgeblich beteiligt. Der Vingerklip ist eine, wie ein erhobener Finger anmutende Gesteinsformation. Im Rahmen einer kurzen Wanderung gelangt man direkt zum Fuße des Vingerklips. Die tolle Rundum-Aussicht kann man von dort genießen. Die Jungs sind brav gekraxelt und aufgrund der brütenden Hitze haben wir dann die Vingerklip Lodge besucht um uns ein-zwei Fassbiere und natürlich Fanta Orange zu genehmigen. Von der bekannt ausgezeichneten Küche haben wir uns dann auch noch mit „Wildschnitzelchen“ überzeugen können. Der Ausblick und die Ruhe dort sind phänomenal, die kids haben die Schildkröten gefüttert – und guten Kaffee gibt es auch.
Dann ging es weiter nach Outjo, um auf einer Campsite bei einer Lodge zu übernachten. Beim Einchecken wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass eine südafrikanische Rockgruppe ein abendliches Konzert gibt, und es bis mind. 22 Uhr (eher länger; Anmerkung: für uns 23 Uhr, da wir Familienintern in der südafrikanischen Zeitzone weitergereist sind, bringt v.a. in der Früh VorteileJ) laut werden wird. Die schöne Anlage und der coole Pool haben den Ausschlag gegeben trotzdem zu bleiben. Die Horden an Zuschauern sind aber aus geblieben und die Band hat u.a. deutsche Schlager auf Africaans zum Besten gegeben. Da wir Lieder entweder kannten oder sie gut ins Ohr gingen, war das Konzert ganz lustig und mal so ganz was anderes beim abendlichen Lagerfeuer. Eva hat befunden dass die Band gut war, zumindest als Maturaball- oder Hochzeitsband.
Nachdem bisher keine verlässliche Untersuchungsmöglichkeit (lt. Auskunft unserer Namibischen Freunde vom Marienflusstal und bestätigt von unseren Reiseeindrücken) von Krisis Wunde war und wir das Pflaster auch nicht selbst runter tun wollten, haben wir die Privatklinik in Otjiwarongo aufgesucht. Krisis Wunde wurde gereinigt und neu verpickt. Unsere „Erste Hilfe Maßnahmen“ wurden für „not too bad“ befunden. Da die Verletzung schon ein paar Tage alt ist konnte sie nicht mehr genäht werden. Die Wunde war nicht entzündet und sein Cut nicht so schlimm wie von uns befürchtet zusammengewachsen. Wir sind guter Hoffnung, dass seine Heiratschancen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Schließlich haben Mama und Papa (und auch Kilian) ja auch eine Narbe auf der Stirne!!!
Der Waterberg, eine Park des NWR (Namibian Wildlife Reserves), ist unser letztes Ziel in Namibia, und wurde am frühen Nachmittag erreicht. Die ca. 1-stündige Wanderung hinauf zum Plateau war unter den vielen Wandermöglichkeiten unser Favorit. Nach der anschließenden Abkühlung im Pool haben wir uns auf der Campsite niedergelassen, und genießen unseren vorletzten Abend in Namibia – natürlich beim Lagerfeuer und mit einer Flasche Wein. Die Vorbereitungen von Eva (samt Kids) für Jürgen`s morgigen Geburtstag sind abgeschlossen, mehr darüber morgen!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:48 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 24. August 2009

Potje und Purros

Bericht vom 23.8.
Der Tag war sehr gemütlich und alle haben sich recht gut vom morgendlichen Schock erholt. Kris zu bremsen war nicht leicht, denn er war schon wieder voller guter Ideen. Jürgen am Nachmittag einen headbut von hinten zu verabreichen war aber so ziemlich das blödeste was er machen konnte. Die Wunde ist dabei wieder aufgebrochen und alles musste mit unseren spärlichen Mitteln noch einmal verarztet werden. Er nam`s gelassen.
Für den Abend haben uns unsere Namibischen Nachbarn auf einen landesüblichen Potje (Eintopf im Gusseisernen Kessel den halben Tag am Holzlagerfeuer gekocht) eingeladen. Wir konnten nicht widerstehen. Allen vier Kaspers waren restlos begeistert. Und auch bei den Namibiern kam das steirische Kürbiskernöl (am Tomatensalat) hervorragend an!!l Die Unsere Nachbarn haben auch 2 Buben (Nino und Tiaro), von denen v.a. unsere Jungs restlos begeistert waren. Nicht nur, dass sie mit ihnen Deutsch sprechen konnten, sie haben ihnen auch Gewehr und Pistole gebastelt
Übrigens unser Namibischer Nachbar fährt auch einen Toyota Landcruiser, wie auch der Campsite Besitzer. Dieses Auto ist das einzig wahre Auto für diese extremen Verhältnisse; zu dieser Einsicht sind wir mittlerweile gekommen. Unsere anfängliche Enttäuschung keinen Toyota Hilux zugewiesen bekommen zu haben, sondern so einen im Design und Innengeruch (nachdem der Putzmittelgeruch verflogen ist) schon fast Oldtimermäßigen Landcruiser ist wie weggeblasen. Die Fülle an Problemen, die Hiluxfahrer hier haben (selbst wenn sie nicht den van Zyl`s Pass gefahren sind) ist unübersehbar! Wir haben das Wahre Auto, Steigungen und Abhänge, die wir bisher nur mit Offroad Enduros fahrbar gehalten haben sind mit diesem Fahrzeug spannend und lustig zu fahren.
Naja, am nächsten morgen durfte unser Landcruiser seine Geländegängigkeit wieder unter Beweis stellen. Wir sind ca. 250 anspruchsvolle km in Richtung Windhoek gefahren. Gebraucht haben wir dafür fast 7 Stunden! Die Kids waren vorbildlich und haben uns voll unterstützt! Aufgelockert wurde unsere Fahrt durch die Sichtung von Game; v.a. Springböcke, Vogelsträuße und Gemsböcke. Highlight war dann noch die Sichtung einer Giraffe (vom erfahrenen Gamedriver Kris entdeckt). Mit Sonnenuntergang sind wir dann auf der Community Campsite in Puros angekommen. Wieder ein wunderschöner Platz unmittelbar neben dem ausgetrockneten Sandbett eines Flussbetts gelegen. Leider konnten wir aufgrund des Zeit- und Spritmangels die hier angebotenen Gamedrives zu den Wüstenelefanten, Löwen und Nashörnern machen. Trotz des mitgeführten Zusatzkanisters (15l) reicht der Tank gerade noch bis zur nächsten Tankstelle in Seisfontain. Aufwändige Fahrten in Sandflussbetten waren nicht mehr möglich!
Nach einem gemütlichen Frühstück und Spielen mit unseren Jungs (wir bekamen von Kilian eine Aufführung mit Hörnertieren samt Mann – dargestellt von Dornen und Samen des Kameldornbaumes – und fuhren dann weiter in Richtung Windhoek. Die letzten 110 km im Kakaofeld, am Rande der Namib Wüste, dauerten dann noch knapp 3 Stunden (Flussdurchfahren, Gameviews, kleinere Pässe und tiefe Sandpisten). Diese Fahrten haben mit dem Landcruiser wieder viel Spaß gemacht und waren die letzte Offroad-Sonderprüfung für unseren Wüstenflitzer auf unserer Reise. Anmerkung: Auf der gestrigen Strecke haben 2 Hilux mit Italienern bei der Hinfahrt 3 Reifen gelassen – wie sie die Rückfahrt mit 1 verbleibenden Ersatzreifen geschafft haben bleibt offen.
Bevor wir weiter Richtung Süden gefahren sind, haben wir noch ein kleines Vermögen in Treibstoff investiert; unser Wüstenflitzer ist durstig, aber wir kennen und unterstützen das mittlerweile. Gelandet sind wir dann an der Campsite in der Nähe von Twyfelfontain, wo wir eine Woche zuvor bereits 2 Mal übernachtet haben. Am Ende waren wir froh, dass wir doch diese anstrenende Fahrt wieder einmal ohne Reifenpanne hinter uns gebracht haben. An der Bar haben wir uns gerade zwei Windhoek Draught geholt, der Neumond geht gerade orange leuchtend unter, …

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:43 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

 

Van Zyl´s Pass und Schock

Bericht vom 21.8.
Nach 2 Nächten an den Epupa Falls ging es weiter. Nach längerem hin und her überlegen haben wir uns entschlossen ein kleines Abenteuer zu wagen, nämlich die Überquerung des van Zyl´s Pass in Richtung Marienflusstal. Unser Auto schien dazu geeignet und die Überquerung ist der letzte Höhepunkt unserer Reise. Der Pass ist die schwierigste Offroad Strecke in Namibia und aufgrund der Steilheit praktisch nur von Ost nach West möglich. In Opuvo wurden dazu die Vorräte aufgestockt und die Tanks gefüllt. Zusätzlich haben wir noch einen Reservekanister eingepackt und so ging es los.
Die ersten 100 Km bis Etanga gingen ganz gut, doch dann ging es richtig los. Eigentlich ist alles gut gegangen, bis auf einen kleinen Ausrutscher der in einem Baum geendet hat. Der massive Vorbau des Land Cruisers hat das gut weggesteckt und mit dem Krauler sind wir auch wieder aus dieser Situation herausgekommen. Die knapp 30 Kilometer bis zur Campsite haben wir in 2,5 Stunden zurückgelegt und sind an einem traumhaften Platzerl (Site 1 von 3) über Nacht geblieben. Zuerst gab es kein Wasser, aber der freundliche Himba von der Site hat dann einen Generator angeworfen und 1 Stunde später gab es tatsächlich Wasser. Der Pass wird zumindest von einem Fahrzeug pro Tag befahren. Spannend für Eva und die Kids war ein Baobab Baum, der auch Früchte getragen hat, die auch am Boden zum Erkunden und Shop-spielen lagen. Nach einer Burenwurst aus Game, gegrillt am Lagerfeuer, sind wir ins Bett gefallen. Zuvor haben wir noch den überwältigenden Sternenhimmel hier im „Niemandsland bewundert. Noch ahnten wir nicht was am nächsten Tag bevorstand.
Nach dem Frühstück ging es dann los und der Weg wurde immer anspruchsvoller. Es war im Prinzip kein Weg sondern eine schmale Spur auf der auf vielen Stellen Steine für die Fahrspur von den „Vor uns Überquerern“ aufgeschlichtet waren. Es ging auf und ab und es wurde immer steiler. Der Motor hat aber schier undendliche Kraft und so wurde alles gut bewältigt. Doch dann kamen Passagen, die beim ersten hinschauen unpassierbar schienen. Eva hat eingewiesen und im Schritttempo wurden sehr herausfordernde Stellen gut genommen. Wir haben so schon Routine bekommen und haben uns Kilometer für Kilometer weiterhandelt. Sehr langsam, denn der Trak war schmal und der Abgrund nahe. Es ist beeindruckend welche Stellen dieses Auto schafft, manchmal war 1 Rad in der Luft und die 3 anderen haben sich total verwunden. Eva hat zwischendurch sogar Steine aufgelegt, um Stellen zu entschärfen. Nach 3 Stunden waren die 16 Kilometer geschafft wir standen am Fuße des Passes. Einen kurzen Stopp an einem Lookout hatten wir eingelegt, sonst waren wir immer in Bewegung. Nicht ohne Stolz haben wir uns ein Bier genehmigt und das gemacht was offensichtlich alle tun; nämlich einen Stein mit unseren Namen und dem Datum beschrieben und ihn zu den vielen anderen, die über die Jahre zusammengekommen sind, dazugelegt. Die Buben haben noch eigene Steine bemalt, bevor wir die übrigen 60 Kilometer durch das Tal Richtung Norden gefahren sind.
Im Camp Synro haben wir uns dann niedergelassen. Direkt vor uns ist der Kuene und dahinter ragen Berge steil empor. Der Verlockung in die Seichtwasserzonen entlang des Flusses zu baden müssen wir leider widerstehen. Es gibt sehr viel Krokos, die hier aufgrund des begrenzten Nahrungsangebotes besonders aggressiv sein sollen. Das Camp ist wie eine Oase und von unserem Platz aus können wir die Himba beobachten, wie sie Wäsche waschen und dabei singen oder ihre Tiere zum Trinken an den Fluss führen. Während die Tiere trinken werfen sie kontinuierlich Steine ins Wasser, offensichtlich um die Krokos zu vertreiben. Man kann ihren Respekt vor den Krokos deutlich erkennen.
Eigentlich schien alles perfekt und die Nacht war ruhig. Früh am Morgen musste Kris auf das WC und Jürgen ist mit ihm marschiert. Dann hat Kris eine Stufe übersehen und ist gegen einen Stein geflogen. Eine 3 cm lange klaffende, stark blutende Wunde auf der Stirn war die Folge. Alles war voller Blut. Sie ist bis zum Knochen tief und wir versuchten zuerst die Blutung zu stoppen. Mit einem Druckverband ist das auch gelungen, es war alles voller Blut und dann hat es Jürgen noch umgehauen und er ist gegen den Tisch geflogen, aber bald wieder aufgewacht. Eine namibische Familie, die neben uns campt und mit der wir am Vorabend noch ums Lagerfeuere gesessen sind, ist gleich zur Hilfe gekommen. Kris hat uns anfangs wirklich Sorgen bereitet, den die Wunde war tief und die nächste größere Ortschaft mit einem Arzt ist rd. 300 Offroad-kilometer entfernt, denn der van Zyl´s muss umfahren werden. Da Kris sich dann beruhigt hat und keine Symptome einer Gehirnerschütterung festzustellen, haben wir einmal leicht aufgeatmet. Er müsste dringen genäht werden, doch das geht hier nicht. Das Butterflypflaster, das wir für solche Fälle eingepackt hatten, muss irgendwo auf der Reise verloren gegangen sein. Wir haben seine Wunde dann trotzdem versucht nach bestem Wissen und Gewissen zusammenzukleben und zu fixieren. Danach haben wir beschlossen noch einen Tag zu bleiben, den die Erschütterungen einer mehrstündigen Fahrt sind heute sich nicht das Richtige führ ihn. Er war dann auch für ein Stück Schoko zu begeistern und so haben Kris und Jürgen am Boden liegend noch einige Zeit gerastet, bis die Lebensgeister wieder zurückgekehrt sind. Mal sehen wie die Narbe wird, doch scheint er es gut überstanden zu haben und die Buben spielen gerade mit den Nachbarbuben Playmobil. Wir werden heute den Schock verdauen und einen gemütlichen Tag verbringen, denn schön ist es am Marienflusstal nach wie vor. Die Himba kommen mit ihren Tieren an den Fluss und so gibt es immer etwas zu beobachten.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:41 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

 

Wasserschildkröten und Wasserfall

Bericht vom 17.8.
Im Camp nahe Sesfontain haben wir uns entschlossen 2 Mal zu übernachten. Den Tag über haben wir mit Baden und Schnorcheln im Rockpool verbracht. In Pool leben auch Schildkröten, die sich durch unsere Anwesenheit nicht stören ließen. Schnorchelnd hat es wirklich Spaß gemacht, die Schildkröten unter Wasser beim Fressen und herumschwimmen zu beobachten. Kilian hat einen Wasserskorpion im Wasser erspäht. Kris hat dann noch einen (Land-)Skorpion unter einem Stein entdeckt. Wie es sich später herausstellte einer der besonders gefährlichen Sorte. Wir haben ihn kurzer Hand alkoholisiert in unser Wanzenglas verfrachtet. So wird er mit uns nach Österreich mitkommen können. Kris hatte als Finder natürlich das Namensgebungsrecht. Er heißt „Cooler John“.
Vor der Weiterfahrt haben wir auf der Campsite eine Demonstration bekommen was passiert, wenn jemand mit einem normalen Fahrzeug eine 4×4 Strecke befahren will. Die Wasserdurchfahrt hat er noch aus eigener Kraft gemeistert. Für das Steilstück wurde ein Helfer geholt. Ein massives Bergefahrzeug hatte alle Mühe das Fahrzeug herauszuziehen, welches dabei ziemlich oft aufgesessen ist. Der Fahrer nahm das ziemlich gelassen, war vermutlich ein Mietwagen.
Danach ging es über 160 eher geländemäßige Kilometer auf der Hauptstraße nach Opuwo, der Distrikts-Hauptstadt. Überquert wurde auch eine Passhöhe, die mittlerweile entschärft, d.h. im gröbsten Steilstück geteert wurde. Dort wurde getankt und eingekauft. Diese kleine Stadt ist eine der wenigen Möglichkeiten seine Vorräte aufzustocken. Die nächsten 180 Schotterkilometer hat unser Land Cruiser wie nix genommen.
Am späten Nachmittag haben wir die Epupa Fall erreicht. Die Community Campsite ist direkt an den Falls. Wir haben den Sonnenuntergang bei einem Bier auf der Aussichtsterrasse genossen. Unser Standplatz ist direkt am Wasser. Das Wasser ist aufgrund der Dunkelheit nicht mehr zu sehen, aber wegen der Falls umso lauter zu Hören ist. So werden wir eine ruhige Nacht haben und auch die spanische Overlandertruppe neben uns nicht hören!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:39 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Neuere PostsÄltere Posts

Montag, 24. August 2009

Benzinschlauch und Reifenpanne

Bericht vom 15.8.
Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir als Erstes die versteinerten Bäume besucht. Viele tausend Jahre alte Bäume wurden durch einen chemischen Prozess versteinert und liegen in der Gegend herum, bereit besichtigt zu werden. Danach ging es weiter zur Twyfelfontaine Lodge, denn dort gibt es Benzin, und unsere Tankuhr zeigt schon wieder bedrohlich Richtung Süden. Sämtliche in der Karte eingezeichneten Tankstellen an der Westküste waren nämlich geschlossen. Der Verbrauch unseres Land Cruisers ist beachtlich, aber angeblich normal, dafür fährt er gut ist die gängige Meinung. Auf dem Weg dorthin begann es im WF nach Benzin zu riechen; auch kein gutes Zeichen. Zu unserer Erleichterung gab es bei der Lodge wirklich Benzin und auch eine Lodge-eigene Werkstadt. Die hatten das Problem gleich gefunden, eine Benzinleitung war Leck. Diese wurde ausgebaut und geschweißt und nach einer 130 Liter Tankfüllung waren wir 2 Stunden später wieder startklar. In der Lodge gab es ein herrliches Mittagsbuffet und so konnten wir uns die Bäuche vollschlagen während die Kinder sich mit 2 Kobras vergnügten (aus Metall natürlich) bevor es weiter zum Highlight von Twyfelfontaine ging, denn uralten Felsritzungen der San (Buschmänner). Man muss einen Guide nehmen und der führt einen herum und erklärt auch ein bisserl was. Die Zeichnungen selbst stellen vornehmlich Tiermotive (Giraffen, Gemsbock, Löwen, usw.) dar und alles ist deutlich zu erkennen. Es sind Jagdmotive aber auch Kreise mit einem Punkt in der Mitte kommen vor – das ist das Symbol für ein Wasserloch. Gelandet sind wir am Abend wieder an der Campsite vom Vortag. Diesmal hat die Dusche funktioniert und da uns das Brot ausgegangen war, hier gibt es keine Geschäfte; haben wir unser Frühstücksbrot am Lagerfeuer gebacken.
Die Brötchen sind diesmal besonders gut gelungen und so sind wir gut gestärkt Richtung Sesfontain gestartet. Der Weg dorthin war mit interessanten Flussdurchfahrten (im Unterschied zu den bisherigen steht hier wirklich das Wasser) gespickt. Selbst auf den Hauptstraßen gibt es keine Brücken. In einer Traditional Village der Herero haben wir uns dann Einiges über die Lebensweise dieser Volkgruppe erzählen lassen, bevor wir weiter zum Huanib, einem zumindest im Ursprungsbereich wirklich Wasser führenden Fluss, begeben haben. Wir sind bis zum Flussbett runter gefahren. Eine extreme 4×4 Strecke, echt coole Fahrt. Dort haben wir uns unter einem Baumkoloss postiert und im Schatten zu Mittag gegessen. Die Szenerie ist einfach unglaublich, inmitten einer staubtrockenen Landschaft tritt hier der danach unterirdisch verlaufende Huanib an die Oberfläche und schlängelt sich gesäumt von einer im üppigen Grün gehaltenen Ufervegetation einer Schlucht entlang dahin. Die Schlucht nutzen auch viele Vögel zum Nisten. Da die Luft dort unten steht, es noch nicht so spät war und die Insekten uns genervt haben, haben wir beschlossen weiterzufahren. Nach der Bergsonderprüfung wieder hinaus aus der Schlucht ist uns dann das widerfahren, was offensichtlich jedem Mal passiert, nämlich eine Reifenpanne. Also Wagenheber raus und Ruck Zuck war der Reifen gewechselt. Wir haben dann beschlossen nach Sesfontain zu fahren und den Reifen erneuern zu lassen. Es gibt dort aber nix außer einigen Tyre Repair Freiluft Workshops (in der Regel mit angeschlossenem Tourist Information Center, wo man gleich Himba-Dorf Erkundigungen, uvm., schmackhaft gemacht bekommt). Die haben unseren Reifen geklebt, der Schlauch hatte ein Loch. Bis zur nächsten Stadt ist es weit und 2 Reserveräder geben die nötige Sicherheit. Einer ist klar zu wenig. Die Kids haben sich inzwischen mit den lokalen Jungs angefreundet, so wurde letztendlich mit unserem Ball Fußball gespielt, der dann auch gleich dort blieb. Einer der Reifenreparierer ist dann mit Jürgen in den nahegelegenen Shop gefahren, der zwar kein Brot, aber dafür Säckeweise Mehl und auch Reifenschlauchflicken führt. Nachdem man nicht sicher war, ob ein Flicken reicht wurden 2 besorgt (aber nur einer verwendet), ein Getränk für den Reparierer war auch notwendig, und zufällig war auch noch dessen Freundin im Shop, … Eines der Abenteuer, dass uns sicher lange „amüsant“ im Gedächtnis bleiben wird!
Die letztendlich angesteuerte Campsite liegt an einem traumhaften Rockpool und wird von einer Himba Community betrieben. Die Himbas sind der Stamm, wo die Frauen oben ohne herumlaufen und sich den ganzen Körper mit einer rotbraunen Farbe anmalen. Das letzte Stück der Zufahrt ist eine 4×4 Herausforderung und wurde von unseren Land Cruiser gut bewältigt. Obwohl der Weg dahin nur sparsam beschildert war wussten wir genau wie zu fahren war, da der Weg mit „Craft Shops“ und „Fire Wood“ Verkaufsstellen gespickt war. Bei unserem Anblick sind die Kinder dann gleich zu den Verkaufsstellen gerannt und haben ihre Ware dem vorbeifahrenden Auto angepriesen.
Wenn wir nicht vorher gesehen hätten, dass 3 Geländewagen die Anfahrtspassage genommen haben, hätten wir uns da niemals drübergetraut. Der Weg war extrem schmal und der Abgrund nahe und tief, außerdem musste mehrfach Wasser durchquert werden. Unser Land Cruiser hat aber seine Geländegängigkeit –natürlich mit Jürgen´s Fahrkunst wieder bewiesen (diesmal ohne Reifenpanne). Vor dem Sonnenuntergang haben wir noch in dem Rockpool gebadet.
Ein erlebnisreicher Tag endet wieder einmal bei einer Flasche Wein, so soll es immer sein.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:36 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 14. August 2009

Seehund und Skelleton Coast

Bericht vom 13.8.
Der Welwitschka Drive, benannt nach dem Österreichischen Botaniker und Entdecker der gleichnamigen Pflanze, wurde aufmerksam befahren. Der Weg dorthin war eine tolle 4×4 Piste und ein Fahrerlebnis erster Klasse. Der Drive selbst umfasst 13 Stationen mit allerhand Wissenswertem über die Gegend. Die Landschaft ähnelt einer Mondlandschaft und ist ideal zum Herumkurven, Herumklettern oder einfach nur zum Schauen und Staunen. Das haben wir ausgiebig getan bevor die Ocean Basket Rufe auf der hinteren Bank zu laut geworden sind und wir unsere Fischplatte und die extra große Portion Prawns verdrückt haben. Während Eva Besorgungen gemacht hat sind die Buben zum Snake Park gebracht worden. Dort waren die Jungs wieder einmal kaum zu bremsen. Anschauen reicht für sie nicht mehr und so wurde der Besitzer des Parks von Kilian dazu gebracht eine ca. 1 Meter lange Molesnake herauszuholen. Die Kinder haben sie dann derart beherzt angegriffen, dass er sie wieder in Sicherheit bringen musste. Der Kommentar des überraschten Parkbesitzers zu Jürgen „ Pass auf das sie das niemals mit Schlangen in freier Wildbahn tun und erzähle ihnen, dass das sehr gefährlich werden kann“. Dies wurde natürlich wieder einmal prompt getan.
Genächtigt wurde am 4 Mile Beach außerhalb von Swakopmund und alles für die weitere Abenteuerfahrt vorbereitet. Am nächsten Tag sind wir dann Richtung Norden weitergefahren und haben am Cape Cross eine Seehundkolonie besucht. Tausende von Seehunden leben dort. Rund um die Seehunde patrollieren die Schakale. Sie sind auf tote Seehunde aus, die es zur Genüge gibt, 30 Prozent der Jungtiere sterben. Ein toter Schakal wurde auch gesichtet. Die Menge an Seehunden und das muntere Treiben ist ein unglaublicher Anblick. Es gibt so viele Details zu sehen und man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Laut ist es dementsprechend auch, denn die Seehunde rufen einander lautstark. Im Führer wurde auch empfohlen, sich Eukalyptus unter die Nase zu reiben, das hatten wir aber nicht mit! Danach ging es weiter zum 108 Mile Beach, und zur dortigen Campsite. Es war sehr windig und die Campsite war eher ein „Erlebnis“ . Hier verbrachten wir die letzte Übernachtung am Atlantik.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Norden zum Skelleton Coast Nationalpark. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Abstecher in den Treibsand gemacht. Wir sind da mit Mühe und viel Bauchweh von Eva doch wieder herausgekommen. Zwei andere Offroad-Driver haben das nicht geschafft und auf Hilfe gewartet. Es war ein spannender Ausritt, der die Grenzen des Fahrbaren einem anschaulich näher bringt. Nachdem wir das Gate passiert hatten war unsere erste Station das Wrack eines Fischerbootes, das 1975 gestrandet ist. Es wurden offensichtlich weder Netze noch Sonstiges entfernt, und so kann man diese und einiges mehr am Wrack und in der Umgebung verstreut bestaunen. Die Flussmündung des Huab (einer der vielen unterirdischen Flüsse, die an der Skelleton Coast in den Atlantik münden) war der nächste Stopp. Danach ging es weiter über staubige Pisten nach Torra Bay, wo lt. Karte ein Ort samt Tankstelle eingezeichnet war. Der Ort bestand aus einem Campingplatz und 200m davon entfernt 2 Wohnwägen. Das wars, keine Tankstelle! Also kehrten wir um zur nahegelegenen Kreuzung und haben den Park am östlichen Gate namens „Springbockwasser“ wieder verlassen. Es wurde daraus wieder einmal ein super Game Drive. Gemsbock, Springbock, Zebra, etc. und sogar gezählte 12 Giraffen auf einem Fleck. Einfach unglaublich! Da wir eigentlich heute sehr viel im Auto gesessen sind waren wir sehr froh, am Nachmittag eine „familienfreundliche“ Campsite in der Nähe von Twyfelfontain erreicht zu haben. Familienfreundlich, da es dort verschiedene Tiere und auch einen Swimming Pool gibt. Dafür zahlen hier auch die Kinder Campmiete. Die Campsite ist wirklich urig mit Heißwasser aus einem holzgefeuerten Boiler, Strom ist nicht vorhanden, dafür beleuchten Petroleumlaternen den Sanitärbereich. Leider ist die Wasserpumpe am Abend kaputt gegangen, so fielen wir um die Freiluftdusche bei Petroleumbeleuchtung um. Schade!!!! Die Situation zur Zeit: Ober uns das Southern Cross, unter uns das glosende Feuer und dazwischen wir mit einem Bier! Prost!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 12:35 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 11. August 2009

4×4 und Blutkuppe

Bericht vom 10.8.
Unsere erste Nacht in der Wildnis haben wir gut überstanden. Dank der exzellenten Geländegängigkeit unseres WF haben wir auch die Straße wieder erreicht. Der Weg war so steil, das der Kraulgang es gerade geschafft hat. Dann sind wir wieder über die Schotterpisten geflitzt, 120 km/h sind absolut kein Problem, und die Tankstellen freut es auch, denn da rinnt mächtig was rein in den WF. Im Handundrehen waren wir in Swakopmund, dort wurde die Wäsche gewaschen (4 Maschinen) die Vorräte aufgestockt und unser Lieblings-Fischrestaurant ‚(Ocean Basket, sie kannten uns noch vom letzten Mal) besucht und nicht zu vergessen getankt; 125 Liter sind reingegangen. Wer in den Namib Naukluft Park möchte muss einen Permit in Swakopmund kaufen. Das haben wir getan und gleich 2 Übernachtungen im Park dazu. Dann ging es zum Vogelfederberg, dort haben wir der denn Allrad eingelegt und flux sind wir über eine Felspassage gefahren um zu höhlenartigen Überhängen zu gelangen. Dort haben wir den WF für die Nacht postiert und gleich die Wäsche zwischen Felswand und WF aufgehängt. Ideale Aussicht über die Namib und in der Ferne war die Dunstwolke, die über Swakopmund lag zu erkennen. Die Kinder sind geklettert und haben Käfer gefangen. Wir haben versucht die Wäsche trocken zu bekommen und einen gemütlichen Abend mit Maschmellowgrillen verbracht. Am nächsten Morgen konnten wir den Sonnenaufgang vom Dachzelt aus beobachten. Der Tag stand im Zeichen von 4×4 Tracks, auf denen wir den ganzen Tag herum geglüht sind. Echt genial. Nachtquartier haben wir am Fuße einer Felsformation mit dem Namen Blutkuppe aufgeschlagen. Der Name hat nichts mit blutrünstigen Geschehnissen zu tun, sonder bezieht sich auf das Abendrot, welchen die Felsen rötlich schimmern lässt. Ein wirklich toller Platz und wir sitzen wieder Mal am Lagerfeuer und sind rundum zufrieden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:21 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Passhöhe und Sossusvlei

Bericht vom 8.8.
Die Erste Etappe im Wüstenflitze führte uns zum Gamsbergpass. Er geht wirklich gut und die Schotterpisten scheinen wie geschaffen für ihn. Er, Baujahr 2007;hat eine 4,5 Liter Maschine und 24 Ventile, damit sind wir echt gut unterwegs: Er wird seinem Spitznamen Wüstenflitzer gerecht. 100 km/h und mehr sind kein Problem und wenn die anderen zurückschalten geben wir erst richtig Gas. Insbesondere, da wir den direkten Vergleich mit dem Womo haben. Es ist auf den Schotterpisten beinahe auseinandergebrochen mach das fahren jetzt umso mehr Spaß. Die Campsite am Gamsbergpass war erste Klasse. Toller Platz inmitten der Felsen. Mit eigener Dusche (mit Holzboiler)und WC ein würdiger Platz für die erste Nacht. Es gab auch ein Rockpool und ein Trampolin, also alles was man so zum Campen braucht. Wir haben uns einmal richtig organisiert, denn die Menge an Dingen, die sich im Womo verteilt haben, sind umso schwerer im Wüstenflitzer unterzubringen. Außerdem muss alles staubdicht verpackt werden, denn die Staubentwicklung auf den Straßen ist sehenswert. Hinter jedem Auto ist eine große Staubwolke und der Staub ist fein und gemein und findet den Weg durch jede Ritze. Wir haben alle ganz gut untergebracht und haben am nächsten Tag Sesriem und Sossusvlei (die größte Sanddüne der Welt) ins Visier genommen. Dis Anfahrt war lustig und nach einem Zwischenstopp in der Namib Desert Lodge, dort wurden die versteinerten Dünen besichtigt und das Restaurant getestet, erreichten wir am Nachmittag Sesriem . Wir hatten die Campsite, übrigens mit 55 Euro für 2 Personen wahrscheinlich die teuerste Site mit ansehnlich ungepflegten Sanitäranlagen in ganz Afrika, gebucht denn sie ist immer ausgebucht. Das hat einen logischen Grund, denn jeder, der den Sonnenaufgang im Soussusvlei erleben möchte ist gezwungen im Park zu übernachten. Das innere Gate öffnet um 5:30 und so kann man die 62 Kilometer zum Vlei schaffen und ist rechtzeitig dort. All jene die außerhalb, günstig übernachten werden erst um 6:30 in den Park gelassen und bis sie den Vlei erreicht haben ist das Schauspiel Sonnenaufgang vorbei.
Am ersten Tag im Park sind wir ein bisserl herumgefahren und auf die der Campsite nahegelegenen Elimdüne gewandert. Die Kinder haben sich schon einmal eingerutscht und „Sand getankt“. Beim anschließenden Bad im Pool haben wir den Sand herunter gewaschen und an diesem Abend sind wir früh ins Bett gegangen. Tagwache am nächten Tag war 5:00, denn es galt noch die Dachzelte abzubauen und abfahrbereitschaft herzustellen. Die Kinder haben super mitgemacht und die ganze Aktion ging wie geplant von statten. Um 5:36 waren wir am Gate und sind dann zum Vlei gedüst. Die letzten 5 Kilometer können nur mit Allrad zurückgelegt werden. Eine echt coole Sandpiste und echt lustig zum Fahren. Das Auto wird so richtig durchgeschüttelt. Die Kinder haben vor Freude gelacht und gekuttert und wir waren rechtzeitig dort. Das Naturschauspiel Sonnenaufgang ist ein Erlebnis, das mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. Die kühle Morgenluft und die riesigen roten Sanddünen soweit das Auge reicht. Auf einmal erscheint ein orangefarbener Feuerball und taucht die rostrote Dünenlandschaft in ein besonderes Licht. Wir standen fasziniert da und haben geschaut. Einfach unglaublich. Sobald die Sonne aufgegangen ist wird es rasch warm. Wir haben mit den Kindern noch im Sand gespielt und dann an einem Picknickplatz am Fuße der Düne umgeben von Unmengen von kleinen Vögelchen gefrühstückt. Nach einer kurzen Fahrt weiter ging es zum Death Vlei. Eine bizarre Landschaft, eine verkrustete weiße Fläche mit einigen abgestorbenen Bäumen mittendrin. Das Ganze ist umgeben von rotfarbenen Sanddünen. Am ehesten erinnert einen die Landschaft an eine Westernfilmkulisse oder eine Landschaft auf einem fremden Planeten a la Raumschiff Enterprise. Es war brütend heiß, aber es gab Spannendes zu entdecken. Geckos und besondere Käfer, die ganz eigene Spuren im Sand hinterlassen seien hier erwähnt. Zurück beim Wüstenflitzer (WF) fuhren wir noch zur Düne 45 und abschließend zum Sesriem Canyon. Beim Parkausgang fuhren wir weiter Richtung Walvisbai. Nachquartier haben wir auf einem Pass ca. 150 Kilometer vor WB bezogen. Mit dem WF kann man auch entlegen Stellen erreichen und findet so gute Übernachtungsplätze. Wir stoßen gerade mit einem Whiskey auf einen absolut gelungenen Tag an. Der Mond ist noch nicht aufgegangen und der Sternenhimmel eine absolute Wucht.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:20 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Womo und Wüstenflitzer (WF)

Bericht vom 5.8.
Wir haben es geschafft! Wir sind mit dem Wüstenflitzer unterwegs! Der Weg dahin war allerdings ein steiniger!!! Zum ersten ist es eine Herausforderung 5 Monate in einem Womo auszumisten und in Taschen umzupacken, um die restlichen 3 Wochen aus diesen Taschen des Kofferraums eines Autos zu touren. Zum zweiten haben unsere beiden Bankomatkarten nicht mehr funktioniert. Weder unsere Bank noch eine der hiesigen Banken findet einen Fehler auf seiner Seite und empfiehlt, doch die andere Seite zu kontaktieren. Naja, letztendlich konnten wir in Windhoek in der Zentrale der Nedbank noch (hoffentlich) genug Barmittel für den Rest der Namibia-Zeit erhalten. Naja, und zu guter Letzt hat sich die Übernahme des heiß ersehnten Wüstenflitzers (unseres 4×4 Fahrzeuges mit 2 Dachzelten) etwas anders gestaltet als erhofft und wir haben die erste Nacht nicht im Dachzelt verbracht, sondern wurden vom Autovermieter in einem Hotel untergebracht. Hier noch Genaueres:
Die letzte Nacht im Womo haben wir auf einer Campsite 11 Kilometer südlich von Windhoek verbracht. Den Tag davor gab es eine Einkaufstour in Windhoek. An der Campsite haben wir dann gepackt und alles für die Rückgabe des Womos vorbereitet. Gegen 11 Uhr sind wir am Depot in Windhoek angekommen. Die Rückgabe des Womos war absolut problemlos und dauerte nur ein paar Minuten. Die ganzen Reparaturrechnungen, die sich leider sehr zahlreich angesammelt hatten, wurden anstandslos bezahlt und so gingen wir ganz optimistisch an die Übergabe des Wüstenflitzers. Die gute Laune sollte sich aber rasch ändern, denn der Toyota Land Cruiser der für uns bereitstand hat uns gar nicht begeistert. Beim ersten Blick unter das Fahrzeug sahen wir, dass er tropfte. Der Lösungsvorschlag der Britz Lady (Vermietungsfirma) das waschen wir gleich weg, war nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten. Das Ganze war ein Fall für den Mechaniker, der sich auch sogleich ans Werk machte. Zuvor wurden die beiden Dachzelte kritisch unter die Lupe genommen, dort gab es Löcher uns sonstige Dinge (auch vom Vormieter) die uns nicht erfreuten. Dann wurde genäht und so wurde auch dieses Problem behoben. Während der Mechaniker noch unter dem Auto herumschraubte kontrollierten wir die Ausrüstungsgegenstände. Oh Überraschung war auch hier einiges nicht in Ordnung. Beim Gaskocher fehlte eine Dichtung, dafür standen im Safe 2 cm Wasser, die Kehrichtschaufel war scharfkantig zerbrochen und der CD Spieler musste auch ausgetauscht werden. So gegen 5 schien dann alles abfahrbereit und wir fuhren los. Die 2 Benzintanks wurden mit 120l Treibstoff für eine ausreichende Reichweite gefüllt, wir haben uns noch ein Grillhendl mitgenommen und dann ging`s ab auf den Highway – so ungefähr 500 m, dann beschlossen wir umzudrehen und das Depot zu kontaktieren. Das Auto schaukelte wie ein Erlebnisding des Vergnügungsparks. Das Problem wurde dann auch noch behoben, aber es war schon etwas spät, daher wurden wir in ein nahe gelegenes Hotel einquartiert. Dort haben wir dann eine ruhige Nacht verbracht. Den ersten Tag im Wüstenflitzer haben wir uns wirklich anders vorgestellt.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:18 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Sonntag, 2. August 2009

Glatteisgefahr und Frauenmörder

Am nächsten Morgen folgte ein sehr früher Abgang. An diesem Tag standen uns mehr als 500 Kilometer bevor. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir die Grenze zwischen Botswana und Namibia. Nachdem Grenzübertritte inkl. das Ausfüllen der Formulare sowie das Bezahlen von Straßenbenutzungsgebühren schon Routine für uns sind, haben wir diese Hürde in Rekordzeit, gerade noch rechtzeitig vor der angekommenen Overlander Reisegruppe, gemeistert. Unser Frühstück am Grenzparkplatz hat auch gut gemundet. Zu den Grenzübertritten ist zu sagen, dass wir dort immer freundlich und korrekt behandelt wurden. Wir wurden nie schikaniert oder warten gelassen. Ein „Wellcome to Namibia oder Botswana oder Simbabwe“ gehört zum Standard der Grenzpolizei. Auch bekommt man die gewünschte Aufenthaltsdauer offensichtlich problemlos bewilligt. Direkt nach der Grenze beginnt auf namibischer Seite ein NP. Dort gilt es 20 Kilometer Schotterstraßen zu durchfahren, von denen aus man Tiere zu Gesicht bekommt. Wir haben verschiedene Bockarten (u.a. unsere erste Pferdeantilopenherde) gesehen, es gibt aber dem Dung auf der Straße nach auch Elefanten. Bei den Popa Falls gelangt man wieder auf die Hauptstraße auf der wir nach Rundu fuhren. Dort haben wir uns mit allem Notwendigsten eingedeckt und unsere Fahrt zum Roys Restcamp ca. 50 Kilomter vor Grootfontaine fortgesetzt. Am Nachmittag sind wir dort angekommen und konnten noch einen kleinen Walk machen. Roy`s Camp ist ein tolles Camp mit Pool und uriger Ausstattung. Holzbefeuerte Boiler sorgen für Warmwasser und es gibt auch Braai Facilities. Diese wurden verwendet, denn wir hatten Springbockfleisch. Dieses hatten wir durch zahlreiche Kontrollpunkte geschmuggelt. Bei diesen Punkten wir man angehalten und ein Beamter schaut in den Kühlschrank hinein, wo natürlich kein Fleisch vorhanden war. Dieses war nämlich in der Spielzeugschachtel umgeben von Playmobil. Springbock schmeckt sehr gut und wir konnten in Ruhe essen denn unsere Jungs hatten einen Buben aus Deutschland zum Tom Turbo Schauen eingeladen. Der Umstand dass er Deutsch sprach hat ihn bei den Buben umso beliebter gemacht. Einen deutschsprechenden Spielkameraden hatten die Jungs schon lange nicht gehabt. Wir sind noch länger am Lagerfeuer gesessen und haben die Ruhe genossen.
Am nächsten Tag ging es wieder Früh los, denn wieder standen 500 Kilometer am Programm. Beim Starten des Womos leuchtete wieder einmal eine Warnlampe auf und Jürgen dachte schon „Na super“. Als dann am Display stand „Achtung Glatteisgefahr“ hat Jürgen leicht geschmunzelt. Es hatte 3 Grad Außentemperatur, was diese Alarmanzeige ausgelöst hatte (im Womo war es dank unserem Heizstrahler gemütlich warm). Mit einem Schneeflockensymbol am Tacho ging die Fahrt dann los. Die ca. 500 km bis zum heutigen Ziel haben wir sensationell gut überstanden. Die Kinder waren mustergültig und haben während der Fahrt mehr als 20mal das Danzer Lied vom Frauenmörder Wurm in der Version von Austria 3 gehört.
Gelandet sind wir heute wieder einmal in Gross Barmen bei der Therme – diesmal gut gefüllt mit heißem Wasser. Wir haben wieder den gleichen Platz an der Campsite eingenommen und einen gemütlichen Badenachmittag verbracht. Wir werden auf jeden Fall noch eine Nacht bleiben, denn wir brauchen nach den spannenden letzten Tagen Erholung. Außerdem stehen die Vorbereitungen für die Womo Rückgabe und Wüstenflitzer Übernahme an. So lassen wir die Womo-Zeit gemütlich ausklingen und freuen uns auf die Wüstenflitzer-Zeit.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:51 1 Kommentar: 

<image001.gif>

 

Samstag, 1. August 2009

Lagunenqueen und Fischadler

Bericht vom 31.7.:
Das Frühstück mit den selbstgebackenem Broten hat allerbestens geschmeckt. Wir haben es an der Grenze zwischen Botswana und Namibia mit Blick auf Riesenbaobabs eingenommen. Ansonsten stand der Tag im Zeichen des Weiterkommens, denn wir wollten dem Okawangodelta (Botswana) noch einen Besuch abstatten. Unsere Vorräte wurden dazu in Katima Mulilo aufgestockt. Die Kinder haben gut mitgemacht und so waren die doch 500 Kilometer Fahrt an diesem Tag kein Problem. Bei den Popa Falls, bei denen wir am Hinweg schon 2 Mal übernachtet haben bogen wir links ab und erreichten nach 20 Km Fahrt durch ein Game Ressort die Grenze zu Botswana. Der Übertritt war problemlos, lediglich bei der Straßenbenutzungsabgabe werden die Ausländer jedes Mal kräftig abkassiert. Daran muss man sich gewöhnen. Nach 80 Kilometer Fahrt Richtung Süden erreichten wir Sepopa und das dortige Ressort. Wir haben uns an der Campsite niedergelassen, die Kids noch etwas austoben lassen, und gleich eine Bootstour am Okawango für den folgenden Tag um 9:30 ausgemacht.
Pünktlich um 9:30 ging es am nächsten Tag los. Ein kleines Blechboot samt einem Guide stand für uns bereit. Der Okawango besteht aus dem Hauptstrom, mehreren parallelen Seitenarmen und Lagunen. Begrenzt werden die Wasserwege von Unmengen an Papyrusstauden, die die Ufer links und rechts säumen. Zuerst haben wir eine ansehnliche Python gesehen, die aber gleich Reißaus genommen hat. Kilian hat eine Wasserschlange entdeckt und als wir dem Guide von der Vorliebe unserer Kids für Schlangen erzählt haben, hat er gemeint das es hier nur so von diesen Viechern wimmelt und er optimistisch ist, dass wir sogar eine Schwarze Mamba sehen werden. Er sollte Recht behalten, denn das in einem Spechtloch lebende Tier war zuhause und wir ergattert einen Blick in die Höhle; aus sicherer Entfernung versteht sich. Der Guide hat uns noch die Netze der lokalen Fischer gezeigt und einen Fisch geklaut. Zuerst haben wir gedacht er organisiert sich auf diese Art sein Abendessen. Aber diese Aktion hatte wirklich Sinn, denn damit wollte er uns Zeigen wie ein Fischadler seine Beute greift. Er hat, als er die Adler sah, den Fisch kurzer Hand zerteilt und die Teile auf eine Stück Papyrusstengel (als Schwimmkörper) gesteckt. Dann hat er gepfiffen und den Köder ins Wasser geworfen. Die Adler sind sofort gestartet und haben sich den unmittelbar vor uns schwimmenden Fischköder gekrallt. Das ging unheimlich schnell und war ein total imposanter Anblick. Ein weiterer Fischteil wurde dann ausgeworfen und das zweite Fischadlerexemplar setzte zum Flug an und fasste sich den Fisch.
Nach diesem Schauspiel ging die Fahrt weiter, und nachdem er uns eingangs erzählt hatte, dass Papyrus gut schmeckt wollten wir es natürlich kosten. Dazu wurde eine passende Staude ausgewählt und von unter her abgeschält. Eine süßlich schmeckende, weiße, faserige Masse haben wir dann gegessen. Hat nicht schlecht geschmeckt. Aus einer Wasserlilie hat er noch eine Kette gebastelt und Eva zur Lagunen Queen gekrönt. Dann haben wir Unmengen an Krokos gesehen, seilweide derart riesige Exemplar aus nächster Nähe, dass uns schon ein bisserl mulmig wurde. Viel Vögel und insbesondere den blau orangen Kingfischer (jetzt haben wir alle Arten des Kingfischers gesehen) haben sich uns gezeigt. Wir wollten noch nicht zurück und haben daher unsere Tour spontan verlängert. Auf einer kleinen Insel mitten im Fluss sind wir dann kurz an Land gegangen. Danach sind wir noch viele Kanäle abgefahren. Erwähnenswert war noch ein Riesenhippo. Diese Tour war einfach einmalig und nach fast 4 Stunden waren wir wieder zurück.
Jürgens Geburtstag steht zwar noch nicht unmittelbar bevor, umso überraschter war er von seiner vorgezogenen Geburtstagsüberraschung in Form eines Fishing Trips, den Eva für diesen Nachmittag arrangiert hatte. Mit tollen Zeichnungen von den Kindern wurde die Geburtstagsüberraschung übergeben. Nachdem die erste Überraschung verflogen war, war Jürgen total begeistert und eine halbe Stunde später ging es auch schon los. Trotz des lokalen Guide und unterschiedlichster Köder wurde wieder einmal kein Fisch gefangen. Der Trip war trotzdem ein echtes Erlebnis und voller schöner Eindrücke (Sichtung der seltenen Sitatunga Wasserantilope und eins absoluten Riesenkrokos). Wie so oft nimmt auch dieser spannende Tag einen Ausklang beim Lagerfeuer. Der Abstecher hat sich mehr als gelohnt und ist u.a. sicher einer der Highlights unserer Reise.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 13:00 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 30. Juli 2009

Elefantenherden und Bootssafari

Bericht vom 29.7.
Diese Nacht waren wir bewacht wie nie zuvor! Unser Lagerfeuer war nicht nur für uns ein willkommener Warmhalteplatz, sondern auch für den Wachmann. In der Früh war jedenfalls unser gesamtes Feuerholz verheizt, dafür hatten wir aber ein leeres Gurkenglas als „Dankeschön“ erhalten. Geweckt wurden wir von spielenden Vervet Monkeys, die unser Womo-Dach als Spielfläche entdeckt hatten. Ein Erlebnis für uns alle.
Die Chobe River Lodge hat einen tollen Poolbereich, denn der Fluss eignet sich aufgrund der sehr zahlreichen Krokos nicht zum Baden. Während die Jungs im nicht gerade warmen Wasser gespielt haben, haben wir seit langem wieder einmal einen guten Cappuccino im Liegestuhl vor dem Pool getrunken. Jürgen hat die Familie mit hervorragendem Tiroler Gröstl verwöhnt. Das wurde wieder bei atemberaubender Kulisse, mit den Elefanten im Hintergrund und Hippo Dröhnen, genossen. Wir konnten sogar eine Elefantengruppe von 4 Tieren beim Durchschwimmen des Kanals beobachten. Einmal waren sogar nur die „Strohhalme“ zu sehen!!! Einfach unglaublich!!!
Am Nachmittag startete die 3-stündige Rivercruise. Wir waren in einem kleinen Boot, einerseits war es wendig und schnell, andererseits gab es keinen Auslauf für die Jungs. Begonnen haben wir mit ein paar Elefanten aus nächster Nähe. Vom Wasser aus kommt man sehr nahe heran und kann sie beim Trinken und beim Baden bzw. Sulen gut beobachten. Unzählige Vögel wie Fischadler, diverse Reiher, Schlangenhalsvögel, Enten, Störche und sogar einen Löffelvogel haben wir erspäht bevor wir zum ersten Kroko fuhren. Es sollte nicht das einzige bleiben, denn hier liegen unzählige dieser Viecher in allen Größen regungslos am Ufer. Sie bewegen sich kaum, aus nächster Nähe sieht man oft nur Bewegungen der Augenlieder als Beweis dass sie wirklich leben. Die meisten haben den Mund geöffnet um sich zu kühlen. Dann fuhren wir an rießigen Büffelherden vorbei und erreichten Hippos und später sogar eine Hippoherde. Dann kam der Höhepunkt in Form einer riesigen Elefantenherde die zum Trinken zum Wasser gekommen war. Je weiter wir den Fluss entlang fuhren umso mehr Elefanten tauchten auf. Es müssen hunderte Exemplare gewesen sein. Die einzelnen Tiere zu beobachten und die Interaktion innerhalb der Herde zu studieren, dabei vergisst man alles um sich herum und staunt nur so vor sich hin. Die relaxte Atmosphäre wurde dann je unterbrochen als die Jungs zu streiten begannen und ihren Bewegungsdrang ausleben wollten. Die letzte Stunde war dann aufgrund des Sonnenunterganges sehr sehenswert aber auch anspruchsvoll für uns. Es war schon dunkel als unser Boot anlegte. Beim Abgang vom Jetty waren einige Trommlerpostiert und gaben noch ein Trommelkonzert, sehr zur Freude der Jungs.
Am Lagerfeuer haben wir beschlossen noch einen Tag anzuhängen, um an einer Safari teilnehmen zu können. Der Chobe NP ist voller Game, dagegen wirken die NPs in SA eher wie ausgestorben im Vergleich zu dem was man hier zu Gesicht bekommt. Der Park ist auch nicht eingezäunt und so ist hier alle in freier Wildbahn zu beobachten. Unbeschreiblich ist auch die Lage der Campsite. Wie wir die Kinder gerade niederlegen ist ein lautstarkes Brüllen zu hören. Eva ist dann hinausgestürmt um herauszufinden was das war. Entdeckt wurde ein Riesenexemplar eines Elefanten, der den Campsite Zaun entlangmaschierte. An einer Stelle war er keine 10 m entfernt, Aug in Aug mit Eva. Die Gedanken, die einem dabei durch den Kopf gehen kann man nicht beschreiben!
Am nächsten Tag ging es vorerst wieder zum Pool und so haben wir maximal entspannt die Safari begonnen. Wir waren gemeinsam mit einem SA alleine im Safari- Land Rover. Unser Guide überhaupt keine Ahnung vom Autofahren. Gleich zu Beginn ist sie an einem andern Safarifahrzeug angestoßen und der Motor wurde durch den NP gewürgt. Kurz vor der Ausfahrt hat sie dann noch einen mächtigen Ast mitgenommen, der erst nach dezentem Hinweis unseres Mitfahrers sinnvollerweise entfernt wurde. Sie hätte den Führerschein bei Jürgen niemals bekommen. Erspäht haben wir auf dem 3,5 Stunden langen Drive Impalas, unzählige Elefanten (einer davon war vorgestern „verblichen“), Kudus, Giraffenherden, viele Vögel und eine riesige Hippoherde von ca. 50 Tieren. Das alles in einer absolut atemberaubend schönen Landschaft, die sich beim Sonnenuntergang in einem faszinierenden Licht zeigte. Wir sind von Chobe NP und der Freundlichkeit und positiven Atmosphäre in Botswana sehr angetan. Ein wirklich schönes freundliches Land in dem wir sicher nicht zum letzten Mal waren. Da wir in Kasane nicht zum Einkaufen gekommen sind und uns neben anderem das Brot für das morgige Frühstück ausgegangen ist, haben wir am abendlichen Lagerfeuer noch das Brot für das morgige Frühstück gebacken sind schon gespannt wie es schmecken wird.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:55 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Gischtdusche und Elefantenbad

Bericht vom 27.7.:
Nach einer eher unruhigen Nacht, irgendwie kam die Campsite nie zur Ruhe und wir waren die einzigen „Individualreisenden“ (neben den mehreren Overlanders , den Afrikarundreisenden in großen Tourbussen und Zeltübernachtungen) die allein da waren. Eigentlich waren wir froh, als wir bei der Campsite rausgefahren sind.
Über einen kleinen Umweg, vorbei an extrem alten Boababbäumen, sind wir zum Eingang des Victoriafalls NP gefahren. Ein freundlicher Parkwächter hat uns dann einen entscheidend guten Tipp gegeben; nämlich das Regenzeug mitzunehmen. Das war ein wirklich heißer Tipp, denn die Gischt der Fälle ist wie ein Sommerregen für die Besucher, die entlang der Kante spazieren. Aus diesem Grund ist auch der vermutlich einzige Regenwaldstreifen weit und breit hier zu finden. Eine willkommene Abwechslung nach der ausgetrockneten Landschaft.
Der Zambesi stürzt aus Zambia kommend bis zu 100 Meter in die Tiefe. Die Abbruchkante ist einige 100 Meter lang. Das Ganze ist ein unglaubliches Naturschauspiel und nicht zu unrecht zählen die Vic Falls zu den Weltwundern. Die Besichtigung von Simbabwe aus bietet den Vorteil, dass man den Wasserfall von vorne sieht und so das Naturschauspiel hautnahe erleben kann. Der Park ist bestens angelegt, die Wege der Kante entlang sind gut positioniert und über einigen Lookouts hat man einen guten Blick in die Schlucht. Eines ist aber unvermeidlich, man wird nass und die Fotografen sind gut damit beschäftigt ihre Kameras vor dem Wasser zu schützen (was unmöglich ist) und gleichzeitig die einmaligen Fotogelegenheiten auszunutzen. Wir gingen überwältigt von der Szenerie patschnass herum. Die Jungs waren toll und haben keine der Regenpfützen ausgelassen. Zuletzt haben wir noch die Fachwerksbogenbrücke, die die Schlucht überspannt. Kurz zuvor waren 2 Bungy Jumper von der Brücke in die Schlucht gesprungen. Die Brücke ist die Grenze zwischen Zambia und Simbabwe.
Anschließend haben wir uns in Bewegung gesetzt und sind zurück nach Botswana gefahren. Die Ausreise war überraschenderweise kostenlos und dauerte nur ein paar Minuten. Und nach der für Botswana obligatorischen Fahrt durch ein Desinfektionsbad und dem Eintunken der Schuhe auf eine Seuchenteppich sowie den Begrüßungsworten der Botswana Immigration „Oh, I know you“!, waren wir auch schon in Kasane. Dort beginnt der Chobe NP und die Lodge an der Grenze zum NP wurde zur Übernachtung ausgewählt. Und damit ist wirklich die Grenze gemeint, denn ca. 100m am Flussufer entfernt bezahlen die Boote die Eintrittsgebühr für den NP. Außerdem kommen laut Aussagen des Campwächters im Sommer die Büffel hier zum Schlafen und nach Mitternacht die Hippos zum Grasen. Gerade hat er ein vorbeihuschendes Tier angeleuchtet (eine Mangoosen-Art) und wir konnten Hyänenlaute hören.
Unsere Site liegt direkt an dem NP Zaun angrenzend am Wasser und als wir auf das andere Ufer schauten trauten wir unseren Augen nicht. Viele Elefanten standen bis zum Sonnenuntergang beobachtbar an den sumpfigen Uferbereichen des Zambezi, tranken und spielten mit dem Wasser. Begeistert saßen wir da und beobachteten dieses Schauspiel. Es gibt noch allerhand Vögel wie Kingfisher, Schlangenhalsvögel, usw.. Wir konnten auch beobachten wie ein Elefant durch den Fluss schwamm. Sieht lustig aus, denn oft stand nur der Rüssel wie ein Strohhalm heraus. Er ist aber gut am anderen Ufer angekommen. Morgen steht eine Bootssafari auf dem Programm. Darauf freuen wir uns alle schon sehr.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:53 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Simbabwe und Vic Falls

Bericht vom 26.7.:
Wir haben es heute bis Victoria Falls in Simbabwe geschafft. Gestartet sind wir von Katima Mulilo (Namibia). Dort haben wir bei einer Lodge direkt am Zambesi übernachtet. Von dort aus konnte man die Hippos gut beobachten. Ein lauschiger Platz und nach einer ruhigen Nacht, die Hipporufe waren die einzige Lärmquelle, haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg gemacht. Zuerst kamen wir zur Grenze zwischen Namibia und Botswana. Dort braucht man kein Visum und so hielt sich der bürokratische Aufwand mit dem Ausfüllen von Formular und Listen bei der Immigration und beim Customs sowie der gründlichen Desinfektion des Womos und unserer Schuhe in Grenzen. Nach der Grenze durchfährt man gleich den Chobe NP und da haben wir neben Zebras und Elefanten auch die sehr seltenen Lechwe Antilopen erspäht.
Nach ca. 60 Kilometern erreichten wir Kasane und von dort aus haben wir nach der Grenze zwischen Botswana und Simbabwe gefragt. Sie ist nämlich nicht beschildert und liegt nicht weit von der Grenze zu Sambia entfernt, wurde aber letzten Endes doch gefunden. Die Ausreise aus Botswana war problemlos, doch in Simbabwe ging der Spaß los.
Glücklicherweise war Sonntag und der Betrieb an der Grenze eher ruhig. Begonnen haben wir mit den Visas, die wir für 420 Rand nach dem Ausfüllen einiger Wische unser Eigen nennen konnten. Dann folgte die Straßenbenutzungsabgabe und die Carbonsteuer für 200 Rand. Weiter ging es mit einer Abgabe deren Sinn ich bis jetzt noch nicht begriffen habe; 400 Rand. Ich hatte dann die wage Hoffnung, dass die Abkassiererei damit ein Ende haben sollte, doch draußen im Freien stand noch ein alter Schreibtisch auf einer Rampe wo für 300 Rand eine Auto-Haftpflichtversicherung angeboten wurde. Natürlich Kaufzwang und so hatte ich eine ganz ansehnlichen Stapel an Zetteln und gegen Vorweis dieser Zetteln öffnete sich tatsächlich der Grenzbalken und wir konnten die letzten 85 Kilometer nach Victoria Falls in Angriff nehmen. Wir wussten, dass an der Grenze schwer abkassiert wird –natürlich nur harte Währungen wie Rand, US$ oder € – und wenn man vorbereitet ist kann man das mit einem Lächeln hinnehmen, denn die Victoria Falls sind angeblich was ganz Besonderes. Empfangskomitee nach der Grenze war ein einsamer Esel, der uns mitten auf der Fahrbahn entgegen kam. Später ist uns dann noch unsere erste Rappenantilope über die Straße gelaufen.
Im Restcamp haben wir Quartier bezogen, dieses befindet sich 2 Kilometer vor den Fällen direkt im Zentrum vom Ort Victoria Falls. Von dort aus kann man sie hören und die große Gischtwolke sehen. In der Campsite wurden wir von 3 Campsite Attendants dann belagert, ob wir nicht was waschen lassen wollten. Der Preis für die Wäsche war aber so lächerlich hoch, dass wir ablehnten und nach Preisverhandlungen uns dann doch entschlossen unsere Wäsche waschen zu lassen – mit der Hand, da die Waschmaschine eingegangen ist, und von den 3 männlichen Attendants – wie wir nachher erfuhren. Zurück bekommen haben wir dann nasse Wäsche und nur mehr die Hälfte unserer Waschpulverpackung. Eine Waschleistung war außer heftigem Triefen und Waschpulvergeruch nicht festzustellen. Wir haben dann nur mehr darüber geschmunzelt und die Wäsche selbst gewaschen. So ist sie wenigstens sauber und ohne diesen „Schuppser“ hätten wir es sowieso nur hinausgezögert.
Ein Spaziergang durch die Stadt Victoria Falls hat dann einen spannenden Tag abgeschlossen. Unzählige Male wurden wir angeschnorrt, haben uns aber alles in allem nicht unsicher gefühlt, es wandern viele wachsame Polizisten herum. Sehr einladend ist es da nicht, soll aber im Vergleich zum restlichen Simbabwe noch das beste Gebiet sein. Überrascht waren wir dann noch von einem Bau, den wir auf Anraten der Kinder aufgrund der Kriegerskulpturen von Eingeborenen Jägern vor dem Eingang aufsuchten. Drinnen ein ansehnliches Hotel sowie eine Art Shopping Center mit Apotheke, div. Kaufläden, der Südafrikanischen Steakkette Spurs – und einarmigen Banditen. Man fühlte sich fast wie in Dubai. Morgen steht dann die Besichtigung der Falls auf dem Programm. Darauf stoßen wir gerade mit einem Lion Lager -dem lokalen Bier gebraut in Harare, der Hauptstadt von Simbambwe- an. Echt süffig!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 09:51 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 25. Juli 2009

Wasserkaskaden und Einbaum

Wir sind inzwischen bei den Poppa Falls angelangt. Diese befinden sich 200 km östlich von Rundu am Caprivi Streifen. Wir haben einen Community Campsite (von Eingeborenen geführte, mit Unterstützung der Regierung und Projektbudget aus dem u.a. Deutschen Ausland errichtete Campsites) direkt an den Wasserfällen ausgewählt. 2005 hat eine sichtbar nicht gerade begüterte Volksgruppe das Recht bekommen hier eine Campsite zu errichten und nun leben sie mehr oder weniger davon. Der Platz absolut perfekt. Er liegt direkt am Fluss mit Blick auf die Wasserfallkaskaden, jede Site hat ein eigenes Bad und WC und ein Aussichtsplattform. Strom gibt es keinen daher wird morgens und abends der holzbefeuerte Boiler angeheizt und so kann man sich in der Buschdusche auch warm duschen. Außerdem gibt es mit einem umgestürzten Baumriesen, der einen zweiten mitgerissen hat, einen sehr interessanten Spielplatz für die Jungs. Wir sind heute die einzigen Gäste und genießen die Ruhe und die Abgeschiedenheit sehr.
Gestern hat uns am Nachmittag ein junger Bursch angesprochen und uns wie es einem hier recht häufig passiert um eine Spende für ein Schulprojekt (Exkursion nach Windhoek) gebeten. Dies läuft hier so ab, dass sie einem einen Wisch auf dem der Spendenzweck erläuter wird unter die Nase halten. Wir wissen, dass die Schulen in den ländlichen Bereichen hoffnungslos unterbudgetiert sind. Wir haben uns zur Regel gemacht, niemals etwas ohne Gegenleistung zu geben und sei sie auch noch so klein. Wir haben den jungen Burschen gefragt was es da so in der Umgebung alles zu sehen gibt und er hat uns von einer Hippokolonie unweit von hier erzählt. So hatten wir gleich einen Guide. Durch schwieriges Gelände haben wir uns dann am Fluss entlang vorgearbeitet. Selbst hätten wir uns das nie getraut in dem Schilf-Sumpfartigen Uferbereich vorzudringen. Er ist aber bloßfüßig vorgegangen und so sind wir gefolgt. Lebensmüde hat er nicht ausgeschaut, denn hier wimmelt es von Krokos und giftigen Schlangen. Im Dickicht hat er uns dann einen Elefantenschädel gezeigt. Als die Kinder Interesse für die Elefantenzähne gezeigt haben hat er einen Zahn ausgerissen und Kilian war zufrieden. Munk wollte auch einen und kurzer Hand hat unser Guide einen Stein genommen und dem Elefantenschädel fehlen nun 2 Zähne. Hippos und Krokos haben wir dann aus sicherer Entfernung gesehen. Die Tierspuren kennen wir jetzt auch besser als zuvor. Die Kriechspur einer Cobra, die über den Sand gekrochen ist hat Kilian mit besonderem Interesse beäugt. Nach diesem Ausflug der besonderen Art waren wir begeistert was wir gesehen haben und der junge Mann hat sich seine Spende wirklich verdient. Er will übrigens Guide werden; das Zeug hat er dazu.
Da es uns hier so gefällt sind wir noch einen Tag geblieben. In der Früh war das Knistern des Feuers um Wasserboiler schon zu hören und dann haben wir am Sandufer mit Quietschesand gespielt und gefaulenzt. Zu Mittag gab es Wienerschnitzel, das passende Gericht in dieser Umgebung. Am Nachmittag haben wir die Angel ausgeworfen und beobachtet, wie sich uns ein Einbaumboot genähert hat. Diese Boote werden aus ausgehölten Baumstämmen gefertigt und fassen – je nach Größe -1-3 Personen. Wir hatten am Vortag gemeint dass es doch interessant wäre einmal mit sowas zu fahren. In diesem Boot saß offensichtlich der Schulkollege des Jungen von gestern. Auch er war mit einer Spendenliste ausgerüstet und kurz darauf saßen zuerst Jürgen und Kilian und dann Eva und Kristian im Einbaum und gingen auf Krokodiljagd. Der Junge hat erzählt, dass sein Vater diese Boote selber fertigt und für so ein Exemplar ca. 1 Monat benötigt. Einziges Werkzeug dazu ist eine Axt. Lebensdauer eines Bootes sind max. 3 Jahre. Die Bootsfahrt war ein wackeliges Erlebnis, sehr nah am Wasser – wir sind aber doch nicht gekentert. Nach einer warmen Dusche in der Buschdusche sitzen wir nun wieder beim Lagerfeuer, ober uns eine unglaubliche Anzahl an Sternen (in Kürze ist Neumond), das Einzige was zu hören ist sind das Rauschen des Wasserfalles und das Knacksen des Feuers.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:13 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 22. Juli 2009

Okawango und Sektgläser

Die Nacht an der Campsite in Tsumeb haben wir recht gut überstanden. Nach dem Frühstück ging es gleich los nach Rundu; einer Stadt an der namibisch-angolanischen Grenze. Die beiden Staaten werden durch den Grenzfluss Okawango getrennt. Der Weg dorthin war ein Fahrerlebnis. Eine endlos gerade Straße. Nach einiger Zeit kommt man zu einem Veterinärcheckpoint (wurde vor vielen Jahren aufgrund der Rinderpest eingerichtet) und wenige Meter danach ändert sich das Landschaftsbild schlagartig. Am Straßenrand gibt es unzählige kleine Dörfer der Eingeborenen, die meist nur aus einigen strohgedeckten Holzrundhütten bestehen. Dazwischen gab es jede Menge Einheimische; Frauen mit Wasserkanistern am Kopf, spielende Kinder, Holz sägende Männer, usw.. Das muss das typische Afrika sein haben wir uns immer wieder gedacht. Bei so viel zum Schauen ist die 260 km Fahrt wie im Flug vergangen und wir waren in Rundu angekommen. Gleich haben wir eine direkt am Okawango liegende Lodge mit Campsite aufgesucht. Vor dem Womo sitzend hat man einen coolen Blick auf den Okawango und kann die Menschen auf der anderen Seite des Flusses beobachten. Eine zusätzliche Besonderheit daran ist, dass auf dieser Flussseite Angola ist. Der Okawango hat eine wesentliche Funktion für die Menschen hier. Er sichert die Ernte, dient aber auch als Wäschewaschplatz für die Frauen, als Spielplatz für die Kinder und als Badezimmer für fast alle. Wir haben beobachtet, dass sogar Autos am Ufer gewaschen werden.
Die Lodge organisiert auch Bootsfahren – das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Bootsfahrt war wirklich abenteuerlich, in einer Art die wir uns nicht erwartet hatten. Das Boot war überfüllt, denn sämtliche angebotenen Bootstrips (Sundowner mit Sektjause, Fishing-Trip, normaler Bootstrip) wurden auf dem kleinen Boot zusammengepfercht. Die 2 Angler durften eine Angel auswerfen, die hinter dem Boot hergezogen wurde (dabei einen Fisch zu fangen ist nur mit großem Glück, nämlich dann, wenn im vorbeiglühen einer hängen bleibt möglich). Da zuerst kein Angel aufgefunden wurde mussten wir warten, die Sonne hat aber nicht gewartet. Trotzdem war es nett das Ufer entlangzufahren und zu beobachten. Zuerst sind wir an einem Uferbereich entlanggefahren an dem sich die Männer gewaschen haben. Zwei ältere unförmige Wienerinnen haben fotografiert was die Kamera hergab. Kurze Zeit später passierten wir den Frauenbereich. Ihre Männer waren jetzt ganz stark im Einsatz. Einen Sunset gab es auch noch, war wirklich sehenswert wenngleich wir ihn nicht am geplanten Ort gesehen haben. Dort war eine kleine Jause mir Sekt geplant. Die Lodge hatte aber auf die Sektgläser vergessen. Wir haben uns einfach ein Flasche (Stifterl) geschnappt und haben Sekt der Marke grindig gesüffelt. Hat aber ganz gut zur Tour gepasst. Ach ja, kurze Aufregung war noch, als ein Schlangenkopf unter dem Bootsboden auftauchte. Der Fahrer meinte, diese Art wäre harmlos. Alles in allem war es trotzdem ein Erlebnis, die Kinder waren ganz begeistert und für uns war es auch was Neues an der namibisch angolanischen Grenze entlangzufahren. Am Abend wurden Marshmellows am Feuer gegrillt. Wir blicken noch auf die einigen wenigen Straßenlaternenlichter im angolischen Dorf. Als die Kinder dann noch den Wachmann der Lodge sahen ist ihnen sofort aufgefallen, dass er ein Gewehr trug. Als sie es noch angreifen durften waren sie natürlich mehr als begeistert. Fazit des heutigen Tages: Erlebnis pu

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 23:06 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Etosha und Etosha

Bericht vom 20.7.:
Nach einem gemütlichen Vormittag am Pool im Restcamp Halali haben wir uns nach dem Mittagessen zum Game Drive in Bewegung gesetzt. Einer der Parkangestellten Game Driver hat uns mit Tipps versorgt und so ging es voller Optimismus los. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wenn wir uns was erwartet haben kein passendes Game zu sehen war. Andererseits haben wir in jenen Momenten in denen wir uns gefragt haben, ob es da überhaut was gibt die interessantesten Beobachtungen gemacht. Und so war es auch diesmal. Am empfohlenen Wasserloch herrschte gähnende Leere. Nach 2 Stunden Drive war noch nix Wesentliches gesichtet worden. Doch dann hat Eva wieder einmal ein gutes Auge bewiesen und Elefanten im entfernten Gebüsch ausgemacht. Immerhin, aber halt nicht aus nächster Nähe.
Der Etosha Lookoutpoint bietet die Möglichkeit in die Etosha Pfanne zu fahren. Dazu wurde ein kurzes Straßenstück angeschüttet. Eine schier unendliche Ebene bedeckt mit durch die Trockenheit aufgebrochen Salz-Gatschkruste. Ein salziger Duft liegt in der Luft und man kann anhand der Tierspuren erkennen dass der Untergrund morastig gatschig ist, denn die Tiere sinken leicht ein.
Wir hatten gehofft, dass die zuvor aus der Ferne gesichteten Elefanten ein nahe gelegenes Wasserloch ansteuern und wollten sie dort treffen. Jedoch Fehlanzeige. Ein Blick auf die Uhr machte uns klar, dass wir uns auf den Rückweg zum Restcamp machen sollten. Um 17:30 wird das Gate geschlossen und da heißt es zurück sein. Die Straßen waren mittlerweile leer und eine angenehme Stille lag über dem Park. Die Sonne schickte sich an unterzugehen und wir mussten trotz schwieriger Straßenverhältnisse Gas geben. Und dann passierte das Unerwartete. Zuerst eine Giraffe und im Hintergrund die Pfanne im Abendlicht. Dann hat Jürgen in der Ferne ein paar Grashalme wackeln sehen und kurz darauf war es klar, es war eine Löwin. Wenn sie die Richtung beibehält sollte sie vor unserem Womo die Straße kreuzen. Das würde aber einige Minuten dauern, denn sie hatte es nicht eilig. Oder sollten wir zurück, denn die Zeit war schon mehr als fortgeschritten. Natürlich haben wir gewartet. Wirklich – die Löwin, ein tolles Exemplar, ist unmittelbar vor unserem Womo vorbeispaziert. Ein unglaublicher Anblick, besonders in der Abendstimmung. Wir alle waren hin und hergerissen und dann haben wir so richtig Gas gegeben. Wir waren die allerletzten und nur durch die zuvorkommende Interpretation der Uhrzeit des Gatewächters sind wir noch reingekommen. Eva war noch immer im Fotorausch und wurde sogleich beim Wasserloch abgesetzt. Wir waren müde und geschafft aber voller Eindrücke. Jürgen hat dann noch einen Schmarrn gemacht und dann wurde noch ausgiebig Fotos geschaut. Vor dem Schlafengehen hieß es noch alles verstaut, denn wir wollten morgen in der Früh um 6:30 wieder die ersten am Gate sein.
6:30 wurde wirklich geschafft, die ersten waren wir nicht denn der Gatewächter ist auch beim Öffnen gamedriverfreundlich. Die Morgenstimmung hat das zeitige Aufstehen wieder mehr als gerechtfertigt. Anfangs war aber kaum Game zu sehen. Die erfahrenen Gamedriver-Buben haben dann kurzerhand diverses Game im Wolkenhimmel entdeckt (naja, zugegeben wurde dort nicht nur Game gesichtet, sondern auch Dinos, Räuber, …).Das hat sich nach dem Frühstück; an einem Lookoutpoint aber geändert. Ein mächtiger Elefantenbulle war am Wasserloch zu beobachten. Danach 3 Löwinnen aus nächster Nähe im Gras und zu guter Letzt ein Gepard. Dazwischen Unmengen von Bockwild und Vögel. Nach 5 Stunden Gamedrive sind wir am westlichen Gate angelangt. Nach einem gemütlichen Bier an der Restcampbar haben wir beschlossen, dass wir bis auf weiteres genug gedrivt sind und wir haben den Park verlassen. Wir werden aber mit dem Wüstenflitzer wieder kommen und so fiel der Abschied nicht so schwer.
Eine Campsite 20 km vor Tsumeb am Lake Otjikoto, einem unterirdischen See mit Tierpark sollte unser Nachtquartier werden. Leider war die Campsite vor kurzem aufgelassen worden. Der Rest war aber noch da und so haben wir einen interessanten Nachmittag dort verbracht. Übernachtet haben wir daher direkt in Tsumeb am Gemeindecampingplatz. Bei unserer Ankunft kurz vor Sonnenuntergang waren wir mit noch einem Camper die einzigen am „Abenteuer-Campingplatz“ (er wird umgebaut und eine Riesen-Lodge mit Swimmingpool, etc. wird entsteht dort). Mittlerweile (es ist ca.22:00 Uhr) ist nur mehr eine Campsite frei und eine der Neuankömmlingen-Gruppen hat den Gettoblaster aktiviert. Das kann ja eine beschauliche Nacht werden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 23:04 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 20. Juli 2009

Etosha und Löwenpaar

Bericht vom 19.7.:
Um 6:00 hat sich Jürgen aus dem Bett geschleppt und das Womo in Bewegung gesetzt. Und wahrhaftig ,wir waren die Ersten am Gate. Verschlafen, aber von der Morgenstimmung begeistert, haben wir die ersten Game Drive Kilometer zurückgelegt. Zebras, Giraffen, Springböcke und ein Schakal wurden innerhalb der ersten wenigen hundert Meter nach dem Gate gesichtet. In Okaukuejo, einem der 3 Restcamps, haben wir einen der sehr begehrten Plätze auf der Campsite in Halali, dem in der Mitte des Parks gelegenen Restcamp, ergattert. Wir sind den ganzen Tag Game gedrived. Eine sehr holprige und staubige Angelegenheit. Zusätzlich benötigt man einiges an Sitzfleisch (oder eben ein Womo), da es ganz wenige Rastplätze – also Plätze an denen man das Vehikel gefahrlos verlassen darf – gibt. Was aber an Game im Etosha NP zu sehen ist absolut Weltklasse. Die einzigartige Landschaft mit der schneeweißen Etosha Pfanne und den wechselnden Vegetationszonen ist mehr als beeindruckend. Man erspäht Unmengen von Tieren. Höhepunkt war sicher ein Löwenpärchen das sich gerade in Paarungsangelegenheiten beschäftigt hat. Eine Hyäne ist auf der Straße aufgetaucht, eine eher seltene Begebenheit, da diese Tiere eigentlich nachtaktiv sind. Auf einer der vielen riesigen freien Flächen hat sich gerade eine Aasgeiergruppe um Aas versammelt. Da ging es munter zu, es wurde ausgiebig gerangelt. Im Hintergrund haben sich schon Schakale formiert, vermutlich um abzustauben was die Geier übriglassen. Besonders zu erwähnen ist noch das Schwarzgesicht Impala, welches hier auch anzutreffen ist und für uns neu war.
Müde aber begeistert sind wir am späten Nachmittag im Halali Camp angekommen. Das Pool ist nicht extrem cool und so wurde noch ausführlich gebadet und abschließend der Sunset am Wasserloch beobachtet. Fazit: ein perfekter Tag. Wir werden sicher noch bleiben und sind schon gespannt was wir morgen sehen werden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:08 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 20. Juli 2009

Seekrankeit und Zahnarzt

Bericht vom 15.7.:
Da Jürgens Angelversuche bis dato nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, wollte er jetzt auf Nummer sicher gehen und hat eine Fishing Trip mit Profis unternommen. 4 Angler waren auf dem Boot sowie 2 Helfer und der Steuermann. Mit GPS wurden ausgewählte Plätze angesteuert und die Angel einfach vom Boot heruntergelassen. Bei den ersten 6 Plätzen wurde kein Fisch gefangen. Wenn nicht innerhalb von 5 Minuten was beißt wird der Platz gewechselt, so lange bis der richtige Platz gefunden war. Im Minutentakt haben dann Fische gebissen. Da auf jeder Angel ein Blei und 2 Hacken montiert waren, hatten die Fische die Möglichkeit gleichzeitig zu beißen, was sie auch getan haben. Nach der langen Durststrecke ein wirklich erhebendes Gefühl. Einen Hacken hatte die Sache aber doch, denn die Wellen waren einige Meter hoch, was bei 3 der 4 Angler zu Beschwerden führte. Einer davon war Jürgen, und so endete ein sehr erfolgreicher Angelausflug mit einem flauen Gefühl im Bauch. Die Ausbeute war aber sehenswert und so war auch der Braai mit frischem Fisch für die nächsten 2 Tage gesichert.
Eine weitere Erledigung konnte in Swakopmund noch gemacht werden. Ein Zahn von Jürgen zerfiel in Einzelteile. Am Vortag hatten wir eine Zahnarztpraxis erspäht und heute wurde sie aufgesucht. Der Zahnarzt sah den Zahn und meint nur „der ist aber hin“. Er hat ihn dann notdürftig versorgt und meinte bis im September würde das halten. Wir wollen es hoffen. Am Abend gab es den Braai mit dem frischen Fisch und danach wurde mit einem schwarzen Namibier die wirtschaftliche und politische Situation in Namibia ausführlich erläutert.
Um die Zeit des Angelausfluges von Jürgen zu überbrücken hatte Eva sich eine Überraschung für die Jungs ausgedacht. In Swakopmund gibt es einen Snake Park, und der wurde zur großen Begeisterung der Buben besucht. Darüber ließ sich auch die Enttäuschung v.a. von Kilian überwinden, dass auf dem Angelausflug keine Kinder dabei sein dürfen und er nicht sehen kann, wie Papa einen Shark fängt. Der „Schlangenwärter“ war von den Kindern angetan und hat uns einiges erklärt und gezeigt, wie z.B. die Blaufärbung einer verärgerten jugendlichen Boomslang. Er hat dann sogar die große Python herausgeholt und zuerst Eva über die Schultern gelegt. Nachdem Kristian das auch unbedingt ausprobieren wollte, aber Kilian ausgefallen ist, durfte er sie zu seiner Begeisterung auch einmal alleine „hoppern“. Ein weiterer Höhepunkt war dann noch die Fütterung der Chamäleons mit Maden (das Chamäleon hat Kris sogar eine Grille aus der Hand gefressen), der nur durch ein kleines Abschiedsgeschenk übertroffen wurde. Es wurde eine Schlangenhaut einer ca. 2 m Kobra aus dem Fundus geholt und den Kindern als Andenken überreicht. Kilian hat gemeint, dass das auf jeden Fall besser ist, als einen Shark zu fangen!!!!
Fürs erste haben wir uns dann am nächsten Tag Richtung Walvis Bay verabschiedet und dort zwar keine Wale aber eine beachtliche Anzahl an Flamingos gesehen. Die Lagune ist voll davon. Eine Campsite ist uns auf dem Weg zwischen Swakopmund und Walvis Bay aufgefallen. Sie liegt direkt am Meer und wird an der Rückseite von Sanddünen begrenzt. Dort haben wir uns niedergelassen und einen gemütlichen Abend mit Fischbraai und Strandspaziergang verbracht. Die Jungs haben die Badewanne des Campingplatzes getestet, die sind hier in Namibia nämlich auch ziemlich rar. Wir werden uns morgen für längere Zeit vom Meer verabschieden, aber hierher kehren wir sicher noch einmal zurück, wenn wir den Wüstenflitzer bekommen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:07 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Windhoek1 und Swakopmund

Bericht vom 13.7.:
Unser erster Kurzbesuch in Windhoek ist gut verlaufen. Wir haben unsere Einkäufe erledigen können und sind ein bisserl herumgebummelt. Schaut ganz nett aus dort und einen Ocean Basket, unser Lieblings Fischrestaurant aus Südafrika, gibt es auch. Am späteren Nachmittag ging es zu einem Thermen Ressort Namens Gross Barmen. Da kam dann die große Enttäuschung, vor 2 Wochen war dort eine Leitung geplatzt, dadurch wurde die Pumpe defekt und nun sind alle Becken leer. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit sind wir doch geblieben und haben eine Erkundungstour gemacht. Die Anlage liegt toll und vom Wasser aus hätten wir einen tollen Blick auf die Landschaft gehabt. Der tolle Blick war auch ohne Wasser da. Wir erwägen in 3 Wochen, wenn wir wieder in Windhoek sein werden, es noch einmal zu versuchen. Vielleicht gibt es dann wieder Thermalwasser in der Therme.
Am nächsten Tag war der Nachtdunst auf unserem Tisch gefroren. Es ging es weiter nach Swakopmund, einer der 3 größeren Städte am Atlantik. Die Campsite liegt ganz günstig nicht weit vom Zentrum und andererseits nahe am Wasser. So gab es noch einen Spaziergang am Strand und zum Jetty, um den Sunset zu beobachten. Vor dem Schlafen gehen wurde noch die Tiger Reef Strandbar (wirklich im Sand, wenige Meter vom Wasser und den Wellen gelegen, auf Bier und Fanta besucht. Der Parkplatz unmittelbar vor der Bar ist nur für 4×4 Fahrzeuge geeignet. Zu Trinken gab es neben Fassbier, Jägermeister und Red Bull auch Glühwein.
Swakopmund ist eine deutschorientiert Stadt mit vielen Jugenstilhäusern. Beinahe alle von ihnen sind schön restauriert. Es gibt tolle Cafés am Strand und gute Restaurants. Besonders auffallend sind die durchwegs deutschen Namen der Hotels, wie beispielsweis das Hotel Schweizerhaus mit dem Café Anton. Das Woermann Haus ist ein gutes Beispiel für ein Jugendstilhaus. Darin befinden sich heute Shops und die Bibliothek. Es hat einen Turm von dem aus man eine fabelhafte Aussicht über Swakopmund und Umgebung hat. Im Büro der NWR (Betreiberorganisation der Nationalparks) haben wir uns mit allen notwendigen Infos für unsere weitere Reise versorgt. Zu unserer Freude ergatterten wir noch den letzten der sehr raren Campites in Sesriem (Düne in Soussusvlei) am 6. August. Ein echter Glückfall. Ein entspannter Tag endet bei einem Lagerfeuer und das Rauschen der Wellen sorgt für den passenden Sound im Hintergrund.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:05 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 18. Juli 2009

Netzausfall

aus noch nicht ersichtlichem Grund (das MTC-Dataservice arbeitet noch daran) funktioniert unser Internet nicht. Bitte um Geduld, die Berichte werden nach wie vor verfasst, aber halt spaeter auf einmal hineingestellt. Geht uns gut!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 12:55 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 11. Juli 2009

Game Lodge und Thermalwasser

Bericht vom 10.7.:
Die Anib Game Lodge liegt südlich von Mariental und verfügt über insgesamt 3 Campsites. Wir hatten gebucht und daher eine der drei heiß begehrten Sites bekommen. Die Site liegt einige hunderte Meter von der Lodge entfernt und hat eine eigene Dusche und WC. Rundherum sieht man nur das für die Kalahari so typische gelbokker Gras und ein paar Bäume. Ein wahrhaft lauschiges Plätzchen. Das Pool in der Lodge war zwar recht cool, das hat uns aber nicht gestört und sonst war auch alles schwer in Ordnung. Zu unserer Freude wurden Gamedrives angeboten, bei denen auch Kinder willkommen sind. Daher haben wir den Sundowner mitmacht. Wir sind auf den typischen Gamedrive Allrad Land Rovern mit aufgebauten Sitzbänken kreuz und quer herumgefahren. Gesichtet wurden Springbok, Wild Hardebeest (Gnu), Gemsbok, Steinbok, Zebras, Vogelsträuße, usw. Der krönende Abschluss war die Sunset auf einer Sanddüne. Die Kinder waren rundum begeistert und haben sich gleich die Düne hinuntergeworfen. Die rasende Fahrt mit dem Allrad, die Tiere und abschließend noch das Herumpurzeln auf den Sanddünen waren ganz nach ihrem Geschmack. Ein unheimlich beeindruckender Sternenhimmel (der Mond ist erst ca. 2 Std. nach Sonnenuntergang imposant aufgeganen) und ein Lagerfeuer haben den Tag abgerundet. Einfach perfekt.
Nach einer ruhigen Nacht ging es weiter Richtung Windhoek. Da das Wasser in der Lodge für die Kinder zu kalt war haben wir ihnen versprochen eine Therme anzusteuern. Die Reha Therme ca. 80 Kilometer vor Windhok wurde 1985 eröffnet und hat schon bessere Zeiten gesehen. Viel investiert wurde seither nicht und die an sich tolle Anlage mit großem Außenpool und einem ansehnlichen Indoorpool ist eher unter die Kategorie abenteuerlich einzustufen. Solche Anlagen sind auch ein typischer Teil von Afrika. Die Kinder sind happy und wir heben einen gemütlichen Nachmittag verbracht. Morgen geht’s weiter nach Windhoek und wir sind schon gespannt was uns dort erwartet.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:46 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 8. Juli 2009

Geisterstadt und Präsident

Die dritte Panne haben wir gut überstanden und unser Womo wurde wieder flott gemacht. Der Grund des ganzen Zirkus war ziemlich ärgerlich. Der Pluspol der Starterbatterie ist aufgrund eines Relais für die ganzen Nebenverbraucher mit einer Plastikhülle eingepackt. Diese wurde offensichtlich noch nie zuvor geöffnet bzw. der Pol geschmiert. Die ganze Halterung war extrem verrosten und ist oxidiert. Die Verbindung hat demnach keinen Kontakt mehr und wir konnten nicht starten. Ein Austausch war notwendig. Wir hatte anlässlich einer Zwischenwartung in Kapstadt noch extra gebeten die Starterbatterie zu überprüfen, nachdem die beiden Nebenverbraucherbatterien defekt waren. Es wurde bei der Zwischenwartung angeblich viel gemacht, aber das halt offenbar nicht!
Aber nun wieder zu den positiven Dingen. Aufgrund der Probleme mit dem Womo haben wir unsere Tour umgestellt. Im Moment möchten wir lieber nicht im Namibischen Niemandsland auf hunderten Kilometern Schotterstraßen herumfahren. So haben wir Keetmanshoop mit dem nahegelegenen Köcherbaumwald als nächste Station ausgewählt. Zuvor gab es noch einen Zwischenstopp in Kollmannskop. Das ist eine Geisterstadt in der Nähe von Lüderitz. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurden Diamanten frei herumliegend gefunden. Daraufhin wurde ein großer Streifen(ca. 1/2-te der Küste Namibias 100 km ins Landesinnere) zum Sperrgebiet erklärt. Firmen sammelten die Diamanten ein und es entstand ein unermesslicher Reichtum. Kollmanskop wurde Anfang 1900 inmitten der Wüste als Ausgangspunkt für die Diamantensuche gegründet. In die Infrastruktur ist Geld ohne Ende geflossen. Es wurde tolle Häuser, ein Turnhalle, ein riesiges Krankenhaus gebaut. Die modernste Eismaschine mit eigenem Elektrizitätswerk im Nahe gelegenen Lüderitz, und alle was zu dieser Zeit gut und teuer war wurde von Deutschland aus dort hin geschifft. Als der Abbau unrentabel wurde, wurde Kollmanskop verlassen. Die Häuser wurden einfach zugesperrt und standen so viel Jahrzehnte leer herum. Vor einigen Jahren, als sich Nachkommen für die Geschichte ihrer Vorfahren zu interessieren begannen fiel auf, wie gut eigentlich noch alles in Schuss war und man hat versucht dies touristisch zu nutzen. Inzwischen hat sich die Wüste wieder einen Teil der Bauten begonnen zurückzuholen, aber man kann das damalige – Deutsche – Leben erahnen. Es fallen einem immer wieder deutschsprachige Details auf, wie beispielsweise die Aufschrift „Gut Holz“ im Kegelklub, die „Fiebertafel“ im Krankenhaus, etc.
Übernachtet haben wir dann im Köcherbaumwald. Davor haben wir noch eine Gepardenfütterung miterlebt. Die mutige Eva hat sogar den Geparden gestreichelt. Jürgen wollte nicht und die Kinder durften nicht hinein – auch hier werden sie von den wilden Tieren eher als Nahrungsmittel gesehen. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang und Vollmondaufgang konnten wir noch den Köcherbaumwald inspizieren.
An nächsten Tag wurde dann noch die nahe gelegenen Steinsformationen besichtigt. Diese haben den treffenden Namen Spielplatz der Riesen. Sie sind ideal zum Klettern und zum gemeinsamen Figuren erraten. Der Naute Damm in der Nähe von Mariental ist der heute Übernachtungsplatz. Als wir bei der Reception eincheckten fielen uns aufgebrachte Touristen auf. Ihre Unterkunft wurde kurzfristig storniert, denn der Namibische Präsident hatte sich angesagt. Ersatz war offensichtlich nicht vorgesehen. Die Campsite ist kein Problem, denn im Unterschied zum Gadaffi ist der Namibische Präsident offensichtlich kein aktiver Camper. Weiterfahren durften wir jedensfalls noch nicht, eine freundliche übergewichtige Einheimische mit Maschinenpistole hatte die richtigen Argumente. Das hat aber gar nicht gestört, den vom Womo aus haben wir die Hubschrauberlandung samt Securityvorkehrungen und Begrüßungszeremonie aus dem Womo direkt beobachten und festhalten können. Wir mussten auch feststellen, dass der ‚Präsident nicht unweit von uns wohnt. Beim Erkundungsgang von Kilian und Jürgen wurde diese beim Schnitzen auf der einzig sauberen Bank der nahe gelegenen Bungalows bestimmt gebeten sich zu entfernen. Auf die Frage warum, war die Gegenfrage „ You ask why???“ Dies wurde von Jürgen bestätigt und dann die Auskunft erhalten, dass „his Excelency will be here“. Wir fühlen uns hier auf der Campsite außerordentlich gut bewacht. Die Security ist mit bloßem Auge erkennbar und von unserem Lagerfeueraus haben wir die „Präsidentensuite“ gut im Auge. Die zahlreichen umliegenden Bungalows sind nicht besetzt! Falls es jemand nicht weiß, der aktuelle Präsident von Namibia heißt: Hifikepunye Pohamba. Mal sehen was sich in staatlichen Angelegenheiten heute noch so tut.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:12 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 6. Juli 2009

Halifax und „Faxen“

Irgendwie scheint es mit Namibia nicht so klappen zu wollen. Innerhalb einer Woche haben wir die 3. Panne, der Wäscheberg ist ansehnlich (die Campingplätze hier sind im Gegensatz zu SA nicht mit Waschmaschinen ausgestattet und das seltene örtliche Laundryservice hat stattliche 200 Dollar – 18 Euro – pro Kilo gewaschene und gebügelte Wäsche haben wollen) – irgendwie haben wir Anlaufschwierigkeiten.
Es gibt aber auch viel Positives zu berichten: abgesehen von der traumhaften Lage unserer Campsite, beispielsweise unsere gestrige Bootsfahrt in Richtung ‚Diaz Point und das Naturschutzgebiet auf der Halifax Insel im Diamanten Sperrgebiet. Beim Frühstück waren wir noch nicht sicher, ob wir fahren können, denn es lag alles im Nebel. Bis wir aber losgefahren sind hat sich der Nebel gelichtet und übrig blieb eine mystische Stimmung. Vom Boot aus sieht die ganze Küste sandig, schroff und sehr spannend aus. Zuerst sind wir an einer verlassenen Wahlfangstation der Norweger vorbeigeschippert, dann um den Diaz Point herum zu der Pinguinkolonie auf der Halifax Insel. Auf dem Weg dorthin haben uns zur Freude der Buben Delfine begleitet und konnten wir Seehunde auf einem Felsen beobachten. Die Pinguinkolonie liegt direkt neben einer verlassenen Guano-Sammelstelle (eine Art Nitrat), die ganze Szenerie erinnert an einen Geisterfilm.
Das im Anschluss an die Fahrt geplante Mittagessen im Hafenfischlokal musste ausfallen, da Lüderitz am Sonntag absolut tot ist. Das Alternativprogramm fiel aufgrund der Panne 2 aus. Das Programm für heute wurde aufgrund der Panne 3 auf morgen verschoben. Bericht folgt!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:27 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 4. Juli 2009

Wildpferde und Lüderitz

Über Schotterstraßen in mehr (wo der Greder gerade gefahren war) oder weniger gutem Zustand ging es weiter in Richtung Seeheim. Da ist so eine Mini Ortschaft mit einem Hotel. Dieses wechselt laufend den Besitzer, denn in Seeheim sagen sich Fuchs und Haase Gute Nacht. Dort sind wir dann wieder auf eine Asphaltstraße gebogen, die nach Lüderitz führt. Dabei ist uns das passiert, was hier ziemlich ins Auge gehen kann und wir im letzten Bericht thematisiert haben, wir haben nicht rechtzeitig getankt. Laut unserer Karte sollt in einem Miniort ca. 110 Kilometer vor Aus; dem Ziel dieses Tages, ein Tankstelle sein. Dem war aber nicht so und wir haben uns auch gespart nachzufragen, denn unser Boardcomputer hat eine Reichweite von 165 km angezeigt. Die Anzeige am Computer hat sich aber während der Fahrt kurzfristig verändert. Auf halbem Weg war die Reichweite nur mehr 56 km. Wir haben dann die Fahrtgeschwindigkeit drastisch reduziert und die Klimaanlage abgeschaltet. Die Anzeige wurde immer unangenehmer und zuletzt wurden Bergabpassagen nur mehr rollend zurückgelegt. Auf den letzten Kilometern gab es mehr Spannung als uns lieb war. Die Tankstelle wurde doch erreicht und bei einem 70 Liter Tank passten 68 Koma irgendwas Liter hinein. Großes Durchatmen!
Die von uns ausgewählte Campsite war voll besetzt, da derzeit nicht nur die Südafrikaner sondern auch die Namibier Sommerferien haben, und da wir nach den Schotterpisten und der Spannung nicht mehr in Fahrlaune ware,n haben wir die Campsite direkt im „Zentrum“ von AUS (wird von der Tankstelle betrieben und war vermutlich das frühere Mechanikergelände) bezogen. Wir waren nicht so begeistert, die Jungs waren aber aus dem Häuschen, denn der Sand-/Erdboden dort war für sie wie eine Riesensandkiste. Einen weiteren Vorteil hatte das Ganze auch noch, denn wir waren nicht weit vom „Bahnhof Hotel“ weg und so konnten wir noch unsere ersten (und sicher nicht die letzten) namibischen Fassbiere kosten. In Südafrika sind Fassbiere eine absolute Rarität, umso besser schmeckte das Bier. Die Kinder haben auch auf den Barhockern Platz genommen und waren schwer begeistert, als die im Fernsehen laufenden Musikvideos kurzer Hand durch den Kinderkanal ersetzt wurden.
Am nächten Tag haben wir uns die Wildpferde von Garup angeschaut. Mitten in der Wüste leben die Pferde nun schon seit ca. 100 Jahren. Zu Beginn des 20 Jahrhunderts sind die damaligen Kavaleriepferde bei einem Bombenangriff ausgebüchst und haben sich an die kargen Verhältnisse in der Namib perfekt angepasst. Wir haben die Herden ausgiebig beobachtet und sind dann weiter nach Lüderitz gefahren. Die Fahrt dorthin ist sehenswert. Zuerst endlose lange Geraden und einigen Kilometer vor Lüderitz fährt man mitten durch Sanddünen. Kurz vor Lüderitz sieht man noch die Geisterstadt Kolmanskop und erreicht dann Lüderitz. Lüderitz machte einen ersten netten Eindruck. Die moderne Waterfront; von Deutschland finanziert, kommt zwar bei Weitem nicht an das Vorbild in Kapstadt heran. Das sich dort befindliche Seafood Restaurantt ist aber 1A. Bestens gestärkt haben die Jungs dann noch am Meer gespielt, bevor wir die auf einer Halbinsel vor Lüderitz befindliche Campsite aufgesucht haben; beste Lage direkt am Meer.
Lüderitz ist ein Ort voller Überraschungen. Das erst was einem bei einem Spaziergang auffällt sind die in Deutsch gehaltenen Straßenschilder. Es gibt beispielsweise die Nachtigalstraße, den Hohen Weg, oder die Ufer Straße. Viele Unternehmen haben deutsche Namen und in den Restaurants wird Eisbein und Wienerschnitzel angeboten. Die Namibische „Allgemeine Zeitung „ ist sehr beliebt, die seit über 90 Jahren in deutscher Sprache als Tageszeitung erscheint und mit der Auflage von 6000 Stück fast alle deutschsprachigen Namibier erreicht. Sie ist ganz lustig zu lesen. Die Gebäude in Lüderitz reichen von Jugendstilhäusern, über die typisch afrikanischen einfachen Häuser mit bunter Fassade bis zu Fabriksruinen, die von der Blütezeit von Lüderitz zeugen. Die Felsenkirche und das Goerke Haus haben wir heute auch besucht. An der Campsite ist neben dem Leuchtturm auch eine Gedenktafel an Adolf Lüderitz, dem Gründer und Namensgeber dieser Stadt. Diese ist natürlich in Deutsch und wurde von den Kaufleuten der Hansestadt Bremen gestiftet. Irgendwie fühlt man sich eher wie in einer Filmkulisse und wir haben uns mehrmals gedacht, dass das Ganze nicht wirklich wahr sein kann; hier im südlichen Afrika mitten in einer Sanddünenlandschaft. Ein ganz interessantes Detail haben wir noch in der Zeitung gelesen, nämlich dass ein Deutscher seit Dezember in Schubhaft sitzt und auf seine Anhörung wartet, ob er in Namibia bleiben darf.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:06 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 4. Juli 2009

Canyon und warme Quellen

(Bericht vom 1.7.).: Unser erster Tag in Namibia war echt toll. Nach einem gemütlichen Frühstück in der Game Lodge fuhren wir in die erste größere Ortschaft Karasburg, um aufzutanken, einzukaufen und uns mit Namibischen Dollar auszustatten. In Namibia sind Rand und namibische Dollar als Zahlungsmittel gültig. Der Kurs des Dollars ist 1 zu 1 zum Rand. Das Gebiet ist nur sehr dünn besiedelt und das Tankstellennetz ebenso dünn. Das heißt immer rechtzeitig auftanken. Das Handy funktioniert nur im Umkreis größere Städte; weniger als 20% Netzabdeckung. Deshalb werden wir unsere Berichte nicht sofort ins Netz stellen können. In Namibia gibt es Großteils Schotterstraßen, nur die Hauptverbindungen sind asphaltiert. Wir sind über eine Schotterpiste „zig“-km zum Fish River Canyon gefahren. Dieser Canyon ist der 2.-größte der Welt. Der Weg dorthin war rumplig und staubig, doch der erste Blick beim Aussichtspunkt völlig überwältigend. Die Landschaft im gleichnamigen NP ist unwirklich und schön. Das einzige was mit den NP in SA zu vergleichen ist, sind die Eintrittspreise. Hier gibt es nicht einmal eine Karte über den NP, Hinweisschilder wo man sich gerade befindet, oder Mistkübel an den sicher einmal sehr schönen Aussichtspunkten. Die Schilder im NP haben Altertumswert und sind kaum lesbar und der Straßenzustand ist grenzwertig. Der Führer, der uns vor der staatlichen Campsite beim Eingang (Gate) des NPs gewarnt hat, ist richtig gelegen. Der Rest ist aber einfach genial. Die Felsen sind in den verschiedensten Ockertönen schichtig aufgebaut und weit unten schlängelt sich der Fish River in seinen Blau- und Grüntönen meanderförmig dahin. Man kann sich da einfach nicht sattsehen. Nach dem Mittagessen sind wir noch einige Aussichtspunkte angefahren. Wir waren einfach hin und hergerissen.
Gegen Abend wollten wir noch zu einem weiter südlich gelegen Teil des NP nach Ais Ais, in dem es Thermalquellen und ein Bad gibt. Was uns der Besitzer dem Game Lodge schon prophezeit hatte wurde uns am Gate bestätigt, nämlich dort ist alles eine Baustelle. Geöffnet hätte das neue Bad (das Alte hat auf Ansichtskarten auch ganz gut ausgesehen) bereits seit Dezember sein sollen. Letztveröffentlichter Termin ist 10.7. Der Guide, der gerade aus Ais-Ais gekommen ist hat gemeint, dass der Weg bis dahin noch weit ist und der Präsident sich am 10. sicher etwas anderes vornehmen kann. Eine Fahrt dorthin hat ergo dessen keinen Sinn. So haben wir eine nahegelegene Campsite angesteuert und einen absolut perfekten Platz bekommen. Das Feuer brennt und wir stoßen auf einen gelungenen ersten Tag in Namibia an.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:05 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Kühler und Namibia

(Bericht vom 29.6.).: Im Augrabies NP haben wir noch einen Taglänger verbracht und eine Wanderung unternommen. Die Kids sind den durchaus anspruchsvollen 5km Trail brav marschiert. Es gab auch genug zu entdecken. Ein Klipspringer, jede Menge Felsen und Pflanzen, und Baboons. Einen Teil muss man durch einen Fluss watend passieren. Für die Geher (2) war das recht kühl, für die Rückensitzer (2) sehr angenehm. Zurück im Camp gab es zur Belohnung Wienerschnitzel. So hatten alle noch genügend Kraft um zu den Wasserfällen zum Sonnenuntergang zu spazieren. Für Mama und Papa gab es Castle Milk Stout und für die Kinder und die zahlreichen Eidechsen gab es Chips. So waren alle zufrieden.
Ein weiteres Beispiel für die freundliche, hilfsbereite Art der SA haben wir noch erlebt. Nachdem wir zu Beginn unserer Reise ein SA Roadatlas gekauft hatte, dessen Qualität absolut katastrophal war wollte Jürgen auf Nummer sichre gehen und hat den Campsite-Nachbarn um Rat gefragt, welcher Atlas für Namibia geeignet ist. Er hat uns am Vortag erzählt, dass er seinen Trip nach Namibia seit 2 Jahren geplant hat; da muss er es wohl wissen. Er hat dann darauf bestanden, dass ich seine Karte nehme, sein Kumpel hat eh noch eine meinte er. Kurze Zeit später ist er noch mit einem Roadatlas gekommen und wollt ihn uns auch geben. Dies ist eines von zahlreichen positiven Erlebnissen mit den Menschen in SA; sie sind freundlich, niemals aufdringlich und scheinen es sehr zu begrüßen, wenn Ausländer (zurecht) SA loben. Wir haben sehr viele erfahrene Camper getroffen. Die Tipps die wir von ihnen bekommen haben, haben unsere Reise sehr bereichert.
Am nächsten Tag wollen wir nach Upington fahren und noch ein letztes Mal SA Weine zu verkosten und uns mit allem Notwendigen für Namibia einzudecken. Wir sind aber nicht einmal 20 Kilometer weit gekommen. Dann hat ein rotes Licht beim Womo aufgeleuchtet. Der Text Check Cooling Water stand am Display. Der Computer des Womos hat schon so Manches angezeigt, sodass Jürgen anfangs nicht wirklich beunruhigt und eigentlich nur um nachzusehen, ob eh nix ist angehalten hat. Doch diesmal hatte der Boardcompute recht. Der Kühlwassertank war leer. Danach wurde er mit vereinten Kräften alle 1000m mit unserem Trinkwasservorrat gefüllt, denn nach wenigen Metern war wieder nix drinnen und der Bordcomputer hat gewarnt. Das einzig Positive an der Misere war der Ort an dem es passiert ist, nämlich 4 Kilometer vor einer Ortschaft. Im Schritttempo mit jeder Menge Nachfüllstopps sind wir dann angekommen. Eine sehr „einfache“ Werkstadt gab es dort. Bereitwillig hat man sich dort unserer Sache angenommen. Glücklicherweise war es nur ein Schlauch der geborsten ist und das sollte machbar sein. Aber schnell geht dort gar nix. Dann war einmal Mittagpause. Am Nachmittag war der einzige Mechaniker, dem der Chef so eine Reparatur zutrauen konnte (der Schlauchbefand sich nämlich an einer sehr unzugänglichen Stelle) nicht erschienen. Nach längerer Wartezeit ist er dann doch aufgetaucht und unser Problem wurde behoben. Während der vielen Stunden die wir warten mussten waren die Kinder gut unterhalten. Sie haben die unzähligen Dinge die herumstanden zu Spielzwecken genutzt. Highlight war ein Traktor, aber auch die Öltöpfe waren interessant, und so durfte ein Spielzeug Elefant von Kris baden gehen. Kilian wollte ihm dann helfen und hat versucht ihn im Womo-Bad sauberzuwaschen, …. (das Bad hatte Eva vor der Abfahrt von den Wasserfällen generalgereinigt, …)! Ein Farmer und seine Frau, die auch auf eine Reparatur gewartet haben, haben uns inzwischen viel Interessantes über die Region und die Landwirtschaft berichtet. Gegen Abend waren wir dann wieder fahrbereit und haben auch wirklich unser Ziel Upington erreicht. Den letzten Tag in SA hatten wir uns anders vorgestellt aber alles in allem hätte es auch blöder kommen können.
Am nächsten Tag wollten wir dann einfach weg und sind gleich nach dem Frühstück Richtung Grenze aufgebrochen. Der Grenzübertritt ist mehr oder weniger problemlos. Es ist zwar lästig von Schalter zu Schalter zu pilgern um aus- bzw. einige Kilometer weiter einreisen zu können, aber im Warten waren wir ja schon erprobt. Die R 380,–, die als Wegenetzbeitrag für die Straßen (hauptsächlich Schotter) eingehoben werden, haben wir auch noch Kopfschüttelnd bezahlt. In einer Game Lodge war unser Nachtquartier. Der Ausblick in die scheinbar unendliche Weite dieser wüstenähnlichen Landschaft und die Ruhe bzw. die unzähligen Stern über uns genießen wir nach dem spannenden Tagen zuvor sehr.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:01 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 27. Juni 2009

Wasserfall und Klipspringer

Die Augrabies Falls sind die 6. größten Wasserfälle der Welt und waren Ziel unsere heutigen Fahrt. Zuvor stand noch der Viehmarkt von Pofadder auf dem Programm. Vormittags war dort alles noch sehr ruhig. Die Tiere waren noch nicht angekommen, aber das Wichtigste – der Braai – wurde bereits eingeheizt. Wir wollten dann nicht lange warten und sind nach einer kurzen Erkundigungstour weiter gefahren.
Zu Mittag waren wir dann am Gate beim Augrabies NP und haben uns an der Campsite mit einem Braai gestärkt. Die 300 Meter zum Wasserfall waren dann kein Problem mehr. Über einen Boardwalk gelangt man zu mehreren Aussichtpunkten, um das ganze Schauspiel gut erleben zu können. Von dort kann man die gewaltigen Wassermassen begutachten, die mit Getose in die Tiefe stürzen. Die Kraft der Wassermassen ist beeindruckend. Früher konnte unmittelbar bis zum Wasser heran spazieren. Einige Touristen sind ins Wasser hineingefallen, was sich für ihre Gesundheit negativ ausgewirkt hat. Heute ist alle bestens erschlossen und toll zu besichtigen. Beeindruckend ist auch der Bauchumfang der Klippschliefer (Murmeln), das Farbenspiel der Eidechsen und die Fische, die zwischen den Stromschnellen an der Wasseroberfläche vermutlich die Insekten fressen.
Danach haben wir noch einen Game Drive durch den NP unternommen. Wirklich spektakuläres Game gibt es dort nicht. Der Sichtung zweier Klipspringer haben wir sehr begrüßt, da wir wieder eine Tierart in unserem Tierbuch (die Anzahl der bereits entdeckten Tiere ist schon ganz ansehnlich) abhacken konnten. Einige Gemsböcke und jede Menge kleiner Tiere wie Eichhörnchen und ähnliches Kleinvieh gibt es noch dazu. Fazit (Jürgen): ein interessanter Drive durch mondähnliche felsige Landschaft im Abendlicht.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:13 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 26. Juni 2009

Gemsbock und Pofadder

Die Entscheidung die Zederberge zu verlassen war richtig, denn am nächsten Tag waren die Straßen in den Zederbergern alle gesperrt, nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte. In Lambert`s Bay hat es zwar auch geregnet, aber das war nicht so schlimm. Bei Regen und Wind sind wir dann zur Tölpelkolonie gefahren. Diese liegt auf einer Halbinsel, die inmitten von Lambert`s Bay gelegen, heute ein Naturschutzgebiet mit Birdhide und allem was dazu gehört ist. Die Massen an Tölpel, die dort in der Saison brüten, haben wir nur auf Fotos gesehen, denn der Großteil ist zu dieser Jahreszeit (Winter) nicht zugegen. Einige haben dann doch vorbeigeschaut, und ein paar Seehunde und viele Möwen und Cormorane waren auch noch da. Das ganze war OK, denn die besten Meeresbewohner gibt es in Lambert`s Bay bei Isabellas Seafood Restaurant.
Dann ging es weiter über einen mautpflichtigen Eisenbahnbegleitweg (spart zwar km aber nicht Reisezeit) mit relativ tiefem Boden nach Strandfontaine. Die Stadt machte eher einen eingeschlafenen Eindruck. Die Campsite liegt sehr zentral mit einem genialen Blick auf die Coastline. Nachdem wir am nächsten Morgen bei Sonnenschein aufgewacht sind, haben wir uns entschlossen noch eine Nacht zu bleiben. Schließlich ist es unser letzter Küstenaufenthalt, bevor wir nach Namibia fahren. Jürgens Abschieds-Angelversuch blieb ohne durchschlagenden Erfolg, dennoch war es echt schön dort.
Danach wurde Kurs nach Norden zum Namaqualand genommen. Nicht ohne jedoch noch zuvor eine Weinkellerei (Namaqua Wines)zu besuchen, denn die Weine aus dieser Region kannten wir noch nicht. Die verkosteten Weine waren eher durchschnittlich (es werden Massen produziert und auch in Kartons abgefüllt, die hochpreisigen Weine standen nicht zur Verkostung), überdurchschnittlich war das Restaurant dort. Abgesehen von den Fischen bisher sicher der kulinarische Highlight unserer Reise. Den Kindern hat der Kinderwein (Traubensauft) in Rot und Weiß besonders gemundet. Gut gestärkt haben wir dann Springbok, das Zentrum im Namaqualand erreicht. Bekannt ist dieses Gebiet für die vielen Wildblumen die es hier im Frühjahr gibt. Ansonsten ist die Landschaft eher karg und trocken. Es wurden in diesem Gebiet auch Bodenaschätzen gefunden, hauptsächlich Kupfer.
So stand am nächsten Tag der Besuch des Bergwerkmuseums am Programm. Ein echt schönes Museum (mit einer unglaublichen Einrittsgebühr von R 1,– pro Person, umgerechnet rd. 9 Cent)mit vielen alten Dingen, die zum Abbau gebracht wurden, u.a. die alte Dampflok, die den Rohstoff zum Hafen an der Küste (North Pollock) brachte. Nach einem Kurzbesuch beim Namaquamuseum; in einer alten Synagoge untergebracht; ging es weiter zum Geogap Nature Reserve. Dort begann es sensationell gut, denn unmittelbar nach dem Gate wurden Gemsböcke gesichtet. Diese hatten wir bei unseren bisherigen Game Drives nie zu Gesicht bekommen. Wir haben den Wildblumengarten inspiziert und ein gemütlichen Nachmittag verbracht. Zur Zeit ist alles eher ruhig, denn es blühen noch nicht allzu viele Blumen. Wenn man ein bisserl herumschaut kann man schon einige Blüten in den verschiedensten Farben finden. Es lässt sich erahnen was da im Frühling los ist. Da die Campsite dort keinen Strom hat und bei den recht tiefen Temperaturen in der Nacht (ca. 2 Grad) unser Heizstrahler mittlerweile zu einem sehr wichtigen Ausrüstungsgegenstand geworden ist, konnten wir nicht bleiben. Das Gate schloss schon um 16:00 Uhr und da haben wir uns auf den Weg in Richtung Augrabies Falls gemacht. In einer Ortschaft mit dem sinnigen Namen Pofadder (Puffotter) ist unser heutiges Nachtlager. Uns hat sich dabei schon die Frage gestellt warum sich eine Ortschaft nach der gefährlichsten Schlange in SA benennt. Vielleicht wimmelt es da von den Viechern. Wir wurden dann aufgeklärt, dass die ersten Siedler Pofadder hießen und unsere Sorge unberechtigt war. Auch haben wir erfahren, dass am nächsten Tag in Pofadder ein großes Spektakel mit Schafmarkt und Prämierungen, und Pferderennen am Programm steht. Wir sind schon gespannt wie das wird. Bericht folgt.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:54 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 22. Juni 2009

Rotbusch und Regen

The Baths ist eine Therme, deren Nutzen schon im 18 Jahrhundert entdeckt wurde. Die Thermen wurden damals schon erschlossen und sind nach wie vor sehr beliebt. In einem schmalen Tal wurde eine Schotterstraße neben dem Bach gebaut. Entlang der Schotterstraße sind Campsites angelegt. Der Bach führt heißes Thermalwasser und in den Pools kann man sich einfach reinsetzen und hat seine eigenes Thermalbecken. Natürlich gibt es auch ein großes Becken mit Thermalwasser und ein Kaltwasserbecken. Die beiden Tage waren ein echt entspannendes Erlebnis. Erleichtert wurde unsere Abreise heute durch starken Regen. Wir sind aber nicht gefahren, ohne nicht nochmals ins Pool gejumpt und von allen Seiten (auch oben) nass geworden zu sein.
Anschließend haben wir heute in Clanwilliam jene Firma besucht, die 70% des weltweit produzierten Rotbuschtees herstellt. Die Zederberge sind eine ideales Gebiet für den Anbau von Rotbuschtee. Wir sind jetzt echte Rotbuschprofis in Theorie und Praxis. Danach haben wir noch bei einer Schuhmanufaktur, die handgemachte Schuhe verkauft, gestoppt. Jürgen hatte gehofft, dass man dort maßnehmen lassen kann. Irrtum, es gibt da relativ einfach Schuhe (angeblich auch welche mit Sohlen aus alten Autoreifen), die als nicht brauchbar qualifiziert und daher auch nicht angekauft wurden. Inzwischen war die Sonne wieder draußen und wir haben uns nach Algeria, das liegt inmitten der Zederberge, in Bewegung gesetzt. Über kilometerlange Schotterstraßen haben wir es dann erreicht. Der Obernaturschützer am Stützpunkt in Algeria hat nur gemeint, dass er gerade eine Wetterwarnung erhalten hat, mit unserem Womo die Übernachtung zwar kein Problem sein dürfte, aber ob wir morgen die Schotterstraße zurück passieren werden können, könne er nicht sagen. Die starke Regenfälle, die plötzlich während unseres Diskussion mit dem Obernaturschützer eingesetzt haben, könnten auch zu einem ungewollt langen Aufenthalt führen, wenn nämlich die Pegele der Flüsse ansteigen und die Brücken, die wir am Weg passiert haben unpassierbar machen.
Wir haben dann die Kehrtwendung gemacht und Lamberts Bay ins Visier genommen. Lamberts Bay ist eine Hafenstadt und bekannt für ihre Kaptölpel Kolonie. Die dortige Capesite haben wir noch vor Einbruch der Dunkelheit erreicht. Begrüßt haben uns zwar die letzten Sonnenstrahlen, aber auch ein enormer Wind, sodass wir freiwillig auf die Campsites direkt am Meer verzichtet haben. Nun sitzen wir in einem leicht wind-geschaukelten Womo und genießen das Meeresrauschen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:19 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Fischer und Fische

(Bericht vom 20.6. aufgrund von mangelhafter Netzabdeckung – The Baths ist wirklich ein Ort zum „Erholen“)
Auf dem Weg von Langebaan nach Paternoster haben wir uns einen Fossilien Park angeschaut. Dort sind in einer ehemaligen Abbaustätte irgendeines Rohstoffes laufend unzählige fossile Knochen gefunden worden, was aber 20 Jahre lang niemanden irgendwie „besonders aufgefallen“ist. Erst nach Auflösung der Abbaustätte sind hier Grabungen durchgeführt worden und ist ein Fossilien Park entstanden. Man kann die Ausgrabungsstätten besichtigen und erfährt allerhand Interessantes über Tiere, die vor ca. 5 Mio. Jahren gelebt haben und großteils schon lange ausgestorben sind.
Paternoster ist ein kleiner Fischerort nahe Langebaan. Die Häuser sind dort alle einheitlich – weiß gefärbelt mit Flachdach. Im nahegelegenen Nature Reserve haben wir unser Nachtquartier gefunden. Dort gibt es eine atemberaubende Küstenlandschaft, unzähligen Muscheln (aus denen früher in Steinöfen Zement gemacht wurde), eine mächtige Brandung, sowie den letzen bemannten Leuchtturm in SA.
Am nächsten Tag haben wir uns dann Paternoster aus der Nähe angeschaut. Am Sandstrand herrscht, wenn die Fischer mit ihren kleinen Holzbooten (jeweils 2 Mann Besatzung) von ihren Fangtouren zurückkehren, geschäftiges Treiben. Sie fahren dabei den Sandstrand rasch an, um im letzten Moment ihren Motor hochzuklappen und am Beach zum Stehen zu kommen. Ein alter Geländewagen ist dann zur Stelle und zieht sie mit Schwung hinaus. 30 bis 40 solcher Boote in bunten Farben lagern am Strand. Es treffen sich dort dann Leute aller Altersgruppen (gerade erst gehend bis gerade noch gehend), interessiert beobachtend, fluggs arbeitend, kaufwillig, tratschend, …. Mit den Besatzungen und den sonstigen Leuten, die dort herumstehen, ist mächtig was los. Ein echtes Spektakel. Die Fänge die aus den Booten geladen wurden waren aber weniger spektakulär. Boote, die 2 bis 3 große Fische geladen hatten zählten schon zu den erfolgreicheren. Uns hat es jedenfalls gut gefallen und da es uns im Natur Reservat auch gut gefallen hatte, haben wir eine weitere Nacht dort angehängt. Besonders beeindruckend war der Sternenhimmel, unzählige Sterne waren in dieser klaren Nacht zu sehen. Mittlerweile haben wir auch schon gecheckt wie das Southern Cross aussieht und zu deuten ist und es war in dieser Nacht sehr klar zu sehen.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Langebaan, zum kulinarischen Highlight unserer Reise. Es gibt an der Westküste sogenannte Open Air Fischrestaurants. Diese liegen direkt am Strand und bestehen aus vielen Feuerstellen und Tischen rundherum. Alles auf urig getrimmt. Das von uns auserwählte Restaurant trug den Namen „Strandlooper “ und bietet ein 10 gängiges Fischmenü an. Die Getränke und ein entsprechender Hunger müssen mitgebracht werden; beides kein Problem. Einheimische bereiten die für die Westküste typischen Fischgerichte traditionell zu. Dazu gibt es ebenso an Ort und Stelle gebackenes Brot. Begonnen hat alles mit einer Muschelsuppe, um dann über ein Paella und vielen verschiedenen gegrillten Fischen zu Eintöpfen und den abschließenden Hummer zu gelangen. Das ganze dauert 3 Stunden und ist an einem sonnigen Tag ein angenehmes Erlebnis. Wir hatten sogar das Glück einen der (angeblich) 14 windfreien Tage im Jahr zu erwischen. Die Kinder können dort frei im Sand herumspielen und die Atmosphäre kann entspannter nicht sein. Ein, am Ende schon recht angetrunkener, Gitarrenspieler sorgte für die musikalische Untermalung. Wir waren dann angefuttert und rundum zufrieden, als wir beschlossen noch ein Stück weiter Richtung Zederberge zu fahren. In einer Therme im Citrusdal am Fuße der Zederberge mit dem Namen „The Baths“ haben wir abends noch ein heißes Bad genommen und so den Tag herrlich ausklingen lassen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:17 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 17. Juni 2009

Octopus Security und Schifffswrack

Der West Coast National Park, unser heutiges Ziel, beginnt ca. 80 Kilometer nördlich von Kapstadt und umfasst einen Streifen der Küste sowie das dazugehörige Hinterland samt einer Lagune. Game gibt es eher wenig, dafür kann man eine Vielzahl von Vögeln beobachten und den Strand nach gestrandeten Meeresbewohnern (tot und lebendig) absuchen. Nachdem in der Lagune ein gestrandeter Oktopus (lebend) gefunden wurde hat sich das Octopus Security Team spontan gebildet und ist umgehen zur Tat geschritten. Das Team besteht aus den beiden Chiefs Kilian und Kristian und dem Deputy Jürgen, als ausführendes Organ. Nachdem vom Chief Kilian festgestellt wurde, dass sich der Oktopus ja noch bewegt ist der Deputy mit einem Stecken ausgerückt und hat das Tier umgehend wieder ins tiefe Wasser zurückverfrachtet. So konnte der Oktopus gerettet werden, auch in der Hoffnung, dass er sich noch zahlreich reproduziert und für ausreichend Calamarinachwuchs sorgen wird.
Nach dieser aufregenden Aktion haben wir noch gespeist und sind dann zu einem Strand am offenen Meer weitergefahren. Dort gab es neben Dünen, die in den Sandstrand übergehen, auch noch ein Schiffswrack. Der Weg dorthin war weit, doch die Kinder haben ihn gut gemeistert. Es wurden allerhand Dinge am Strand gefunden, u.a. vier tote Seehunde und sonst noch Getier (nicht immer ganz identifizierbar). Das Wrack ist ziemlich groß, jedoch liegt es schon lange hier und ist teilweise schon gut durchgerostet. Der Anblick aus der Ferne erinnert an ein Geisterschiff. Nach mehr als 2 Stunden waren wir wieder beim Womo und mussten uns dann sputen um noch rechtzeitig zum Gate, welches kurz nach Sonnenuntergang um 18 Uhr schließt, zu gelangen. Danach ging es nach Langebaan zur Campsite.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:28 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Neuere PostsÄltere Posts
Dienstag, 16. Juni 2009

Kinderwein und golden Cake

Nach zwei entspannenden Badetagen am Warmwaterberg haben wir uns wieder in Bewegung gesetzt. Beim nächsten Thermalpark, dem Godini Spa bei Worcester, haben wir am Campsite keinen Platz mehrbekommen. Das verlängerte Wochenende und das regnerische Wetter hat offenbar viele Camper zu den Thermen getrieben. War nicht so schlimm, denn die letzten Badetage waren intensiv und wir sind in der Nähe in Paarl untergekommen. Da es den ganzen Abend und die Nacht hindurch geregnet hat, haben wir das Womo gar nicht verlassen und sind am nächsten Tag bei demselben Wetter zur Weinverkostung gefahren.
Der Weinkellerei Fairview haben wir den ersten Besuch abgestattet. Sie existiert seit 1693 und hat eine reiche Auswahl an unterschiedlichsten Weinen, die zur Verkostung bereit stehen. Das haben wir alle vier dann gemacht. Es gab nämlich auch Kinderwein, das ist ein Rotbuschtee versetzter Traubensaft, der eine Farbe wie ein Rosewein hat. Den Kindern hat er vor allem aus einem richtigen Rotweinglas getrunken gut geschmeckt und seither gibt es jeden Abend auch einen Kinderwein zum Tagesausklang. Eva hat sich dann mit Kilians Unterstützung noch nach reiflicher Verkostung für fast alle der angebotenen Käsesorten entschieden. Vollbepackt ging es dann weiter zum Joostberg, der nächsten Kellerei. Diese war Weinmäßig eher nicht so aufregend, interessant war die Lokation – neben einem Pflanzengeschäft mit einem angeschlossenem Riesen-Greislerladen sowie Restaurant. Der Verkostungsplatz war eine keine Budel.
Zur Nächtigung haben wir uns die Campsite am Melkboestrand an der Westküste 30 km nördlich von Kapstadt ausgesucht. Die Sonne war inzwischen wieder am Himmel aufgetaucht und so war abends noch ein Braai und ein Strandspaziergang mit Muschel- und Krebsteilsammeln und Beobachten von unterschiedlichen Wasserwindsportarten möglich.
Für den nächsten Tag war eine Generalüberholung unseres Womos beim Depot der Vermietungsfirma ausgemacht. Wir haben das Womo am Vormittag hingebracht und wurden dann nach Kapstadt geführt. Dort haben wir uns das District 6 Museum angeschaut. Der District 6 war ein von „Nicht-Weißen“ besiedelter Stadtteil Nahe dem City Center von Kapstadt. Dieser wurde zur Zeit der Apartheit niedergerissen und die Bewohner zwangsumgesiedelt. Im Museum wird dieses traurige Kapitel in der Geschichte von Kapstadt aufgearbeitet. Mittlerweile wurde das Land wieder zurückgegeben, ist aber nach wie vor unbesiedelt und eine große Grünfläche.
Nahe dem District 6 Museum ist eine auffällige Bäckerei, Charlys Backery. Dies ist eine nicht nur außen bunte Konditorei, auch die unterschiedlichsten Torten und Kuchen sind kreativ in grellen Farben gehalten. Natürlich wurden diese auch entsprechend verkostet und für gut befunden. Die vergoldete Schoko-Bailys Torte war sicher der optischen Highlight. Wir sind dann noch herumspaziert und haben uns das Museum über die Sklaverei, die bis Mitte des 19 Jahrhundert im südlichen Afrika sehr verbreitet war, besichtigt.
Am späten Nachmittag haben wir dann ein runderneuertes Womo zurückbekommen. Mit dem ging es nach Yzerfontain. Dort haben wir uns–nach Empfehlung des Campwarts – wegen einer Sturmwarnung nahe der Düne in einem geschützten Bereich positioniert. So haben wir vom Sturm fast nix mitbekommen. An nächsten Tag war die Sonne wieder da, es war „Waschtag“ und einem gemütlichen Tag am Strand stand nichts mehr im Weg.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:08 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 12. Juni 2009

Warmwater und Land Rover

Wir sind mittlerweile im Waterberg SPA angelangt. Auf dem Weg dorthin haben wir noch das „de Krans“ Weingut in Carlitzdorp besucht. Dieses Weingut räumt regelmäßig Preise für seine Produkte ab. Besonders gut gelingt ihnen immer wieder der Portwein. Dieser wird im Platter seit mehreren Jahren mit 5 Sternen bewertet. Er ist wirklich ausgezeichnet (findet die Portweintrinkerin Eva).
Die Waterberg Therme hat mehrere Heißwasserbecken im Freien. Es war sogar einmal ein „Sanatorium“, wurde dann aber zu einem „bäuerlichen“ Ressort adaptiert. Jedenfalls hat es einen angenehmen urigen Charakter beibehalten. In dem ehemaligen Sanatorium gibt es eine Vielzahl von Badewannen, in denen man sich das 42 Grad warme Wasser geben kann. Zwei Freipools und ein Kaltwasserpool komplettieren eine ganz lustige Badelandschaft.
Die Landschaft herum ist eine Art Halbwüste, in der nur sehr Angepasstes wächst. Es ist toll im Pool weiken und bei sonnigem Wetter die Landschaft zu genießen. Heute haben wir eigentlich wieder weiterfahren wollen, sind aber doch geblieben, da es nach einem gemütlichen Frühstück und ausgiebigem Baden schon spät geworden ist und ein herrlich warmer und sonniger Tag war. Kris hat sogar wieder auf sein „Muskelleiberl“ (ärmelloses T-Shirt) bestanden. Außerdem waren die Buben auch sehr stark dafür noch da zu bleiben.
Jürgen ist dann mit einem alten Mann ins Gespräch gekommen. Er hat als benachbarter Farmer allerhand über die Gegend und die Geschichte der Quellen zu erzählen gewusst. Er ist dann mit uns herumspaziert und hat uns vieles über die Pflanzen der Gegend erzählt. Man kann einige davon essen, andere wieder werden zur Produktion z.B. von Seife genutzt. Wieder andere haben ganz interessante Überlebensstrategien in dieser kargen Landschaft entwickelt. Wir haben Feuersteine und Malsteine (diese gibt es in Weiß und Ocker) kennengelernt, diese wurden von den Buschmännern zum Schreiben verwendet. Er war so vom Interesse unserer Jungs an diesen Dingen angetan, dass er angeboten hat uns später abzuholen und uns seine Farm und die Schafe mit den Lämmern zu zeigen. Dieses Angebot haben wir natürlich gerne angenommen.
Wir haben nicht schlecht gestaunt als er wenig später mit einem alten Armee Land Rover mit offener Ladefläche wieder aufgetaucht ist. Fluggs sind wir dann hinten raufgeklettert und haben die Runde gestartet. Bei der ehemaligen (vom Warmwasser betriebenen) Mühle vorbei, vorbei an dem ansehnlichen Ersatzteillager für Landmaschinen bis wir bei der Schafweide angelangt sind. Zuerst durfte Kilian die Schafe in einen Pferch treiben. Der Schakal hat es nämlich auf sie abgesehen. Hier durften die Jungs auch ein doch sehr zappeliges Lämmchen hoppern. Er hat uns noch alle möglichen Pflanzen und deren Wirkung im Ökosystem erklärt. Abschließend sind wir zu einem Bereich der Farm gefahren in dem er spezielle Kräuter anbaut. Er war sehr um unsere Jungs bemüht, die besonders die Fahrt und das Gerumple auf der offenen Ladefläche des alten Rovers frei nach dem Motto, je schneller und rumpliger umso besser, genossen haben.
Total begeistert von diesem spannenden Nachmittag haben wir uns noch ins Pool gesetzt und hoffen, dass die GAK Fans am Ende dieses Tages genau so zufrieden sein werden, wie wir es sind.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:41 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 10. Juni 2009

Tiere und Therme

Heute sind die Kinder besonders brav aufgestanden und wollten sogar das Frühstück auslassen, denn der Cango Wildlifepark (der gestern schon geschlossen hatte) sollte heute besucht werden. Ihre Begeisterung und Vorfreude war ähnlich wie am Nachmittag des 24. Dezembers. Die Fahrt dorthin dauerte glücklicherweise nur wenige Minuten. Der Parkplatz war auch sicher der sicherste, den wir bis dato hatten. Die Polizei hatte Betriebsausflug und besuchte besagten Park.
Der Park ist als interaktive Erlebniswelt mit allerhand Tieren angelegt. Anfangs sind wir mit einer Tour durch das Areal spaziert und haben Krokos, Hippos, Lemuren, Löwen , Tiger, Geparden und sonstiges Getier angeschaut. Die Buben waren restlos begeister. Kilian ist immer als erster der Gruppe unmittelbar hinter dem Guide marschiert. Nach der Tour haben wir den Schlangenpark mehrfach bewundert. Verschiedene Kobras, Mambas und alles was gefährlich und giftig ist war anwesend. Wir wissen nicht warum, aber die Kinder stehen am meisten auf Schlangen und sind von den Terrarien kaum wegzubekommen. Danach wurde noch der tolle Spielplatz besucht und Kängurus gefüttert. Zum Abschluss haben die Kinder darauf bestanden noch einmal die Schlangen besuchen zu dürfen.
Danach ging es weiter nach Carlitzdorp. Dort gibt es eine Therme mit einer Campsite. Die Anlage ist toll und umfasst neben der Campsite auch noch allerhand Chalets, die um eine Poollandschaft mit heißen und kalten Pools angelegt sind. Im Ressort laufen auch Springböcke und Pfaue frei herum. Was wir nicht wussten war, dass jeden Mittwoch das Wasser entleert wird und nach der Beckenreinigung der Auffüllvorgang beginnt. Die Pools waren anfangs ziemlich leer, aber das Wasser ist geronnen. Wir haben die Zeit mit einem Braai überbrückt und danach war die Wassertiefe ideal für die Buben. Es wurde ausgiebig gebadet und den Sonnenuntergang vom Wasser aus genossen.
Wir sind guter Hoffnung, dass die Kinder, ermüdet durch das Thermalwasser, heute einmal früher einschlafen werden und wir uns nochmals ins Pool begeben können. Das Bier dazu steht schon bereit, doch noch ist keine Ruhe im WOMO (gerade wird von beiden Buben das 2. Mal Pinkeln erledigt) . Wir bleiben aber optimistisch, denn das Pool kann bis 23 Uhr benutzt werden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:56 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 9. Juni 2009

Vogelsträuße, Höhlensysteme, Passhöhen

Nach 4 Nächten in Hartebos war Oudtshoorn unser nächstes Ziel. Zuvor haben wir uns alle mit neuem Schuhwerk eingedeckt. Jürgens Crocs waren auf der Sohle bereits so dünn, dass die kleinen stacheligen Früchte, die hier überall herumliegen, durchstechen konnten. Das hat ihn regelmäßig zu Hopsungen und Verrenkungen verleitet. Jetzt sollte damit aber (leiderJ)Schluss sein.
Oudtshoorn ist das Zentrum der Straußenzucht und es gibt zahlreiche Farmen in der näheren Umgebung. Auf der Fahrt dorthin gab es links und rechts der Straße eigentlich nur Sträuße. Und einmal mitten auf der Szraße eine ansehnliche Schildkröte. Der Highgate Straußenfarm, der ältesten und renommiertesten in der Gegend, wurde ein Besuch abgestattet. Diese hat 1200 Sträuße und den Besuchern wird im Rahmen einer Tour alles Wissenswerte über diese Viecher vermittelt. Der gesamte Strauß wird verwertet. Den Sträußen werden ein Mal im Jahr die Federn gerupft bzw. die Flügelfedern abgeklipst. Die Federn finden u.a. in der Modeindustrie Verwendung (eine Großlieferung geht zum Karneval nach Rio), aber auch Staubwedeln aus Straußenfedern finden Abnehmer. Die weniger glücklichen Sträuße werden nur 16 Monate alt und dann zu Straußensteaks (ca. 38 kg Fleisch pro Vogel) verarbeitet. Das Leder ist von guter Qualität und erzielt hohe Preise. Ein Straußenei (so viel wie 24 Hühnereier) ist für Leute ohne Colesterinprobleme als Nahrungsmittel geeignet. Bei der Tour haben wir auch erfahren, dass ein Ei so 150-200 kg aushält; Jürgen hat das probiert und das Ei hat gehalten. Kristian hat sich dann noch auf einen Strauß setzten dürfen und Eva ist eine Runde am Strauß geritten. Ein kleines Straußenwettrennen gab es dann noch zum Abschluss. Wir sind jetzt echte Straußenexperten. Bei der Campsite in Oudtshoorn haben wir uns dann niedergelassen.
Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Cango Caves auf dem Programm. Das sind richtig große Tropfsteinhöhlen, mit riesigen Kammern und einer beeindruckenden Anzahl unterschiedlicher Formationen. Unsere Standard-Tour führte uns ca. 600 Meter ins Höhlensystem. Die Adventure Tour mind. 3 Mal so weit. Die Höhle ist für Besichtigungen gut ausgestattet. Mit unterschiedlichen Beleuchtungen bieten sich den Besuchern viel verschieden Bilder der Tropfsteine. Sehr angenehm haben wir empfunden, dass man herumgehen und nach Belieben fotografieren darf. Die Höhlen liegen am Fuße des Schwartbergpasses, unserem nächsten Ziel.
Bereits in Oudtshoorn und ein zweites Mal am Weg zu den Höhlen standen Schilder wonach der Pass gesperrt sei. In SA heißt dass aber nicht viel und so haben wir bei den Höhlen gefragt ob das wirklich so ist. Einige Telefonate später hat und die freundliche Dame versichert, dass diese Schilder Blödsinn sind und der Pass bestens zu befahren ist. Das haben wir natürlich gerne gehört. Die Schotterstraße, die zum Pass auf ca. 1600 Meter führt, ist eine der bestangelegten Straßen die wir je gesehen haben. Selbst wir als alte Motorradfahrer, die die meisten Pässe in den Alpen kennen, waren restlos begeistert. Die Straße wurde um 1870 angelegt und ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Offensichtlich haben die Schilder, die im Tal herumstanden, viele abgehalten den Pass zu befahren. Das ist uns sehr entgegengekommen, da der Pass nur eine Fahrspur hat und Begegnungen speziell mit dem Womo immer spannend sind. Auf der Passhöhe haben wir dann bei bester Aussicht gespeist und die Landschaft genossen.
Wir sind dann wieder zurück gefahren, da Kilian auf dem Weg zu den Höhlen einen Wildtierpark mit Schlangen entdeckt hat. Er hat seit dem nicht mehr locker gelassen. Leider sind wir nicht mehr rechtzeitig dort hingekommen, da die Öffnungszeiten in unserem Führer falsch waren.
Einen Vorteil hatte das Ganze aber, denn jetzt wissen wir wenigstens was wir morgen als Erstes tun werden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:04 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 5. Juni 2009

Eisenbahn und Eisenbahn

Heute war es soweit. Wir sind mit dem Outeniqua Choo-Tjoe gefahren. Es wird mit historischen Zuggarnituren (oft auch mit Dampfloks)zwischen George und Mossel Bay verkehrt (ab Mai nur Freitags). Vor nicht allzu langer Zeit ging sie noch bis Knysna, doch der Gleiskörper wurde durch eine Überschwemmung dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass zurzeit nur die verkürzte Version befahren werden kann. Um 10 Uhr war Abfahrt, was für uns eine Herausforderung war (wir mussten um 9 Uhr – also kurz nach Mitternacht – in Mossel Bay wegfahren), die wir nur mit Mühe geschafft haben. Im allerletzten Abdruck sind wir beim Zug angekommen (Kris musste noch das Womo-Klo für das große Geschäft nutzen, aber Gott sei Dank braucht er die Windel nicht mehr!).
Die Zuggarnitur war echt cool, die Wagons waren innen aus Holz und während der Fahrt fühlte man sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Die Gleise führen zuerst über einen Pass mit einer hohen Brücke über eine Schlucht und schlängeln sich dann weiter der Küste entlang. Der Ausblick ist echt toll. Der Zug fährt langsam und ruckelt so richtig gemütlich dahin. Man sitzt im Zug und kann die Fahrt so richtig genießen. Diese dauert ca. 2 Stunden und endet im Bartolomeus Diaz Museum Complex in Mossel Bay. Dort haben wir uns dann das Maritime Museum angeschaut. Highlight dieses Museums ist eine Rekonstruktion der Karavelle, mit der B. Diaz 1488 nach Mossel Bay gesegelt ist. Diese wurde in Portugal gebaut und zum 500. Jahrestag ist sie von dort nach Mossel Bay gesegelt.
Nach 2 Stunden Aufenthalt ging es wieder zurück nach George. Der Bahnhof in George ist ein riesiges Eisenbahnmuseum mit einer beachtlichen Anzahl von alten Dampfloks und Wagons. Unter anderen befindet sich dort auch die größte H0 Modelleisenbahnanlage der Südlichen Hemisphäre. Dieses Museum ist wirklich ein geeigneter Ort längere Zeit zu verbringen, aber es wurde schon dunkel und wir mussten zurück zur Campsite in Mossel Bay. Die Kinder haben dann noch auf einen Besuch des Hallenbades bestanden. Währenddessen hat sich Eva um die Wäsche gekümmert. Aber nun sitzen wir vor dem Womo und haben freien Bick auf Mossel Bay und die beleuchteten Schiffe , die in der Bucht vor Anker liegen. Der Strand ist auch beleuchtet, die Wellen rauschen, um uns riecht es nach Braai, …… – und der Wein schmeckt!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:57 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 4. Juni 2009

Weiße Löwen und Hallenbad

Heute haben wir Swellendam verlassen und uns Richtung Mossel Bay in Bewegung gesetzt. Auf dem Weg dorthin ging es vorbei an Aloe Fabriken (Nähe Albertina) und kurz danach wurden plötzlich Elefanten und Giraffen in Straßennähe gesichtet (ein privates Game Reserve – wie sich herausstellte). Kurz vor Mossel Bay haben wir dann einen Raubkatzenpark besucht. Dort gab es jede Menge Löwen in braun und weiß, aber auch Tiger, Leoparden und Geparden. Wildhunde, Schakale und Hyänen waren auch zugegen. Der Highlight aus Sicht der Buben war aber die Schlangenausstellung, die alles zu bieten hatte was giftig und interessant ist. Die Kinder waren kaum weg zu bekommen.
Glücklicher weise waren wir genau zum richtigen Zeitpunkt dort, um der Fütterung der Raubkatzen beiwohnen zu können. Besonders interessant war die Reaktion der Löwen und Tiger auf unsere Jungs – so kurz vor der Fütterung – zu beobachten. Die Tiere haben sie derart anvisiert und mit heraushängender Zunge betrachtet, dass wir froh waren, einen hohen Zaun mit Elektrosicherung dazwischen zu haben. Kilian ist am Gehege auf und abmarschiert und der Tiger auf der anderen Seite des Zaunes hat jeden Schritt und auch Richtungswechsel mitgemacht. Den Tieren ist richtig das Wasser im Mund zusammengelaufen. In freier Wildbahn suchen sich die Tiere immer das schwächste Tier als Beute aus. In diesem Fall wurden unsere Jungs als geeignete Beute betrachtet. Die Fütterung war dann ein ganz lustiges Spektakel, es war ein bisserl was los im Gehege und 2 Scheibtruhen voll mit Fleisch wurden genüsslich verspeist.
Da die Zeit schon fortgeschritten war haben wir uns zur Campsite in Hartenbos aufgemacht. Die Kinder waren voller Vorfreude, denn diese Campsite ist mit einem großen Hallenbad ausgestattet. Das wurde dann noch ausgiebig genutzt bevor es zu Bett ging. Morgen steht nämlich ein Höhepunkt unserer Reise auf dem Programm; Bericht folgt umgehend.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:25 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 2. Juni 2009

Blog-Spezial: Gastkommentar von Hilde und Georg

Nachdem wir am Flughafen in Kapstadt liebevoll mit einem Blumenstrauß (u.a. mit herrlichen Proteen) empfangen wurden und nach einer kurzen Fahrt unser Charlet (sehr groß: Küche, Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer, Bad, Terasse mit Meeresblick und Griller) bezogen hatten – mit Hilfe der Kinder war das Haus ganz schnell eine riesige Spielfläche – begannen wir uns in diesem Land auch gleich wohl zu fühlen.
Die Tage hier sind um diese Jahreszeit relativ kurz – um 18:00 Uhr ist es bereits dunkel – und man sollte um diese Zeit bereits in der Unterkunft sein.
Alles was wir bis jetzt zu sehen bekommen haben hat uns sehr beeindruckt. Die Vielfalt der Natur (Tiere und Planzen) in diesem Land – man bekommt in relativ kurzer Zeit die verschiedensten und unterschiedlichsten Landschaften zu sehen – hat uns täglich sehr beeindruckt (wir haben diese Fahrten in diesem tollen Wohnmobil sehr genossen!) .
Ob am Cape of Good Hope, in Simons Town bei den Pinguinen, dem Meeresmuseum, dem Tafelberg in Kapstadt und dem Botanische Garten, Robben Island, dem südlichsten Punkt Afrikas „Agulhas“ oder der Fahrt durch das Naturreservat De Hoop, wo uns die Kinder die Tiere erklärten und wir riesige Weiden – sehr karg – für Schafe, Strauße, Rinder etc. bestaunen knnten.
Die Nacht in diesem Naturresevat im Zelt, wo wir bei Tagesanbruch den unzähligen Vogelstimmen und Tierlauten lauschen konnten und wo Hilde plötzlich 3 Straußen gegenüberstand, die herrllchen und unbeschreiblichen Sonnenuntergänge, das Lagerfeuer am Abend, ob mit oder ohne Grillen aber stets mit gutem Bier und noch besserem Wein, den endlosen langen weißen Strände am Meer (nur die Kinder gingen ins Wasser), die Sanddünen oder die Fahrt in die Weingegend mit Weinverkostung und noch vieles mehr haben uns gezeigt wie schön dieses Land ist.
Trotz der Gegensätze von „weiß und schwarz“ bzw. „arm und reich“. Die wunderschönen Häuser und Gärten der „Weißen“ und die unbeschreiblich armseligen Hütten der „Schwarzen“. Dieses Land ist so voller Gegensätze und trotzdem haben wir nur freundliche Menschen getroffen.
Hilde hatte sehr lange gezögert diese weite Reise zu machen (im Gegensatz zu Georg)!
Jetzt da unsere Reise dem Ende zu geht sind wir beide sehr froh hier gewesen zu sein.
Dank Jürgen, Eva, Kilian und Kristian haben wir hier sehr sehr schöne Stunden verbracht und uns – auch wenn`s mal im Wohnmobil eng wurde – sehr wohl gefühlt. Wir werden diese Zeit in wunderschöner Erinnerung behalten.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:40 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 2. Juni 2009

Schoko und Flughafen

Nach 2 Nächten in Montagu war Stellenbosch unser nächstes Ziel. Auf dem Weg dahin haben wir 2 Weinverkostungen durchgeführt. Die erste Kellerei hieß Simonsvlei, eine Genossenschaft mit langer Tradition für gute Weine. Das Angebotene hat uns nicht wirklich vom Hocker gehaut, das Flaggschiff dieser Kellerei wurde dennoch angekauft; für den letzten Abend mit Georg und Hilde soll nur das Beste getrunken werden. Die nächste Weinkellerei war Anura und bot zusätzlich zu den Weinen auch eine Käseverkostung an. Dort hat es uns ein Roter mit Cigarboxtaste angetan und wurde zusammen mit diversen Käsesorten ins Wohnmobil geladen. Dann ging es weiter zur Campsite in Stellenbosch. Georg, Hilde – und die Jungs – haben ein Chalet bezogen. Das Womo wurde direkt daneben geparkt; das war ideal. Die Grillstelle war direkt davor situiert. Da einzige was an diesem Tag (trotz sämtlicher Anzündeweisheiten) nicht funktioniert hat war das Lagerfeuer zum Grillen, denn uns war feuchtes Holz angedreht worden. So gab es Steaks aus der Pfanne.
Der nächste Tag wurde in Franshoek verbracht. Erster Stopp war bei einer Schokoladenmanufaktur . Dort hatten wir eine Führung und sind jetzt echte Schokoexperten in Theorie und Praxis. Es werden dort jede Menge Schokopralinen hergestellt. Ein altes Hausmittel wurde uns nebenbei auch noch verraten, nämlich – bei Kopfscherzen hilft dunkle Schoko rasch uns sicher. Danach war die Zeit für eine Wein bzw. Schnapsverkostung reif. Auf einem Weingut namens Chamonix wurde das dann in die Tat umgesetzt. Die Weine dort waren nicht überzeugend, lediglich ein Schnaps war einigermaßen OK, aber bei weitem nicht vergleichbar mit unseren Schäpsen in Österreich. Interessant war jedenfalls die Verkostungslokalität, die in einer alten Schmiede untergebracht war. Kilian hat sich den Fotoapparat geschnappt, um alte Gewehre zu fotografieren. Ja, so hat jeder seine Lieblingsmotive.
Da der Hunger mittlerweile gekommen war ging es zurück nach Stellenbosch, wo wir vorzüglich Fisch gespeist haben. Nach einem kurzen Spaziergang ging es zur Campsite zum Abschiedskick, denn am nächsten Tag stand für Hilde und Georg der Rückflug vor der Tür.
Am Abend wurde dann, wie geplant, die Ausbeute der Weinverkostungen geleert und auf tolle Tage miteinander angestoßen. Am nächten Tag waren wir alle eher nicht so erfreut, da es uns allen sehr leid tut, dass uns Hilde und Georg verlassen. Wir sind dann zum Flughafen gefahren und haben das unvermeidliche getan.
Danach ging es weiter Richtung Osten nach Schwellendamm, wo wir auf einer genialen Campsite an einem Fluss gelandet sind. Diesmal hat es mit dem Feuer gut geklappt und wir sitzen am offenen Kamin und plaudern über die schöne Zeit, die wir mit Hilde und Georg verbringen durften. Snief!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:37 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 30. Mai 2009

Weinverkostung und Eggbeater

Montagu ist eine nette kleine Stadt, die in einem Weinbaugebiet umgeben von Bergen (auf einigen Spitzen liegt bereits Schnee) angesiedelt ist.Hier gibt es auch Thermalquellen; also zwei driftige Gründe für einen Besuch.
Beim De Hoop NP sind wir bei Regen abgefahren, dann ca 50 km Schotterstraße gefahren (das Wohnmobil war nicht mehr wiederzuerkennen) und bei derselben Wetterlage und 10 Grad Außentemperatur in Montagu angekommen. Die Thermalquellen schienen da genau das Richtige zu sein. Die Therme war für uns verwöhnte Thermenprofis eine Enttäuschung, denn die2 durchschnittlichen Schwimmbadbecken waren im Freien und eine trockene Liegemöglichkeit dort nicht vorhanden. So musste das warme Bad gecancelt werden und es ging zur Campsite.
Am nächsten Tag wurden bei Sonnenschein der erste Weingarten (van Loveren) angesteuert. Ausgerüstet waren wir mit unserem „Platter“ (nicht der LH von Tirol, sondern ein umfangreicher Weinführer über Weine in SA). Mit dem Know-How haben wir dann richtig drauflos gekostet.
Man erhält bei der Verkostung eine Liste und wählt aus sicher 40 Weinen aus. Auf den Tischen stehen Gläser, Wasser und der Spucknapf. Von den ausgewählten Weinen werden dann gleich die Flaschen auf den Tisch gestellt. Man kann dann nach Herzenslust verkosten und bekommt auf Anfrage auch die gewünschten Infos. Zwischendurch wurden noch gebackene Mäuse gereicht. Van Loveren ist eine eher auf Quantität ausgerichtete Unternehmung. Die Weine waren auch nicht wirklich umwerfend. Von unserem Favoriten (einstimmige Entscheidung) „Limited Edition Cabernet Sauvignon“ haben wir dann was mitgenommen und uns dann auf den Weg zum nächsten Winzer gemacht.
De Wit ist ein renommierter Weinbauer, der in einem höheren Segment anzusiedeln ist. De Wit ist aufChardonnay spezialisiert. Die Verkostung ist beginnend von der Räumlichkeit über die Erklärungen zu den Weinen viel besser. Ein Bateleur Chardonnay 2007 wurde uns als das Flaggschiff der Weinkellerei vorgestellt, der auch nur über die Weinkellerei zu beziehen ist. Er hat auch 4 Sterne im Platter und dies völlig zurecht. Eva und Jürgen die einen Weißwein Jahresverbrauch von maximal einer Flasche (zum Kochen) haben waren begeistert. Dieser wurde angekauft und wird zum Abschied, wenn Hilde und Georg uns wieder verlassen, geleert werden. Ein gutes Essen hat den Tag dann noch abgerundet bevor es zurück zur Campsite ging. Dort wurde noch gut gekickt und der Braai, der eigentlich vorgesehen war musste abgesagt werden;. wegen mangelndem Hunger. Morgen ist aber auch noch ein Tag.
Jedenfalls wurden heute auch noch die weiteren Schmarrn-Essen gesichert. Am Vormittag haben wir noch bei einem Bauernmarkt vorbeigeschaut. Dort gab es u.a. auch gebrauchte Garten- und Kochutensilien zu erstehen. Leider war kein Oma-Handmixer dabei. Der ältere Herr hat aber vorgeschlagen, dass wir am Nachmittag bei ihm zu Hause vorbeikommen könnten, er hätte da ein paar vorrätig. Gesagt getan, und so wurde aus 4 Raritäten ein passendes Exemplar ausgesucht. Jürgen hat nun beim nächsten Schmarrnkochen einen „Küchenhelfer“ zur Seite, nämlich den antiquarischen „Eggbeater“!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:22 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 29. Mai 2009

Dünen und Steckerlbrot

Unser Weg auf der Gardenroute führte uns zum südlichsten Punkt Afrikas; dem Cap L`Agulhas. Dort treffen der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander. 1986 hat der damalige Präsident Herr Botha einen Stein am Cap niedergelegt. Dieses überaus beliebte Fotomotiv wurde von uns natürlich auch für einige Fotos genutzt. Ansonsten war das Wetter an die diesem Tag nicht sehr einladend. Die Leuchtturmspitze wurde noch über eine steile Stufenleiter erklommen und das kleine aber ganz nette Leuchtturmmuseum inspiziert. Unser ursprüngliches Vorhaben am Cap zu übernachten wurde aufgrund der unfreundlichen Wetterverhältnisse verworfen und eine bei der Hinfahrt erspähte städtische Campsite in Bredasdorp (Klopapier gibt es nicht, dafür aber Kondome zur freien Entnahme – am Damenklo) aufgesucht; dort war das Wetter noch sonnig und warm.
Am nächsten Tag stand das De Hoop Nature Reserve am Programm. Der Weg dorthin war nicht wirklich weit und so sind wir dort schon gegen Mittag angekommen. Die Campsite ist dort sehr nett mit Blick über einen See gelegen. So haben wir bei strahlendem Sonnenschein gespeist und haben uns dann gemütlich am späteren Nachmittag (idealer Zeitpunkt) zum Game Drive aufgemacht. Gesichtet wurden Bonteböcke, Vogelsträuße, Grey Rehbuck , 3 Zebras und als Höhepunkt eine ansehnliche Herde von Eland Antilopen, die gemütlich in der Abendsonne gegrast hat und sich dabei beobachten ließ. Die Jungs haben Oma und Opa mit ihrer Erfahrung beim Game Driven beindruckt. Sie kennen mittlerweile alle gängigen Tierarten und gaben bereitwillig Auskunft über deren besondere Merkmale gegeben. Der Tag wurde mit einem Lagerfeuer beendet. Hilde hatte den Kindern eine Übernachtung im Zelt versprochen. Die Jungs haben darauf bestanden und so haben die Buben mit Oma und Opa in Zelt übernachtet. Das war ein echtes Abenteuer für alle.
Das De Hoop Nature Reserve ist bekannt für seine riesigen Sanddünen, die bis zur Küste reichen. Diese bestehen aus weißem Sand und sind Teil einer atemberaubenden Küstenlandschaft. Neben dem Sand gibt es noch unzählige Nieder-Gewächse die in den verschiedensten Grüntönen auf dem Sandboden wachsen. Wir waren zur Ebbe an der Küste und konnten daher einige nur zu dieser Zeit zugänglichen Höhlen erforschen. Einladend – vor allem für die Kinder – waren die vielen Rockpools mit dem wärmeren Indischen Ozeanwasser. Man sieht die verschiedensten Meeresbewohner. Muscheln wurden auch gesammelt; mittlerweile hat sich schon eine ganz ansehnliche Menge an Muscheln angesammelt, Tendenz steigend. Die Dünen sind auch ideal zu Herumtollen, was die Jungs ausgiebig genutzt haben. Das Natur Reserve ist absolut beeindruckend und noch bei der Rückfahrt zur Campsite haben wir die Dünen, die von der untergehenden Sonne beleuchtet wurden bestaunt. Vorbei an einigen Bonteböcken und Baboon-Affen sind wir dann zurück zur Campsite gekommen.
Dies ist der erste Campingplatz ohne Badewanne und vom Duschen sind die Jungs nicht so begeistert. Aber – am Vortag wurde ein Badezimmer mit Dusche unter freiem Himmel entdeckt. Beim Duschen hat man direkten Blick auf den Fluss und die schöne Landschaft. Bei so einem Abenteuer gehen sogar die Buben gerne Duschen. An diesem Abend wurde dann noch Steckerlbrot am Lagerfeuer gegrillt. Leider hat es zu regnen begonnen, was aber nicht wirklich schlimm war denn der Regen hatte sich so lange Zeit gelassen, bis das letzte Steckerlbrot fertig gegrillt war.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 19:14 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 25. Mai 2009

Tafelberg und Wartungszug

Nachdem wir Teile von Kapstadt am Vortag erkundet hatten, wollten wir uns den Blick von oben gönnen. Dazu schien der Tafelberg mit über 1000 Meter Seehöhe, der mit einer Seilbahn zu erreichen ist, sehr geeignet. Die Seilbahn ist ein tolles Ding, 65 Leute finden in jeder der 2 Gondeln Platz. Während der Fahrt dreht sie sich einmal um die Achse, um jedem einen Rundumblick zu verschaffen. Oben angelangt hat man einen tollen Blick über Kapstadt (mit neuem Stadion und Robben Island) und Umgebung. Es gibt Spazierwege und man kann in alle Richtungen runter schauen. Es gibt da genug zu entdecken und zu fotografieren. Unsere neue Kamera war nahezu ununterbrochen im Einsatz. Auch Jürgen durfte einige Fotos machen. Dann ging es wieder runter und weiter zum Kirstenbosch Botanical garden. Dort gibt es Pflanzen ohne Ende und es ist wirklich schön dort einige Stunden zu verbringen. Pflanzeninteressierte könnten hier sicher auch Tage verbringen. Das am Vortag verschobene Fischessen wurde nachgeholt und so waren alle zufrieden und satt ins Bett gegangen.
Am nächsten Tag wurde Kommetjie in Richtung Osten verlassen und in St. James der erste Stopp eingelegt. Dort gibt es einen tollen Strand und viele bunte Badehütten. Während die Kinder sich mit dem Surfboard im Wasser vergnügten, wurden wir Zeuge einer wirklich afrikanischen Begebenheit. Es tauchte eine alte Diesellok mit einigen Wagons, die zu einem Wartungszug zusammengestellt waren, auf. Personell war der Wartungszug gut bestückt. 26 Arbeiter, oder besser gesagt Leute waren drauf. Arbeiten haben wir nur 2 Herren der Bahngesellschaft gesehen, der Rest hat offensichtlich die Aufgabe die tolle Landschaft zu beobachten. Sie haben freundlich gewunken. 2 Arbeiter hatten noch eine wesentliche Aufgabe, nämlich den auf einem Wagon befindlichen Riesen-Braai zu bedienen. Es hat gut geraucht und die Stimmung am Zug schien wirklich gut.
Vorbei an schönen Ständen ging es an der Küste weiter nach Hermanus wo wir uns auf eine Campsite mit Meerblick niedergelassen haben. Am heutigen Tag haben wir Hermanus, einer Küstenstadt, die für Wale bekannt ist, erkundet. Hermanus ist eine schöne Hafenstadt mit einem Walmuseum und vielen netten Cafes und Restaurants. Es war ein schöner relaxter Tag der mit einem genialen Fischessen in einem Lokal, dass in eine Höhle am Stand hineingebaut war. Beim Warten auf das Essen haben wir dann Delfine beobachten können. Wale, die es jetzt schon vereinzelt gibt, haben wir (noch) nicht gesehen. Ab Juni kommen sie in großer Anzahl hierher. Die Zeit war inzwischen verronnen und so haben wir uns entschlossen eine weitere Nacht hier in Hermanus zu bleiben.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:30 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 22. Mai 2009

Aquarium und Gefängnis

Heute stand ein Kapstadttag auf dem Programm. Den Tafelberg haben wir dann leider ausfallen lassen müssen, da er ganz in Wolken gehüllt keine gute Aussicht versprach. So ging es gleich zur Waterfront. Ein Parkplatz war gleich gefunden und dann haben wir (auf Kilians „Anregung“) uns für das Two Oceans Aquarium entschieden.
Dort gibt es alle mögliche Bewohner des Indischen und des Atlantischen Ozeans zu bewundern. Es gibt gigantisch große Krebse, Hai und sonst noch einiges, dass auch in der Pfanne gute Figur machen würde. Zusätzlich gab es dort noch eine Sonderausstellung über Frösche, die bei den Kindern zu Zeit sehr hoch im Kurs stehen.
Nach einem Spaziergang an der Waterfront haben wir uns dann zum Nelson Mandela Center gegeben, von dem aus das Boot zum Robben Island startet. Ein Speedboot bringt die Besucher auf Robben Island; gleichzeitig hat man dabei noch eine Harbourcruise. Das sich noch im Stadium einen Metallskelettes befindliche WM Stadium war gut zu erkennen. Wirklich tolle Lage, nahe an der Waterfront. Die 30-minütige Überfahrt verging wie im Flug (einem unruhigen, da die Wellen recht hoch waren).
Im Hafen von Robben Island angekommen, wird man in einen Bus verfrachtet und los geht eine Inselrundfahrt. Die Guides sind ehemalige politische Gefangene und wissen so vieles aus erster Hand zu berichten. Vom Bus aus sieht man den Friedhof und die Kapelle (die Insel war früher auch zur Isolation von Leprakranken genutzt worden). Robben Island ist kein Gefängnis mehr sondern dient heute als Touristenattraktion und für Conventions (Kongresse). Die Bungalows der Gefängniswärter dienen heute als Unterkunft für Kongressteilnehmer. Diese Lokation hat den Vorteil, dass uninteressierte Kongressteilnehmer nicht einfach abhauen können. Man sieht den Steinbruch in dem früher fleißig gearbeitet wurde und eine Kanone, die im 2. WK errichtet (und 1947 „rechtzeitig“ fertig) wurde und zur Verteidigung Kapstadts dienen sollte. Ein Sprichwort wonach die Engländer gute Uhren, die Afrikaner hingegen Zeit haben wird so bildlich veranschaulicht.
Abschließender Höhepunkt der Tour ist eine geführter Rundgang durch den Zellenblock im dem alle führenden politischen Gefangenen inhaftiert waren. Man sieht eine Massenzelle und erfährt sehr anschaulich vieles über die damaligen Zustände. Die Einzelzelle von Nelson Mandela (er war 18 seiner 27 Jahre Haft auf Robben Island) ist sehr klein. Besonders interessant ist die Führung für jene, die Mandelas Autobiografie „Der lange Weg zur Freiheit“ gelesen hat. Diese wurde von ihm selbst während seiner Haft verfasst und herausgeschmuggelt. Viele Begebenheiten und Beschreibungen darin beziehen sich auf Robben Island. Danach spaziert man vorbei an Pinguinen zum Schiff, das einen wieder zurück nach Kapstadt bringt. Um 18:30 sind wir dann angekommen und gleich nach Kommetjie gefahren. Unser Abendessen im Fischrestaurant musste aufgrund der fortgeschritten Zeit leider ausfallen. Aber Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:13 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 21. Mai 2009

Cap und Pinguine

Endlich war es soweit, Georg und Hilde sind zur Freude von uns allen angekommen. Vom Flughafen ging es schnurstraks nach Kommetjie, wo ein Chalet an der Campsite bezogen wurde. Die Kinder haben sie natürlich gleich für sich vereinnahmt. Es wurde gekickt und am Abend eine vorher einstudierte Show dargeboten. Die Show bestand aus 3 Programmpunkten; 1 Geschichte von Killian, Disco von Kristian („und jetzt kommt die Diskoooo!“) und abschließend ein Kanon von Killian, Kristian und Jürgen („Dubcek“). Das Publikum war begeistert.
Am nächsten Tag sollte das Kap angesteuert werden. In der Nacht ist ein Gewitter niedergegangen, es hat geregnet und gestürmt. Umso positiver waren wir dann überrascht, dass der nächste Tag sonnig war. Also ging es dann zum Kap. Der letzte Teil der Halbinsel ist ein Nationalpark. Man kann dort bis zu einem Parkplatz unmittelbar unterhalb des alten Leuchtturmes fahren und von dort zum alten LT hinaufsteigen. Das haben wir natürlich gemacht und die atemberaubende Aussicht genossen. Man sieht Schiffe am Wasser um das Kap herumfahren und wir haben auch einen Seehund beobachten können, der sich fröhlich in den großen Wellen getummelt hat. Die Sicht war gut und auch die Wandermoral der Jungs, was uns dazu bewogen hat auch noch zum letzten Spitz der Halbinsel zu spazieren. Von dort kann man den neuen Leuchtturm von oben beobachten. Der alte LT wurde vor langer zeit stillgelegt, weil der hoch auf den Klippen gelegen LT bei Nebel (den gibt es angeblich relativ oft hier) nicht zu sehen war. Danach ging es weiter zum Büffelstrand zum Mittagessen. Die Spagetti wurden im Womo genossen, da der Wind stark war, stark war auch die Aussicht vom Womo aus.
Als nächstes Ziel wurde Simons Town ins Visier genommen. Kurz davor in Boulders gibt es eine Pinguinkolonie. Man hat dort die Möglichkeit die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Dies ist von Boardwalks aus möglich. Die Kinder sind vor Begeisterung gehupft und sind aus dem Schauen nicht herausgekommen. Eva ist es mit dem Fotografieren gleich ergangen.
Ein schöner erster Tag begann sich dann dem Ende zuzuneigen. Voller Eindrücke ging es zurück zum Quartier. Die Kinder schlafen heute bei Georg und Hilde, ein weitere Höhepunkt für sie.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:44 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 18. Mai 2009

Home Affairs und Wintersturm

Nach 3 Nächten in Knysna haben wir uns Richtung Kapstadt aufgemacht. Die erste Etappe ging bis zum Bontebok NP, den wir gerade noch bevor das Gate geschlossen wurde erreicht haben. An diesem Tag hat es in Strömen geregnet – Ausläufer eines Sturmes in der Nähe von Kapstadt. Dieser NP ist der kleinste der 22 NP´s in SA, und wurde mit dem Ziel eingerichtet, den nahezu ausgestorbenen Bontebok zu retten. Damals gab es noch 7 Stück davon. Dieses Ziel dürfte erreicht worden sein, denn im NP tummeln sich heute mehr als 200 Stück davon. Es gibt noch anderes Game, hauptsächlich Bockarten und Gemsen. Der NP hat aber ein schön gelegenes Restcamp mit Chalets. Wie planen diesen NP mit Georg und Hilde nochmals zu besuchen, und so haben wir uns am nächsten Tag nach einem kleinen Gamedrive wieder auf den Weg gemacht.
In Strand, das liegt unmittelbar vor Kapstadt, haben wir dann niedergelassen, denn wir wollten am Montag die Home Affairs in Kapstadt einen Besuch abstatten. Wir brauchen nämlich eine Visum Verlängerung. Dies war bereits unser zweiter Anlauf. In East London haben wir es schon einmal versucht, wir dachten damals nämlich das könnte schnell gehen. Der freundliche Beamte in EL hat uns die Formulare gegeben und gemeint es wird 11 Tage dauern, wenn wir viel Glück haben geht es in 5 Werktagen. Da wir keine Lust hatten so lange in und um EL zu bleiben, haben wir das auf Kapstadt verschoben wo wir 14 Tage sein werden. Dadurch haben wir aber die Frist für die Antragverlängerung (Antrag 30 Tage vor Ablauf des zu verlängernden Visums) versäumt.
Wir sind dann am Montag vormittag ausgerüstet mit den Antragsformularen, gemeinsam mit Kopien unserer Pässe und einer Rückflugbestätigung in Englischer Sprache bei den Home Affairs in Kapstadt aufgekreuzt. In einem hauptsächlich mit Schwarzen auf beiden Seiten der Budel gefüllten Saal haben wir Platz genommen. Wir mussten dann nicht allzu lange warten, bis wir nach vorne gewunken wurden. Sichtlich beeindruckt, dass wir alles so gut vorbereitet hatten, hat der Beamte unseren Antrag entgegengenommen. Er ist dann mit den Zetteln verschwunden. Und dann geschah das Unerwartete, nach 2 Stunden hatten wir unsere neuen Visas.
Da das so gut gegangen ist und unsere Kamera kaputt ist, wollten wir den guten Lauf gleich ausnutzen und jemanden finden der sich bei Digitalen Spiegelreflexkameras auskennt. Einige Straßen weiter kamen wir dann zu einem Kameramechaniker. Er war im 5. Stock eines Hochhauses untergebracht. Der Lift ist beim Weg dorthin kurz steckengeblieben. Die Kamera wurde aber entgegengenommen- wir wollen das Beste hoffen.
Die letzten beiden Tage hat uns ein Wintersturm begleitet. Er hat in der Kapregion gewütet und einiges an Verwüstung und massig Regen und Überschwemmung gebracht. Am frühen Nachmittag ging es weiter nach Kommetjie; südlich von Kapstadt an der Westküste gelegen. Das Ressort dort wurde uns mehrfach empfohlen und so ging es dorthin. Hier wollen wir auch die ersten Tage wenn Hilde und Georg da sind bleiben. Es ist ein guter Stützpunkt für Ausflüge hinunter zum Kap und nach Kapstadt.
Wir freuen uns alle schon, dass wir nur noch zwei Mal schlafen müssen bis Hilde und Georg am Mittwoch ankommen werden.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:55 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 14. Mai 2009

Austern und Raddampfer

Heute war Knysna angesagt. Knysna ist eine riesige Lagunenlandschaft, die unter Naturschutz steht und für die Austern, die in der Lagune gezüchtet werden, bekannt ist. Also war die Oyster Company unser erstes Ziel. Dort haben wir alles über die Austernzucht erfahren. Es gibt 2 hier Arten, die Rockauster und die gezüchtet Auster. Erstere wächst ausschließlich auf Felsen und muss von diesen heruntergekratzt werden. Sie zeichnet sich durch ihre unregelmäßige Schale aus und kann nicht nachgezüchtet werden. Anders die Zuchtaustern, diese werden im zarten Alter von 3 Monaten u.a. aus Frankreich importiert und 15 Monate in der Lagune ausgesetzt. Dann sind sie bereit zum Verzehr. Wir haben dann natürlich beide getestet. Die Jungs haben gespuckt, uns hat es gemundet.
Danach ging es zu einer Cruise mit einem Raddampfer. Es war ein ganz lustiges Boot, von dem aus wir einen guten Ausblick auf Knysna und die Lagune hatten. Man schippert ganz gemächlich dahin und genießt die Ruhe in der Lagune. Außerdem sieht eine Vielzahl von Villen, die in den Berg in Richtung Lagune gebaut wurden.
Bei der auf einer Insel gelegenen Rezeption zum Knysna NP wurde dann das Knysna Seepferdchen bestaunt. Die Spezies gibt es nur in den Gewässern vor Knysna und ist so was wie das Maskottchen für den NP. Daneben gibt es ein Pier auf dem Angler ihr Glück versuchen. Die Buben wollten es versuchen. Die Ausbeute war zwar nicht erwähnenswert, aber alleine dort zu sitzen und die Nachmittagssonne zu genießen war toll.
Niedergelassen haben wir uns dann bei einer Campsite im östlichen Bereich der Bucht. Aufgrund der nicht erwähnenswerten Angelausbeute kamen dann Steaks auf den Braai. War auch nicht schlecht.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:16 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 13. Mai 2009

Affen- und Vögelland

Schweren Herzens haben wir dann doch den Tsitsikama NP verlassen und uns Richtung Plettenberg Bay (Plett) aufgemacht. Aus dem Weg dorthin gibt es u.a. das Monkeyland, einen Vogelpark „Birds of Eden“ und eine Elefant Sanctuary. Wir haben uns vorerst einmal für das Elefant Sanctuary entschieden. Dort werden Ritte und spezielle Touren mit Elefanten angeboten. Wir haben für die Elefantentour entschieden. Es gibt 6 zahme Elefanten, die aus den unterschiedlichsten Gründen dort gelandet sind. Wir hatten dabei die Gelegenheit mit einem Elefanten spazieren zu gehen. Man hält dazu den Rüssel mit der rechten Hand und die Elefanten watscheln geduldig interdrein. Danach gibt es für sie natürlich eine Belohnung. Man darf die Tiere auch angreifen und sie stehen für Fotos aller Art bereit. Natürlich nur gegen eine entsprechende Elefanten-Belohnung (Spezialpellets). Es war nicht nur für die Jungs sondern auch für uns ein Erlebnis die Tiere so nahe zu erleben. Abgerundet wurde das ganze Programm noch mit allerhand Infos über die Tiere, ja und nicht zu vergessen man konnte die Tiere auch füttern. Die Buben waren begeistert und haben sich beide getraut, diese Riesentiere mit den langen Strohhalmen zu füttern
Danach ging es weiter nach Plett, Jürgen hatte von einem erfahrenen Angler konkrete Tipps erhalten, wo man am besten Fische fangen kann. Jürgen wollte diese 1zu1 umsetzen und so wurde ein empfohlener Campingplatz aufgesucht. Der Campinplatz selber war schrecklich, finster, schlecht gepflegt, der Warmwasserboiler defekt – ein Platz zum davonrennen. In Umsetzung der Empfehlungen wurde ein spezieller Felsen aufgesucht und die 3 Buben haben ihr Glück versucht. Angelglück hatte nur ein Bub gehabt und das war Kris – an dessen Angel wirklich ein Fisch zappelte. Kilian war mit seiner Krebsfangausbeute auch ganz zufrieden. Für Jürgen mussten ein paar Bier herhalten, und dann ist er gleichzeitig mit Kris nach der Gutenachtgeschichte weggepennt.
Am nächsten Tag holten wir uns die bereits bezahlte 2. Nacht an der Rezeption wieder zurück und verabschiedeten uns von diesem Platz. Auf besonderen Wunsch (seit gestern Mittag wurde gepenzt) wurde das Monkeyland angesteuert. Bei einer geführten Tour kann man verschiedenste Affen in ihrer „natürlichen“ Umgebung beobachten und erfährt so allerlei über sie. Nach der Führung ist man mit Affenwissen gut ausgestattet. Die Kinder sind vor lauter Begeisterung über die lieben Äffchen herumgehopst. Am Womol angekommen wurde dann gleich Babyaffe gespielt.
Wir sind aber noch weiter in das Birds of Eden gegangen, die größte Vogelvoliere der Welt mit mehr als 2000 Vögeln und 196 Arten. Wunderschön angelegt mit Boardwalks, Hängebrücke, Wasserfall, Wasserpavillion; und das alles umgeben von einem Zirkuszeltartigen riesigen Netz. Unser Fazit – wirklich sehenswert. Eva hat in der Gartenanlage Rosmarinbüsche entdeckt und so wurde vor dem Womo sitzen und auf die Vogelvoliere blickend Spaghetti mit Rosmarinsauce gegessen.
Danach wurde unser nächstes Ziel –Knysna – ins Visier genommen. Dort haben wir die Campsite direkt an der Lagune in der Stadt ausgewählt. Wir sind dann noch die Lagune entlang spaziert und haben so einen schönen Tag ausklingen lassen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:43 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 11. Mai 2009

Felsenpools und Motorboot

Wir sind jetzt schon den dritten Tag im Tsitsikama NP. Es gibt hier tolle Rock Pools, die wir ausgiebig zum Baden genutzt haben. Die Pools gibt es in verschiedenen Größen und Tiefen, teilweise auch in unterschiedlichen Höhen im Felsen und mit Wasserläufen verbunden. Sie haben meist einen sandigen Boden und die Felsen rund um die Pools sind voll mit Muscheln und Anemonen, die in den verschiedensten Farben aus dem klaren Wasser hervorstechen. Das Wasser gelangt durch die Fontainen der meterhohen Wellen, die an die Felsen donnern in die Pools. Die Pools sind unter einander über kleine Wasserfälle verbunden. Bei jeder großen Welle beginnt der Wasserkreislauf von Neuem. Unmittelbar vor den Felsen tummeln sich unzähligen Delfine. Meist sieht man anfangs nur die Flossen, bei längerer Beobachtung kann man die Tiere aufspringen sehen. Es ist einfach toll den Delfinen zuzuschauen.
Die Kinder haben bei der Wanderung zur Hängebrücke ein schnelles Boot mit 2 (!) Motoren gesehen, das in die Schlucht gefahren ist. Da ist der Wunsch entstanden doch auch einmal mitzufahren. Heute war es dann soweit. Da Montags nix los ist sind sie nur mit uns rausgefahren. Das Boot ist so richtig angegast , was bei den hohen Wellen vor der Schlucht nicht nur den Jungs gefallen hat. Wir sind unter der Hängebrücke durch, ca. 500m in die schmale Schlucht gefahren, die Felsen mind. 20m kerzengerade und teilweise sogar überhängend in die Höhe ragend. In der Schlucht haben wir Kormorane, Kingfischer und eine Höhle mit angeblich mehreren tausend Fledermäusen gesehen. Diese Höhle geht angeblich 60m in den Berg hinein. Da die Fledermäuse nachtaktiv sind haben wir die Viecher nicht gesehen, aber ein sonderbares Quieken gehört, das laut Guide von den Fledermäusen kommt.
Mittlerweile sind die Jungs im Bett. Kris lässt nun vermehrt den Mittagsschlaf aus und ist dann am Abend Schachmatt (an seiner frühmorgendlichen Aufwachzeit hat dies aber leider nichts geändert). Unglaublich imposant ist derzeit der Mondaufgang. Kurz nach Vollmond ist er stattlich und geht ca. 1 Std. nach Sonnenuntergang direkt aus dem Meer auf. Dabei hat er eine satte orangene Farbe und fängt an die Umgebung zu beleuchten. Einfach traumhaft (romantisch) …

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:05 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 9. Mai 2009

Hängebrücke und Murmeln

Wir sind mittlerweile in einem der 3 Gardenroute Nationalparks, dem Tsitsikama NP angelangt. Der NP ist direkt an der Coastline gelegen. Er war einer der ersten NP der in den 60er Jahren gegründet wurde, um die einzigartige Coastline und eine Streifen Forest, der sich vor der Coastline befindet zu erhalten. Die Campsite liegt direkt am Meer und wir stehen in der ersten Reihe. Vor uns liegt noch der Pool, der ausschließlich von uns und den Möwen, die es hier zu Hauf gibt, genutzt wird. Die Wellen, die an die steinige Küste prallen, sind hoch. Das Wasser spritzt einige Meter in die Luft, wenn es an die Felsen trifft. Die Küstenlandschaft ist bizarr und beeindruckend, man könnte den ganzen Tag nur da sitzen und das Meer beobachten.
Das haben wir natürlich nicht gemacht, sondern haben eine Wanderung zu einer Hängebrücke unternommen. Der Weg dorthin war ein Boardwalk (ein Bretterweg), der über unzählige Stufen auf und ab zu einer 77 Meter langen Hängebrücke führt. Sie überspannt eine enge Schlucht und Flussmündung, die wir morgen mit dem Boot erkunden möchten. Die Kinder sind brav marschiert – Kris in seiner gewohnten Art jeden Stein, jedes Steckerl, jeden Heuschreck, und vieles mehr ausgiebig erkundend, unbeeindruckt von Mamas oder Papas Rufen doch weiterzugehen – und wurden dafür mit einem Eis belohnt. Ausgiebig beobachtet werden von uns allen die kleinen Murmeltiere, die hier in den Felsen leben. Teilweise recht zutraulich lassen sie Menschen ganz nah heran. Man kann sie beim Sonnen, oder beim Buschklettern um die Erikablüten zu erhaschen ausgiebigst beobachten.
Nach der anstrengenden Wanderung suchten wir eine Abkühlung im Meer. Die 15 Grad, die angeschrieben waren, stimmen sicher nicht – aber es war jedenfalls erfrischend! Wieder beim Womo angekommen gab es noch einen Braai bei hervorragender (Geräusch-)Kulisse und zur Zeit testen wir einen Cape Wine vor dem Lagerfeuer. Übrigens – der Familienrat hat einstimmig beschlossen noch einen Tag hier dranzuhängen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:59 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 7. Mai 2009

Delfine und Kicken

Heute hatten wir schon gepackt um weiterzufahren, es uns dann aber kurzfristig überlegt noch in Jeffreys Bay zu bleiben. Beim Frühstück haben wir Delfine entdeckt. Diese wurden den ganzen Tag über immer wieder gesichtet. Es ist echt nett beim Kaffee vor dem Womo zu sitzen und durch das Fernglas die Delfine zu beobachten. Wir waren am Strand und haben mit dem Bodyboard gesurft. Die Wellen hier sind dazu sehr gut geeignet. Am Strand wurden noch Muscheln gesammelt und eine Sandburg gebaut.
Die Jungs haben die Liebe zum Kicken entdeckt und so wurde einige Male gekickt. Am Abend so lange bei Flutlicht bis zur Schlafenszeit, die aus gegebenem Anlass nach hinten verlegt wurde. J
Wir alle freuen uns schon sehr, wenn Georg und Hilde in knapp 2 Wochen nach SA kommen werden. Die Kinder zählen schon die Tage herunter bis es endlich so weit ist. Außerdem wird ein „erfahrener“ Kicker unserem Spiel sicher gut tun.
Unter Tags ist es angenehm warm aber sobald die Sonne weg ist merkt man, der Sommer in SA vorbei ist. Aber wozu gibt es denn ein Lagerfeuer und noch nirgends war es schöner, als hier beim Lagerfeuer übers Meer zu schauen, das heute ganz besonders gut zu sehen ist. Morgen scheint Vollmond zu sein. Vermutlich werden wir den im Tsitsikama NP erleben, oder vielleicht doch hier in Jbay???

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:37 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 5. Mai 2009

Oktopus und Schlange

Wie uns von unseren Bekannten aus Richards Bay, die in PE wohnen, empfohlen, haben wir uns in der Pine Lodge in Port Elisabeth (PE) für 3 Tage niedergelassen. Die Pine Lodge ist eine Art Hochzeits-/Seminarressort, das halt auch eine Campsite hat. Eine merkwürdige Kombination aus Campsite, Chalets und Seminarräumlichkeiten aber ganz nett und unmittelbar hinter den Dünen mit Zugang zum Strand gelegen. Wir wurden gewarnt, dass der Strand nachts nicht sicher ist und schon einiges Unerfreuliches dort passiert ist. Unter Tags sollte es aber OK sein. Da Jürgen gestern erstmals erfolgreich geangelt hat wollte er es am nächsten Tag nochmals versuchen. Als er dann gegen Abend alleine am Strand angelnd Schüsse gehört hat sind ihm die warnenden Worte von der Tante an der Rezeption wieder eingefallen und er hat schleunigst zusammengepackt und ist zum Womo zurückgekehrt.
Am nächsten Tag wurden wir von Pat und Mac, den Bekannten aus Richards Bay, abgeholt und in PE herumgeführt. PE ist eine interessante, freundliche und saubere Stadt mit einer tollen Sea- Promenade, schönen alten Gebäuden und viel zu vielen interessanten Dingen zu tun und sehen. Wir haben auch das WM Stadion gesehen, dass gerade im Fertigwerden ist. Übrigens, die Tickets für die WM Spiele sind, trotz der verhältnismäßig geringen Preise für Einheimische, eher Ladenhüter und es gibt noch mehr als genug Karten. Vielen Südafrikanern ist die WM ziemlich Wurst und sie würden nicht einmal mit einer Freikarte hingehen. Soccer ist halt das Spiel der (weniger finanzkräftigen) Schwarzen. In Bloomfontein hat uns ein Südafrikaner erzählt, dass sein Bruder eine Security Firma hat, die auch bei der WM im Einsatz sein wird. Die werden dann alle Bekannten sowieso gratis einlassen. Er wird`s auch noch rausfinden.
Der Tag mit Pat und Mac war sehr nett und wir haben Bereiche angesteuert, wo wir sonst nie hingekommen wären. Ein sehr netter Tag mit Freunden!! Übrigens, die Sache mit den Schüssen hat sich dabei auch aufgeklärt; hinter den Dünen hat sich ein Schießplatz befunden.
Weiter ging es dann am nächsten Tag nach Jeffreys Bay (kurz und liebevoll J-Bay genannt), dem Surfparadies (es gehört weltweit zu den Top 5 Surfgebieten) von Südafrika. Trotz der späten Ankunft wurde es noch ziemlich ereignisreich. Zuerst wurde noch von Eva beim Strandspaziergang ein Oktopus gesichtet und gefangen, der dann von Kilian stolz allen Passanten gezeigt wurde. Als Jürgen die Feuerstelle für das abendliche Lagerfeuer herrichten wollte, hat er eine kleine Schlange vorgefunden. Diese wurde mit der Grillzange in einen Kübel verfrachtet und dann so weit wie möglich weggebracht (vermutlich handelte es sich um einen ungefährliche „braune Hausschlange“). Schlangen sind wie Gemüse kein geeignetes Grillgut (Ergänzung zum Blog-Spezial zum Thema Grillen).
Die Campsite liegt direkt am Meer und ist zur Zeit nicht gerade voll belegt, aber gut ausgeleuchtet und eben, ohne zu viele Hindernisse (Sträucher). Dies haben wir uns – auf Initiative unserer Jungs – zunutze gemacht und bei Flutlicht noch einen gemeinsamen Abendkick gemacht. Der Enthusiasmus und die Ausdauer, die beide zum Kicken entdeckt haben sind sehenswert!!! Zur Zeit sitzen wir am Lagerfeuer und genießen das Knistern des Feuers und das Rauschen des Meeres – vermutlich werden wir hier noch einen Tag anhängen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:43 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 1. Mai 2009

Elefanten und Elefanten

Nach 3 Nächten in Port Alfred sind wir mittlerweile im Addo Elefant Park angekommen. Dieser ist nach dem Krüger NP der 2. größte NP in SA und hat die Big Seven (neben den Big Five gibt es in der Coast Section auch Wale und den Weißen Hai). Wie der Name schon verrät, gibt es hier Elefanten und die fehlen uns noch für die Big Five. Wir haben uns nach dem Frühstück gleich auf eine Game Drive gemacht. Nach wenigen Minuten wurden wir dann fündig, zwar nicht mit Elefanten, aber auch Mitglieder der Big 5. 2 Löwen, eine Männchen und ein Weibchen, lagen unmittelbar neben der Straße im Gebüsch. Weiter ging es dann vorbei an Kudus zu einem Lookout. Kurz davor haben wir einen weiteren Löwen entdeckt. Er hat sich gesonnt und herzhaft gegähnt bevor er wieder im Gebüsch verschwunden ist. Auf dem Weg zur Picknick Site wurde noch eine Schildkröte erspäht. Bei einem Braai haben wir uns für den Nachmittag gestärkt. Der Drive verlief anfangs ruhig. Ein Büffel wurde gesichtet. Mittlerweile war es schon gegen 16:00 und noch keine Elefanten in Sicht. Plötzlich waren wieder einmal mehrere Autos am Straßenrand zu sehen, ein sicheres Zeichen, dass es etwas Tolles zu sehen gibt. Es tauchte eine Elefantenfamilie auf, um kurz darauf wieder zu verschwinden. Aufatmen, immerhin sind nun auch die Big Five voll. Auf unserem Weg zurück ins Camp kam es noch besser, es querte eine große Elefantenherde die Straße. Wir konnten die Tiere (in allen Größen) aus nächster Nähe beobachten. Sie haben am Straßenrand genüsslich gefressen und sich durch die Autos überhaupt nicht stören lassen. Dieses Treffen war für uns alle beeindruckend. 3 Löwen, viele Elefanten, Schildkröten, Kudus und Warzenschweine waren schon eine gute Ausbeute für einen Tag.
Am Abend hat Jürgen bei einer Nachtsafari teilgenommen. Mit einem großen Scheinwerfer bewaffnet ist der Guide durch den Park gefahren. Gesucht wurden helle Punkte in der Dunkelheit. Die Augen der Tiere, die das Licht reflektieren , verraten ihren Aufenthaltsort. Die Augen der nachtaktiven Tiere leuchten blau, die der tagaktiven rot. Hyänen, Schakale, Roiicat, Hare normal und in der Springausführung( = SA-Känguru in Hasengröße), Zebras, Kudus, Stachelschwein, und last but not least zwei Löwenmännchen wurden aus nächster Nähe gesichtet. Dazu gab es noch allerhand Geschichterln zu den jeweiligen Viechern. Eva hat sich am nächsten Abend das ganze Spektakel auch gegeben, aber statt Löwen und Roiicat Elendantilopen gesehen. Jedenfalls ist die Wildnis mit dem Sternenhimmel auch bei Nacht ein wirkliches Erlebnis.
Am nächsten Tag ging es zum Pool und für Eva zum Horsebackride und zur Nachtsafari. Einen anderen Teil des Parks auf dem Pferderücken zu erkunden war nach den Eindrücken der letzten Reittour in Hinblick auf ev. Elefantensichtungen sehr verlockend. Es war 100 % anders als das letzte Mal. Die 2 angesagten Mitreiter sind (leider) nicht gekommen, so bin ich mit einem Guide allein, auf einem Pferd, das man auch Pferd und nicht Fortbewegungsmittel nennen konnte, auf einem Sattel, der sich nicht gleich beim Raufsitzen nach Hinternweh angefühlt hat, in den NP geritten. Zuerst durch 2 Tunnels durch (beim 2. musste man aufgrund der geringen Höhe absitzen und das Pferd gesengten Hauptes durchführen) und dann ging es im Höllentempo los. Galloppiert werden hier nicht die langen geraden Feldwege, sondern die unübersichtlichen Stellen im Hasenzickzack, die mit einer ziemlichen Steigung (oder einem Abhang) enden. Das erhöht anscheinend die Spannung, die angesichts der Buschlandschaft, wo hinter jedem Busch ein wildes Tier stehen kann eh schon rel. hoch ist. Gesehen haben wir genug, neben den bereits bekannten Tieren auch viele Skellette (Elefant, Hartebeest, Kudu, Schildkröte, …) oder Teile davon und auch Straußeneier. Höhepunkt war aber sicher die Sichtung einer gewaltigen Elefantenherde. Ca. 20 Tiere, die in der Nähe einer Lodge grasten. Eine unglaubliche Kulisse – die Pferde wurden unruhig und wir mussten weiter, damit uns die Elefanten nicht den Weg abschneiden konnten. Im Stall angekommen wurden die Pferde dann noch mit einem dicken Wasserschlauch abgewaschen, die fast 3 Stunden Ausritt mit Galoppwettrennen hatten den Pferden aber nicht den leisesten Schweißtropfen abringen können.
Bevor wir unser nächstes Ziel, Port Elisabeth (PE) ins Visier nahmen haben wir noch eine ausgiebige Pirschfahrt quer durch den Park unternommen. Die ersten 2 Stunden verliefen ergebnisarm, dann aber im süd-östlichen Bereich des Parkes haben wir ganz tolle Begegnungen mit Elefanten gehabt. Zuerst ist uns einer auf der Straße entgegengekommen. Wir haben angehalten und er ist an uns vorbeispaziert. So nahe, dass wir ihn aus dem Autofenster hätten berühren können. An einem Wasserloch haben wir dann den Elefanten bei ihren Wasserspielen zuschauen können. Voller elefantenmäßiger Eindrücke sind wir dann doch aus dem Park gefahren und haben die Pine Lodge in PE (PE wurde mittlerweile in Nelson Mandela Bay umgetauft- was aber auf den Karten und Straßenschildern noch nicht umgesetzt wurde) angesteuert.
Heute waren ganz viele Fischerboote auf See und Angler am Strand. Zu den Anglern am Strand hat sich Jürgen dazugesellt und hat –oh Wunder- den ersten Fisch gefangen. Das schaut jetzt ganz nach einem weiteren Block Spezial zum Thema Fischen in SA aus.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:21 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 28. April 2009

Eva und die „Raggies“

Es soll ja nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt von Südafrika über Wasser, sondern auch unter Wasser ganz ansehnlich sein, also gilt es diese auch einmal zu erkunden. Es ist hier jedoch nicht so leicht eine Tauchbasis zu finden. Obwohl wir bereits fast die halbe Küstenlinie Südafrikas auf der (wärmeren) Indischen Ozean Seite besucht haben, ist dies erst die 2. Tauchbasis, die wir letztendlich in Port Alfred entdeckt haben. Erst einmal eine Tauchbasis gefunden zu haben war aber nur die halbe Miete, jetzt auch noch passende Tauchbedingungen zu erhalten ist der 2. Teil. Ich hatte Glück und bereits am 2. Tag unserer Ankunft waren Sichtbedingungen von ca. 6 m und geringer Strömung, und somit erhielt ich den erwarteten Anruf, dass zum Port Alfred vorgelagerten Riff hinausgefahren wird.
Als Australien Taucherin hatte ich mit der vollen Montur (langer, mind. 6 mm Anzug mit Schuhen, Haube, ….) so meine Probleme. Mit vereinten Kräften und den skeptisch, bewundernden Blicken meiner Jungs, war ich dann entsprechend adjustiert. Als ging’s los zum Riff. Auf dem Weg hätten wir fast einen Wellenreiter aufgegabelt, der sich vor das Tauchboot geschmissen hat. Er wollte dann aber doch lieber Wellenreiten gehen. Nach 10 min. Fahrt am Riff angekommen haben wir uns dann in die kühlen Fluten geschmissen – angeblich hatte das Wasser 14° C. Der erste Fisch, den ich dann zu sehen bekam war ein „raggie“, der ragged toothed shark, mit einer Länge von ca. 1,5 – 2 m. Offensichtlich war er neugierig und hat uns nach kurzer Zeit wieder besucht und hat uns bis auf eine Armlänge an sich herangelassen. Nachdem mein Divebuddy, ein dive instructor, das Ganze ganz gelassen beobachtet hat, war ich kaum mehr wegzukriegen. Die vielen farbenprächtigen Soft Corals, Fische, und Felsformationen und Höhlen mussten aber noch erkundet werden. Und so sind wir dann 50 min. später – mit wunderschönen Eindrücken bestückt – wieder aufgetaucht.
Ja, es war frisch, aber an das denkt man im Moment nicht – und auf den Campingplätzen gibt es immer Badewannen und ausreichend heißes Wasser!!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:36 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Sonntag, 26. April 2009

Blog-Spezial: Wahlergebnis ZUMA

Am 22 April haben in ganz SA die 4. Wahlen seit der Wende 1994 (Ende der Apartheit) stattgefunden. Es war schon seit Beginn unserer Reise das ganz große Thema in SA. Der Wahlkampf war überall deutlich sichtbar. An zumindest jeder 2.Straßenlaterne und vielen Straßenschildern waren Wahlplakate angebracht worden. Von vorn herein war klar, dass der ANC eine große Mehrheit der Stimmen erhalten wird und der neue Präsident der Spitzenkandidat des ANC, Jakob Zuma, sein wird. Doch wurden bei dieser Wahl – wie bei den meisten Wahlen – einige Matches am Rande ausgetragen, die durchaus nicht ohne Einfluss auf die Zukunft von SA sein könnten. Zum einen ist der ANC gespalten. Seit der Wende gab es von dort vor jeder Wahl Versprechen, dass sich für die armen Menschen, das ist die große Mehrheit der schwarzen Bevölkerung, etwas zum Positiven verändern wird. 3 Mal ist bisher nix Nennenswertes von den Wahlversprechen eingetreten. Es geht dabei ja nur um so elementare Dinge wie die Grundversorgung der Kernwählerschaft, der schwarzen Bevölkerung, mit Wohnungen, Strom- und Wasser-, sowie der medizinischen Basisversorgung. Eine große Anzahl der Schwarzen ist HIV infiziert und die sanitären Zustände sind in diesen Wohnvierteln meist erbärmlich. Der ANC hatte die Aufgabe seiner Klientel abermals zu verhökern, dass es dieses Mal besser wird und eine Stimme für den ANC eine Stimme für Verbesserungen ist.
Der Wahlkampf, den der ANC geführt hat, war strategisch gut angelegt. Man hat sich von den bisher an der Macht befindlichen ANC Politikern distanziert und es so verkauft, dass mit Jakob Zuma und seinen Getreuen jetzt ein Neustart möglich ist. „Working together we can do more“ war die Devise, die im ganzen Land durchaus aufwendig unter die Leute gebracht wurde. Wenn man sich diesen Jakob Zuma genauer anschaut, dann fällt einerseits auf, dass er bis 2005 selbst in der Regierung war und andererseits er im Waffengeschäft aktiv war. Diesbezügliche Untersuchungen, die seit rd. 8 Jahren andauerten, kamen kurz vor der Wahl, unter undurchsichtigen Umständen zu keinem konkreten Schluss – und wurden eingestellt. Zuma wird dem extrem linken Lager zugeordnet und hat in seinem Wahlkampf jedem genau das versprochen, was er hören wollte. Details widersprechen sich dabei, sodass jetzt schon klar ist das so manches Versprechen notwendigerweise gebrochen werden wird.
Eine bekannte Zeitung hat jeweils vor den vorherigen Wahlen eine sehr arme Familie besucht und versucht, anhand ihres Schicksals die Veränderung durch die ANC Regierung für deren Kernwählerschicht zu dokumentieren. Diese Familie lebt in einem Zimmer „Appartment“ ohne Strom und Fließwasser. Die Mutter ist alleinerziehend und bei der letzten Wahl lebten noch 8 Personen in dem Haushalt. Mittlerweile sind es mehr. Zwar ist eine Ihrer Töchter an Aids verstorben, eine andere hat 3 Kinder von einem Mann, die alle samt eingezogen sind. Vor jeder der 3 letzen Wahlen ist ihr versprochen worden, dass ihre Behausung an Strom und Fließwasser angeschlossen werden wird. Bis dato ist noch nix passiert. Der Standard sinkt Zunehmens. Die medizinische Versorgung ist von sehr schlecht auf unter Null gesunken. In der lokalen Klinik kommt alle 2 Monate ein Arzt vorbei. Die lokale Aidsbetreuung ist mittlerweile unbesetzt. Auf die Änderung seit der letzten Wahl angesprochen, meint die Frau des Hauses „Die einzige sichtbare Veränderung seit der letzten Wahl ist jene, dass der ANC Gebietsbetreuer kurz nach der letzten Wahl ein neues Auto bekommen hat.“ Korruption ist dort kein Fremdwort und eine Frage ist wie lange der ANC seine Stellung noch halten kann und wann selbst die arme, schlecht gebildete schwarze Unterschicht dem ANC die Gefolgschaft bei den Wahlen aufkündigen wird.
Dieses Mal hat sie dem ANC wieder die Stange gehalten, doch scheint die Geduld durchaus enden wollend. Sollte es dem ANC wieder nicht gelingen etwas zu bewegen, und die Zeichen stehen aufgrund der Wirtschaftskrise schlecht, so könnte diese Wahl die letzte „gemahte Wies´n“ für den ANC gewesen sein. Die nebulosen Wahlkampfankündigungen stehen Großteils alleine da und konkrete Umsetzungspläne wie Wahlversprechen wurden bis dato nicht verlautbart.
Der ANC hat landesweit über 65 % erhalten, gefolgt von der Demokratic Aliance (DA)mit ca. 16 % (laut dem vorläufigen Ergebnis). In einer der 9 Provinzen, im Westkap (rund um Kapstadt) hat die DA sogar die Mehrheit der Stimmen erhalten. Dem gegenüber steht die Provinz Limpopo mit soliden 85% für den ANC.
Mit Spannung wird die Ministerliste vom Kabinett Zuma erwartet. Die Grundfrage ist ob er Fachleute oder ANC Gefolgsleute in die Schlüsselpositionen setzt. Sollte er sich für die Variante 2 entscheiden könnte dies für die Wirtschaft katastrophale Folgen haben. Ausländische Investoren würden sich vermutlich zurückziehen und der Abwärtstrend würde sich fortsetzten. Das hätte bittere Folgen für alle Bevölkerungsschichten.
Ein aus Simbabwe stammender Missionar hat mir neulich erzählt wie der Abstieg seines Landes von statten gegangen ist. Simbabwe war einst ein für afrikanische Verhältnisse wohlhabendes Land. Absolut mit SA zu vergleichen. Nach der Machtergreifung von Mugabe ist es 10 Jahre so weiter gegangen, bevor der rapide Abstieg begonnen hat. Mittlerweile ist die Wirtschaft völlig tot, die Weißen werden des Landes verwiesen und Seuchen und Hunger gehören zum Alltag. Eine gewisse Gefahr, dass es für SA früher oder später auch in diese Richtung gehen könnte ist nicht von der Hand zu weisen. Das wollen wir keinesfalls hoffen und würden uns wünschen, dass es in SA aufwärts geht und dieses Land auch in der Zukunft für Bewohner und Besucher eine so einzigartige Destination bleibt.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 19:43 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 25. April 2009

Dodo und Froggies

Nach 2 Nächten im Areena Ressort haben wir uns zum zweiten Mal auf den Weg nach East London gemacht. In EL gibt es ein großes Museum, in dem es einen ausgestopften Quastenflosser (der ausgestorben geglaubte Fisch wurde 1938 erstmals in Südafrika gefunden) und das einzige Originalei eine Dodos zu bewundern gibt. Das Museum hat eine sehr umfangreiche naturwissenschaftliche Abteilung mit unzähligen (ausgestopften) Tieren zu Wasser, zu Land und in der Luft. Neben dem Quastenflosser ist die zweite Hauptattraktion das Ei eines Dodos. Diese vogelartigen Tiere, in der Größe einer großen Gans, gab es im 19. Jahrhundert noch zuhauf. Mittlerweile sind sie wahrscheinlich ausgestorben und so hat es den Anschein, dass dieses Ei das einzige und letzte Ei eines Dodos ist. Im Obergeschoß dieses Museumskomplexes gibt es noch eine Ausstellung über Schiffuntergänge und eine ethnologische Sektion über die Ureinwohner SA´s, die Xhosa, und allerhand Utensilien aus der Vergangenheit dieser Region. Die Kinder waren kaum wieder rauszubekommen. Selbst das Angebot eines Fritzbesuches (MacDonalds) hat nicht gezogen. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und sind beim Fritz gelandet.
Danach ging es gut gestärkt zum Lagoon Valley Ressort, wo wir uns niedergelassen haben. Die Site liegt zwar sehr schön an einer Lagune, ist aber sonst in die Jahre gekommen. Nach einem zehnminütigen Spaziergang haben wir den Strand erreicht. Am Beach gibt es Sanddünen und auch Felsen – und bei Betrachtung die Szenerien wird einem klar warum dieser Teil der Küste Wild Coast heißt. Die Kinder haben sich in den wellengeschützen Rockpools beim Krebsefangen, Muschelsuchen und Baden vergnügt. Wieder beim Womo angekommen sind die Jungs draufgekommen, dass sich unter dem Trampolin Froggies befinden. Diese wurden umgehend gefangen und waren die ideale Beschäftigung für die Jungs. Am liebsten hätten sie sie wie Haustiere gehalten und im Womo mitgenommen. Als Eva und Jürgen den Eindruck hatten, dass die Froggies Erholung brauchten wurden sie jedoch wieder freigelassen. In der Nacht hat es dann geregnet, aber in der Früh hat die Sonne wieder gelacht. Gefreut haben sich auch die Buben als sie wieder mit neuen Froggies ankamen.
Dann ging es ab an die Sunshine Coast nach Port Alfred, ungefähr auf halben Weg zwischen EL und Port Elisabeth. Dort sind wir erstmals in einem Caravan Park mit 5 Sternen (die höchstmögliche Anzahl). Der Platz besticht durch fast klinische Sauberkeit und einigen Details, wie dass die Vorhänge in den Waschräumen mit der Farbe der Handtücher abgestimmt wurden, Hängematten zur freien Benutzung herumhängen, und so ziemlich alles in Schuss ist. Es haben die Badewannen sogar Stöpsel (wir haben uns zwischenzeitlich mit Kraftklebeband ausgeholfen)!!! Wir sind dann noch zur Coast gewandert und haben in Guidos Restaurant bei einem Bier die atemberaubende Aussicht genossen und die Wellenreiter beobachtet. Heute hat Jürgen die Nachrichte geschaut, Infos zu den Wahlen wird es in einem Blog Spezial geben. Interessant war der Wetterbericht. In Teilen der Drakensbergen hat es nämlich geschneit. Da hatten wir vor etwas mehr als 14-Tagen wettermäßig mit blauem Himmel und Badewetter wirklich großes Glück gehabt. Darauf wird jetzt noch unser neu erstandener Single Malt Whiskey getrunken. Das ist sehr zu empfehlen-Prost!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:32 1 Kommentar: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 22. April 2009

Muscheln und Strauß

Nach 2 entspannenden, aber windigen Tagen in Morgen Bay haben wir unser Womo wieder gestartet um ins nahegelegene Kei Mouth zu fahren. Dort gibt es ein Muschelmuseum und eine große Lagune. Ersteres war sehr interessant. Tausende verschiedener Muscheln aus aller Welt gibt es dort. Wir haben nicht gewusst, dass es dermaßen viele unterschiedliche Muscheln gibt, wenngleich unsere eigene Sammlung von Muscheln schon beträchtliche Ausmaße angenommen hat.
Bei der Lagune von Kei Mouth gab es dann wieder unzählige Muscheln am Strand. Einige haben auch den Weg ins Womo gefunden. Nach einem ausgiebigen Spaziergang – bei dem wir auch eine abenteuerliche selbstgebastelte Fähre, bei der es auch Fahrpreise für Kühe gibt, bestaunt haben, haben wir unser nächstes Ziel Aquarium in East London (EL) angesteuert.
EL ist eine größere Hafenstadt, die schon beim Reinfahren einen sympathischen Eindruck gemacht hat. EL wurde vor kurzem in Buffalo City umbenannt. Das Aquarium wurde auch prompt gefunden. Die Jungs waren begeistert von den Haien, Robben, Pinguinen und unzähligen verschiedenen Fischen. Die Zeit wurde wieder eng, aber es wäre nicht möglich gewesen vor der Fütterung zu gehen. Als gegen Ende der Fütterung jeder Pinguin einzeln gefüttert wurde, und die Anzahl der Exemplare beträchtlich war, sind wir doch nicht bis zum Ende geblieben.
Unsere Vorräte waren aufgebracht, die dunklen Wolken haben nix Gutes verheißen und der Weg zur Campsite war eher weit. Das Einkaufscenter, das uns im Aquarium beschrieben worden war, hat sich nicht dort befunden wo es eigentlich sein sollte. Das Schild welches einen Fritz angekündigt hat ist offensichtlich von einem Spurs Fan (SA Steak-House Kette im amerikanischen Stil) umgedreht worden. Ein kleiner Spar wurde von uns fast leergekauft und unsere Mägen mussten sich noch gedulden. Wir wollten das Areena Riverside Resort finden. Dieses wurde uns schon von mehreren Campern empfohlen. Es liegt mitten in einem privaten Game Reserve an einem Fluss. Da es schlecht beschildert war uns es mittlerweile stark zu regnen begonnen hat, war die Fahrt dorthin ein kleines Abenteuer. Es war schon dunkel als wir dort angekommen sind. Nach Spaghetti und ein paar Flaschen war dann Ruhe im Womo. Am nächsten Tag war, sehr zu unserer Freude, die Sonne wieder da. Auf der Campsite rennen die Vogelsträuße und rehähnliche Tiere frei herum. Ein Strauß hatte es auf unser Braai abgesehen, aber die Steaks wurden von Jürgen vehement verteidigt. Der Angreifer war sehr hartnäckig, doch das Essen konnte gerettet und verspeist werden. Kilian hat dann noch am Fluss geangelt. Seit heute kann er das Auswerfen so richtig gut. Am Pool wurde dann noch ein Nyala bestaunt und gefüttert. Fazit – eine toller gemütlicher Ort für uns und die Kinder. Heute finden in SA auch die Wahlen statt und da wir uns an solch einem Tag besser von Großstätten fernhalten ist das Resort optimal für uns.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:55 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Sonntag, 19. April 2009

Nashorn und Elfen

Vom Mountian Zebra NP sind wir zu einem Ort namens Hogsback aufgebrochen. Zwischen dem Camp im NP und dem Gate ist uns noch ein Nashorn „über den Weg“ gelaufen. Es ließ sich einige Minuten lang geduldig beobachten und fotografieren. Dann hatte es offensichtlich genug und ist wieder verschwunden – so wie wir auch. Auf dem Weg nach Hogsback haben wir bei einem Bauernhofgasthaus Kudu-Burger verspeist. Kudus sind die rehartigen Tiere mit den weißen Streifen am Rücken, die wir am Vortrag beobachtet haben. Sie sind nicht nur schön anzuschauen, sondern schmecken auch vorzüglich. Gestärkt ging es dann weiter; vorbei an Fort Hare, einer bekannten Uni, an der auch Nelson Mandela studiert hat.
Hogsback liegt in einer Berglandschaft und ist bekannt für seinen alten Baumbestand. Abgesehen von ein paar eigenartigen Bäumen könnte man meinen irgendwo in Europa zu sein. Beeindruckend ist auch, dass nur wenige km weiter unten im Tal trockene, savannenartige Landschaft vorherrscht. In den Wäldern tanzen die Elfen, sagt man. Es wimmelt dort nur so vor Schmetterlingen, die meist am irgendwo im Gras sitzen.. Beim Herumspazieren fliegen sie auf und tanzen durch den Wald. Das sieht wirklich nett aus.
Wir haben eine Wanderung zum „Big Tree“ unternommen. Abmarsch war um ca. 16:00 beim Camp. Der Weg war 1,7 km und führte durch einen Wald steil bergab. Beide Buben sind brav marschiert. Es gab aber soooooo viel zu entdecken, dass wir extrem lange gebraucht haben. Der Big Tree ist 38 Meter hoch und 800 Jahre alt. Unsere Jungs sind zusammen 8 Jahre alt und extrem hungrig gewesen. Als Jause raus, es wurde zwischenzeitlich immer dunkler. Die Sonne war bereits hinter den Bergen verschwunden und uns war klar wir müssen rasch weiter. Auf unserer Karte war ein Weg eingezeichnet, der angeblich direkt zurück führt. Er war zwar nicht beschildert, ein Weg führte aber vom Big Tree steil nach oben. Die Richtung sollte passen und so haben wir entschieden es zu versuchen, da der Hinweg zu lange gedauert hätte. Die Kinder waren anfangs noch motiviert. Als es aber immer steiler und gleichzeitig dunkler wurde ist die Motivation bei uns allen geschwunden. So standen wir da, der knielahme Jürgen, die starke Eva (mit Kris am Rücken) und dem tapferen Kilian, der sich echt toll geschlagen hat. Mittlerweile war kein Weg mehr zu erkennen. Das Terrain war felsig und steil, voller dornigem Gestrüpp. Schlangen gibt es da auch, dass war aber im Moment nicht unser primäres Problem. Auf allen Vieren sind wir dann weiter getümpelt, bis wir bei einer Felswand ankamen, die unmöglich zu überwinden war. Dieser sind wir dann entlang gekrallt, alles im dornigen Gestrüpp. Kilian ist selbst gegangen, hat er echt toll gemacht. Nach einer halben Stunde haben wir dann den Weg gekreuzt. Nun war das Vorwärtskommen einfacher, wenngleich in der Dunkelheit immer noch spannend. Völlig zerkratzt aber erleichtert haben wir denn die Straße erreicht. Kommentar von Krisi am Rücken von Eva sitzend „So ein schöner Tag“.
Am nächsten Tag haben wir noch einen Wasserfall, „39 Steps“ genannt, besucht. Dieser liegt in einem Garten in dem es mehr als 100 verschieden Bäume aus aller Welt gibt. Viele davon sind mehr als 100 Jahre alt. Muss damals ein ziemlicher Aufwand gewesen sein diese zusammenzutragen. Hat sich aber gelohnt, der Park sieht echt schön aus.
Dann haben wir uns in Richtung Wild Coast aufgemacht. Auf dem Weg dorthin liegt Bisho. Das war bis vor wenigen Jahren ein Homeland, das sich als Art eigener Staat präsentiert hat; gehört aber jetzt wieder zu SA. Dort gibt es außer teure Hotels (die Nacht kostet so viel wie das Monatsgehalt eines Dienstmädchens) und Regierungsgebäude gar nix zu sehen. Die Strategie dahinter ist für uns nicht zu durchschauen, da Bisho alles andere als schön und einladend ist.
An der Wild Coast ging es nach Morgen Bay. Einem kleinen Ort mit einer Campsite, direkt zwischen Meer und Lagune. In Morgen Bay haben wir einen wunderschönen Tag am Meer genossen. Von dort bringt uns so schnell niemand weg, außer vielleicht das Wetter. Aber an schlechtes Wetter denken wir natürlich nicht, da wir gerade unter einem sternenklaren Himmel sitzen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:46 1 Kommentar: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 16. April 2009

Cheetah und Squirrel

Den heutigen Tag sind wir ruhig angegangen. Nachdem wir die Zeit für die Morgenpirschfahrt verschlafen hatten, haben wir bei einem Frühstück beschlossen den sonnigen Tag am Pool zu verbringen und eine weitere Abendpirschfahrt ins Auge gefasst. Nach einigen Jumpungen haben wir uns dann mit einem Wienerschnitzl mit Reis gestärkt und los ging es zum Game Viewing. Die erste halbe Stunde verlief ruhig, so ruhig, dass Krisi eingeschlafen ist. Dann wurden einige Squirl (Art Eichhörnchen) gesichtet. Sie waren so überhaupt nicht scheu und wir konnten mit dem Auto fast bis zu ihnen hin fahren. Geduldig ließen sie sich beobachten. Kilian war begeistert und weiter ging die Pirschfahrt.
Ein paar km weiter sahen wir schon von weitem einige Autos am Straßenrand stehen. Da im Park heute fast gar nichts los ist haben wir schon geahnt, dass eine Ansammlung von 4 Autos etwas Interessantes bedeuten könnte. Uns so war es dann auch. Unter einem Baum nicht weit vom Straßenrand lagen 2 Cheetahs. Das sind leopardenähnliche Raubkatzen (Geparden). Sie können bis zu 100km/h schnell laufen. Diese 2 Exemplare machten aber keine Anstalten zu türmen. Zuerst lagen sie im Schatten, dann saßen sie friedlich nebeneinander und schauten neugierig umher. Eine der beiden Raubkatzen ist dann aufgestanden und hat sich einige Meter von uns wegbewegt. Die Zweite ist ihr gefolgt und sie sind dann Seite an Seite dagesessen und haben wie wir die Abendstimmung bei dem herrlichen Ausblick genossen. Der Genuss unsererseits hatte dann ein jähes Ende, da ein Blick auf die Uhr und dazu bewog anzugasen. Um 18 Uhr wird der Schranken im Camp geschlossen und da macht es Sinn vorher da zu sein. Ähnlich knapp wie gestern ist uns das dann auch gelungen. Kilian hat seine Liebe zum Kicken entdecket und so haben die 3 Buben noch so lange gekickt bis sie gar nix mehr gesehen haben.
Die heutige Begegnung mit dem Cheetah hat uns auch unserem Ziel die BIG FIV in Natura zu sehen ein großes Stück weiter gebracht. Es fehlt nur noch der Elefant und wir sind guter Hoffnung, dass uns das bald gelingen wird.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:49 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 15. April 2009

Puffotter und Strohhalm

Heute ging es weiter zum Mountain Zebra NP. Dieser liegt ca. 150 km östlich von Graaff-Reinert. Wie der Name schon sagt hat der NP was mit Zebras zu tun. Genauer gesagt war es das Bergzebra, welches schon fast ausgestorben war und dessen Bestand sich nicht zuletzt durch den NP in den letzten Jahrzehnten wieder erholt hat. Mitten im NP liegt das Camp. Es verfügt über ein außergewöhnlich geniales Pool. Dieses wurde nach einem Braai getestet. Aber nur kurz, denn der Empfehlung eines Parkwächters folgend sollte man die Pirschfahrt entweder früh morgens oder gegen Abend unternehmen. Da wir bekennende Morgentrödler sind kam für uns nur Variante 2 in Frage. Das Gate beim Camp schließt jedoch um 18 Uhr- also kurz nach Mittag. Um ca. 16:30 sind wir es dann angegangen die Tiere vom Auto aus zu suchen. Auf einem guten Schotterstraßennetz kann man kreuz und quer und auf und ab durch den Park fahren und „“Game viewen“ wie das hier so schön heißt. Die Landschaft ist mehr als beeindruckend und nach kurzer Fahrt sind auch schon die ersten Tiere aufgetaucht. Vögel mit langen Schnäbeln und die besagten Zebras wurden gesichtet. Darüberhinaus zahlreiche Springböcke und Blessböcke sowie eine Vielzahl von Büffeln. Höhepunkt war aber die Puffotter die wir aus nächster Nähe beobachten konnten. Sie bewegt sich raupenartig und hat einen eher kurzen gedrungenen Körper. Sie ist extrem giftig und die gefährlichste Schlange in SA. Sie flüchten nämlich nicht vor den Menschen, wie beispielweise Kobras das zu tun pflegen. Sie verlässt sich voll und ganz auf ihr Gift. Kilian war sehr begeistert und wollte gar nicht mehr weg. Angreifen haben wir ihm natürlich nicht erlaubt. Als die Schlange längst weg war wollte er immer noch nicht weiter, sie könnte ja noch einmal kommen. Es ist schon ein komisches Gefühl so ein Tier zu beobachten, dass mit einem Biss die ganze Reise oder sogar das weitere Leben wesentlich beeinflussen könnte. Zufällig haben wir zuvor in einen Magazin einen Bericht über ein Opfer einer Puffotterbisses gelesen. Er war vor einem Jahr in den Finger gebissen worden und hat sich bis heute noch nicht so ganz erholt. Das Gift zerstört das Gewebe und verursacht extreme Schmerzen. Aber schön war sie schon!
Auf unserer Pirschfahrt haben wir dann noch unzählige Tiere gesehen, die sich auf der weiten steppenartigen Ebene allabendlich versammeln. Leider war die Zeit schon sehr fortgeschritten und wir haben dann ein bisserl Gas geben müssen. Um 17:57 haben wir das Gate gerade noch rechtzeitig erreicht.
Jürgen hat mit den Buben noch ein bisserl gekickt. Sie rennen ihm um die Ohren. Zur Zeit brennt das Lagerfeuer und es rinnt der Wein. Doch eher langsam, denn Jürgen trinkt seit 2 Tagen nur mit dem Strohhalm. Er hat sich einen Zahn ausgebissen und ist daher temperaturempfindlich. Einen Vorteil hat die Sache aber schon. Wenn er ein Bier trinkt fühlt es sich an wie 2 oder 3. Prost und Schlürf!!!!!!!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:24 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 14. April 2009

Lizard und Aberdeen

Zeitgleich mit uns ist am Ostermontag fast der gesamte Campingplatz aufgebrochen. Nein, eigentlich etwas früher, denn als wir unsere Köpfe aus dem Womo streckten war neben uns erst in weiter Ferne in „Campingnachbar“ zu sehen. Die haben alle in den frühen Morgenstunden „ihre Zelte abgebrochen“.
Wir sind zu unserem nächsten Ziel in eine Stadt Namens Graaff-Reinet aufgebrochen. Sie liegt wie eine Oase inmitten der Karoo, einer Halbwüste. Bereits während der Fahrt ist uns die bizarre Landschaft aufgefallen, die so anders war als alles bisher Gesehene. Alle möglichen Ocker- und Rostrotfarben, unzählige Kakteen und Trockengewächse, und statt der Rinder und Schafe konnten wir nun Vogelsträuße vom Auto aus erspähen.
Graaff –Reinet ist eine wunderschöne Stadt mit vielen alten Gebäuden, die im holländischen Stil gebaut und mit weißer Farbe angemalen sind. Ein Museum, das Reinet Haus, ist vollgestopft mit antiken Möbeln und Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs aus dem 19. Jahrhundert. Unsere Jungs sind aus dem Schauen gar nicht herausgekommen. Diese Stadt hat Flair und das herumspazieren, das man hier ohne Bedenken machen kann, hat uns gut gefallen.
Die Stadt ist umgeben vom Camdeboo NP. Das Highlight des NP ist das Valley of Desolation (Verzweiflung). Die Landschaft ist felsig bizarr und erinnert an eine Mondlandschaft. Vom Gate des NP kann man bequem den Berg hinauffahren. Dort hat man eine tolle Aussicht über Graaff Reinet mit seinem Stausee und die Karroo, die sich in alle Richtungen – so weit das Auge reicht – erstreckt. Das Valley of Desolation erkundet man auf einem ca. 40 Minuten langen Hike dem Lizard Trail. Unsere Jungs waren dauernd auf der Suche nach Lizards und sind den Trail brav marschiert. Einige Lizards wurden auch gesichtet – was sich äußerst motivierend auf die Gehmoral ausgewirkt hat.
Der NP hat auch eine Game Reserve die wir natürlich auch erkunden mussten. Über ein Wegenetz kann man vom Auto aus Springböcke, Antilopen, Büffel, Vogelsträuße, Erdmännchen, etc. beobachten. Auf einem Picknick im NP haben wir dann die Vorteile des Womos genutzt und ein ausgiebiges Mittagessen gekocht und verspeist. Danach haben wir den Entschluss gefasst – der Empfehlung unseres Führers folgend – nach Aberdeen zu fahren. Die Stadt war als eine Art Baudenkmal beschrieben, wo sich die verschiedensten Stile wiederfinden. Dort angekommen, haben wir zuerst einmal festgestellt, dass die im Führer angegebene Campsite geschlossen und heruntergekommen war. Die sonstigen Bauwerke haben uns auch nicht vom Hocker gehaut. Hängengeblieben sind wir dann wir bei einem kleinen Cafe in der Mainstreet mit vielen interessanten selbstgemachten Herrlichkeiten, wie Ginger Beer. Von dort ging es zurück zur Campsite nach Graaff-Reinet, das wir noch vor Einbruch der Dunkelheit und nach Besuch des Bottle Shop erreicht haben.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:05 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 11. April 2009

Fisch zu Ostern

Von Kimberly sind wir zurück nach Bloemfontain gefahren und haben im Ryneke Park (wie schon vor 2 Tagen) übernachtet. Da der Karfreitag Feiertag ist und die Osterfeiertage vor der Tür stehen, war ein Großeinkauf angesagt. Nach einem Spaziergang in der Innenstadt von BF sind wir zum Mimosa Einkaufscenter gefahren. Dieser Center ist gar nicht Mimosenhaft sonder riesig. Trotz immer stärker werdendem Rand haben wir den Pik`n Pay (neben Spar die weitverbreitetste Supermarktkette) beinahe leergekauft. Voll ausgestattet ging es dann auf der N1 weiter Richtung Port Elisabeth. Neben einem Tempomaten wäre ein Arretiersystem für das Lenkrad hier sehr hilfreich. Die Anzahl der Kurven, die die N1 auf diesem Abschnitt macht (>200km) kann man auf einer Hand abzählen. Das Forever Ressort am Gapiem Damm war unser Ziel. Dort wollen wir den Ostersonntag in aller Ruhe verbringen. Doch erstmals sind wir mit einer vollen Campsite konfrontiert. Jeder Südafrikaner der ein Zelt oder Campingvehikel besitzt nutzt es am langen Osterwochenende. Wahrscheinlich wird danach alles eingewintert und wir werden genug Platz bei unseren weitern Stationen unserer Reise haben.
Anfangs haben wir uns geschreckt! Lange Reihen von Zelten, Wohnwägen, wie die Sardinen. Wir hatten jedoch Glück und stehen in der 2. Reihe zum Wasser hin. In der ersten Reihe sind ausschließlich Angler. Dass Wasser ist leicht trüb und offenbar ideal für Karpfen und sonstige Süßwasserfische. Alle paar Minuten beißt ein Fisch. Während der Fisch an der Angel zappelt, zappeln und hüpfen unsere Jungs vor Begeisterung. Die Angler geben die Fische unseren Jungs zum hoppern, was die Begeisterung noch steigert. Die Fische selbst werden von den ausschließlich Weißen Anglern nicht selbst verzehrt. Sie schmecken zu sandig. Abends kommen die Schwarzen und haben mit den Fischen eine Riesenfreude. Die Angler haben lieber ein Braii mit Fleisch. Ein originales Braii wird mit Holz angeheizt. Da dies das ganze Jahr über gemacht wird, gibt es offenbar keinen Bedarf für ein gesondertes Osterfeuer. Abgesehen von den Ostersüßigkeiten im Supermarkt haben wir auch sonst wenig österlich entdeckt.
Unsere Jungs hoffen, dass der Osterhase auch in SA an sie denkt. Wir glauben das wird er und freuen uns schon auf die Sucherei Morgen früh.
Wir wünschen allen Lesern unsers Blogs ein schönes Osterfest und einen braven Osterhasen – und stellen im Gedanken ein Vollmondfoto in den Blog.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:18 2 Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 9. April 2009

Polizisten und Diamanten

Am heutigen Tag ist alles ganz anders gekommen als geplant. Wir haben die Nacht in einer Campsite nahe Bloemfountain verbracht. Heute wollten wir eben dieses Bloemfountain besichtigen. Dort gibt es viele alte Gebäude und im Fort der Stadt ist eine Military Museum mit allerhand Waffen untergebracht. Ein Muss für die Jungs. Dort angelangt standen wir vor verschlossenen Türen. Wir haben dann herausgefunden, dass alle Beamten auch am Gründonnerstag ab 10:00 frei haben (Karfreitag ist Feiertag) und alle Museen, Sehenswürdigkeiten und öffentliche Einrichtungen sich auf Ostern vorbereiten. Na Spitze, damit war nicht zu rechnen. Kurz entschlossen sind wir nach Kimberly gefahren.
Auf dem Weg dorthin sind wir in eine Straßensperre der Polizei gekommen. Schätzungsweise 30- 40 Polizisten in Zivil und in Uniform waren daran beteiligt. Zuerst wurden wir angehalten und nach der Anzahl der Insassen befragt. Dann wurden wir 50m nach vorne zum Kollegen weiterverwiesen. Dort angelangt sollten wir weiter 50 Meter zu anderen Polizisten fahren. Dort wurden wir von einigen Polizisten umringt und um den Führerschein befragt. Ich hab ihm einfach den Rosa Zettel (ausgegeben 1989) gegeben. Damit waren der Polizist und seine Kollegen heillos überfordert. Der Internationale Führerschein war im Womo-Safe und wir wollten uns die Räumerei ersparen. Der Führerschein machte die Runde. Als sie mich fragten, wo das Ablaufdatum sei und ich sie aufklärte, dass es sowas in Österreich nicht gibt haben sie nur verdattert dreingeschaut. Ich hab dann doch angeboten meinen Internationalen Fs herauszurücken. Das wurde gerne angenommen, doch auch dieser Wisch war den Beamten ewas Neues. Hektisch wurde dann der Chief gerufen. Dieser warf einen kurzen Blick auf meine Fs und damit war die Sache erledigt und wir durften weiterfahren. Der Tanz der Polizisten um unser Womo war damit zu Ende. Das Ganze war zumindest für die Buben sehr unterhaltsam (Zitat Kilian: Einer hatte sogar eine lange Pistole).
In Kimberly angelangt haben wir die Campsite direkt neben dem Big Hole angesteuert. Kimberly ist berühmt für seine Diamantenvorkommen. Die Geschichte mit den Diamanten begann 1871 als ein Junge am Flussufer einen Diamanten fand. In weiterer Folge wurde ein regelrechter Diamantenrausch ausgelöst. Über Jahrzehnte wurde gegraben was das Zeug hält. Als Folge der Grabereien ist das Big Hole entstanden. Auf dem Weg dorthin ist uns ein großes Plakat mit den Öffnungszeiten des Visitorcenters untergekommen. Lediglich an 2 Tagen im Jahr hat das Center geschlossen, am Christtag und am Karfreitag. Also, das Womo schnell abgestellt und auf zum Big Hole.
Der Visitorcenter existiert erst seit wenigen Jahren. Er besteht aus einem Freilichtmuseum mit Gebäuden aus der Zeit des Diamantenrausches und dem eigentlichen Diamantenmuseum. Unter dem Titel Diamonds und Destiny wird die Geschichte der Diamanten erzählt. Es gibt eine Multimediashow und man kann über eine Aussichtsplattform ins Big Hole schauen. Das Ganze ist sich dann zeitlich noch gut ausgegangen und wir haben den Besuch bei einem Bier im Pub im Freilichtmuseum abgeschlossen.
Die Jungs haben zur Zeit die Polizeiphase. Dazu passend haben wir hier die richtige Geräuschkulisse. Alle paar Minuten hört man hier ein Martinshorn. Nicht sehr beruhigend. Aber der Campingplatz ist bewacht!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:22 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 8. April 2009

Blog-Spezial: Wahlen in SA

Wer die Wahl hat, hat die Qual, diese gilt nicht nur in Österreich sondern auch in SA. Am 22. April werden die 4. freien Parlaments und Provinzwahlen seit Ende der Apartheid 1994 stattfinden.
Die dominierende Stellung des ANC(African National Congress) dürfte nicht in Gefahr sein. Der ANC ist die Partei der Schwarzen. Sie wurde 1944 mit dem Ziel der Abschaffung der Apartheit gegründet. Gründungsmitglied war ein gewisser Nelson Mandela. Er ist nach wie vor der Hero und hat eine Sonderstellung. Er war der erste Präsident SA’s und regierte zwischen 1994 und 1999.
Sein Nachfolger Thabo Mbeki erzielte 2004 ein Rekordergebnis mit über 70% der Stimmen für den ANC. Weiters regiert der ANC 7 der 9 Provinzen. Alle übrigen Parteien sind weit abgeschlagen dahinter. Das politische Maß der Dinge ist der ANC. Nun dürfte die Wähler der Umstand, dass es mit SA nicht gerade aufwärts geht, nicht wirklich zu stören. Den Meinungsumfragen folgend hat niemand eine wirkliche Chance gegen den ANC.
Wir haben den Eindruck, dass ganz SA mit Plakaten zugeklebt ist. Von den Plakaten (in der Größe der Plakatständer und nur mit der Parteibezeichnung, aber ohne Namen) lachen einem verschieden Personen entgegen. Eine Kandidat fällt nicht nur durch sein hinterlistiges Gegrinse auf, sondern auch durch den Umstand auf, dass gut 7/8 der Plakat sein Konterfei trägt . Der Herr heißt Jacob Zuma und ist Spitzenkandidat des ANC. Seine Person ist nicht unumstritten. Abgesehen von Omnipräsenz in den Zeitungen, an den Plakaten und bei Propagandaumzügen seiner Fans gab er erst kürzlich äußerst kontroversielle Statements von sich.
Unlängst hat er verlautbar, dass unter den weißen Südafrikanern die Afrikaner (Afrikaans sprechenden SA) die einzigen wahren Südafrikaner sind. Die andern freuen natürlich solche Aussagen ihres vermutlich künftigen Präsidenten.
„Der ANC wird regieren bis Jesus kommt“ ist ein weiteres Highlight von Herrn Zuma.
Die Weißen sehen die politische Entwicklung mit Sorge. Politisch haben sie nicht wirklich einen Einfluss und ihr Leben wird zunehmend schwieriger. Die Sicherheitslage verschlechtert sich zusehends. Der schlechte Zustand der Straßen und der öffentlichen Gebäude ist ein weiteres sichtbares Zeichen, dass es bergab geht. Die kürzlich eingeführte Visapflicht für Südafrikaner innerhalb des Commonwealth tut vielen, insbesondere Unternehmern und Studenten, sehr weh. Diese wurde eingeführt, nachdem unhaltbare Zustände bei der Passausgabe lange gerügt und nicht abgestellt wurden. Daraufhin wurde die Visapflicht eingeführt.
Oftmals wurde uns von Südafrikanern erzählt wie toll es vor 1994 hier ausgesehen hat und die jetzt alles den Bach runtergeht. Auch wenn wir selbst den Vergleich nicht haben, so scheinen ihre Erzählungen glaubwürdig. Wir haben auch schon einzelne (eine Minderheit) getroffen, die der Meinung sind, dass der Weg unaufhaltsam war, und es halt ein Zeitl (2-3 Generationen) dauern wird, bis sich alles (zum Guten) eingespielt hat.
Wir sind mit einem Farmer ins Gespräch gekommen, während wir auf unsere neuen Reifen für unser WOMO gewartet haben. Er hat uns erzählt, dass die laufend Leute erschossen werden. Unlängst wurden 2 Touristen in Betlehem umgebracht. Wenn wir die Zeitung lesen beschleicht uns auch das Gefühl, dass Gewaltverbrechern hier auf der Tagesordnung stehen. Der Farmer hat uns seine Pistole gezeigt die er am Fuß unter seiner Hose trägt. Viele, sowie auch er, hegen hier den Wunsch auszuwandern, sein Bruder hat das schon gemacht und lebt jetzt in Neuseeland. Sie haben jedoch auch das Problem, dass mit dem Verkaufserlös der Farmen nix auch nur annähernd gleichwertiges in Neuseeland oder vergleichbaren Destinationen zu bekommen ist. Die Angst, dass bei einer weitern Verschlechterung der Sicherheitslage manche Weiße im eigenen Land „gefangen“ sind, scheint sehr verbreitet.
Einer hat uns, als wir über unsere Reisepläne erzählt haben dazu gratuliert, dass wir jetzt gekommen sind. In ein paar Jahren wird nämlich alles den Bach herunter gegangen sei.
Eines ist uns jedoch auch aufgefallen. Politik ist ein Thema, das alle betrifft. Politikverdrossenheit, wie wir sie in Österreich kennen, scheint es in SA nicht zu geben. Wir sind auch schon gespannt was am 22. April passieren wird. Uns wurde geraten, an jenem Abend Großstädte zu meiden. Das werden wir sicher tun.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:51 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 7. April 2009

Bethlehem und Hallenbad

Nach einem weiteren relax Tag am Coolen Pool sind wir gestern vom Royal Natal NP aufgebrochen. Unser nächstes Ziel war der Golden Gate NP zur Durchfahrt nach Clarens. Der Weg dorthin führt einen entlang eines riesigen Staudammes auf eine Passhöhe (der höchstgelegene Staudamm Afrikas). Man durchfährt auch einen Abschnitt der Little Switzerland genannt wird. Gewisse Ähnlichkeiten in der Landschaft sind mit ein bisschen Phantasie zu erkennen. Die Fahrt selbst ist schon sehr interessant, da die Landschaft mehrmals wechselt und ständig neue Ausblicke offeriert.
An der Passhöhe angekommen haben wir unsere Pläne geändert und sind doch im NP geblieben. Also wurde kurzerhand bei dem Campingplatz an der Passhöhe eingecheckt. Die Anmeldung war ein Geduldspiel. 4 Leute sitzen um einen Computer und versuchen die Daten einzugeben. Keiner kennt sich wirklich aus und so dauert es eine Ewigkeit bis man einen Wisch ausgehändigt bekommt. Das heißt den richtigen Wisch (Permit für den NP) habe ich dann doch nicht bekommen, da der Computer abgestürzt ist.
Wie haben uns dann gleich per pedes auf den Weg zur Echo Ravine gemacht. Dieser befindet sich mitten in den für die Landschaft so typischen Sandstein- und Basaltformationen, die sich streifenähnlich auf ca. 2000m Seehöhe erstreckt. 45 Minuten haben wir bis rauf gebraucht. Kilian ist brav marschiert, Kris nur teilweise. Oben haben wir dann getestet, ob es da wirklich ein Echo gibt. Wir standen inmitten von überhängenden Felsen und haben allerhand weise Dinge (Peppo Poppl, Ach so der Typ ist 2, 10m etc.) in den Felsen gereimt. Das mit dem Echo hat nur teileweise geklappt, Spaß hat es trotzdem gemacht. Den Rückweg haben wir beschleunigt zurückgelegt, da dunkle Wolken aufgezogen sind. Als wir wieder unten waren, waren die Wolken weg. Wir sind dann gleich weiter zu einem großen natürlichen Pool gewandert und haben die erfrischende Jumpung riskiert. An nächsten Tag ging es dann weiter nach Clarens, einer kleinen ehemaligen Vortrekker Stadt, in der es unzählige nette Cafes, Restaurant, und Künstlergeschäfte gibt. Eine Stadt mit viel Flair!! Wir haben uns zwar dann nicht das aus unserer Sicht ansprechendste Restaurant, aber jenes mit dem besten Spielplatz aussuchen müssen. Dann wurde das Örterl noch etwas erkundet, einige Geschäfte und Ateliers besucht und weiter ging es nach Bethlehem. Da hat nichts mit Weihnachten zu tun, da sieht es absolut nicht weihnachtlich aus. Dafür gibt es alle Geschäfte die man benötigt, um das Womo wieder auf Vordermann zu bringen. Es wurde dann schon relativ spät, und dank Empfehlung des Womo-Tandlers haben wir in der Nähe von Bethlehem eine unbekannte Campingmöglichkeit mit Indoor Swimming Pool (32 Grad Wassertemperatur) gefunden. Diese Campsite ist eigentlich eine Farm mit ein paar Cottages. Warum man hier ein derart großes Hallenbad baut ist uns schleierhaft – jedenfalls haben wir es genossen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:30 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 6. April 2009

Blog-Spezial: Grillen in SA oder „braai“

Spätestens ab Mittag überzieht die Campsides ein rauchiger Geruch. Es ist wieder einmal Zeit zum Grillen bzw. für das Braai, wie das in SA genannt wird. Die meisten Sites sind mit fix montierten Grillvorrichtungen ausgestattet. Diese findet man auch auf den meisten Picknickplätzen in unterschiedlichem Zustand. Gegrillt wird mit Holz, Holzkohle oder Briketts. Die Briketts sind nicht so gut zum Feuer machen. Feuerholz kann man überall kaufen (Supermarkt, Rezeption, Tankstelle, etc.) . Am bestens schmeckt es jedoch mit dem selbst gesammelten Feuerholz, denkt sich offenbar so mancher. In der näheren Umgebung der Sides wird Holz jeden Tag aufs Neue gesucht. Holz wächst aber nicht täglich nach. Trockenes, selbst gefundenes Feuerholz ist daher Mangelware. So muss gelegentlich nicht ganz trockenes Feuerholz herhalten. Das verursacht dann den sanften Nebelschleier, in den die Campsites eingehüllt werden. Während zu Mittag nur vereinzelt gerillt wird sind abends fast alle Grillstellen, bzw. die mitgebrachten Griller in Verwendung. Für saubere Grillstellen sorgen am nächsten Tag dann in den meisten Campsites die guten (schwarzen) Seelen, die vormittags mit Scheibtruhe oder Müllsack bewaffnet, sowie mit einer Plastikschale vom gekauften Fleisch gekonnt die Asche aus dem Griller holen und ihn so für den nächsten Grillauftrag bereit machen.
Die fixen Grillstellen sind alle nach demselben Prinzip aufgebaut. Nennen wir diese Konstruktion Standardgriller (SG). Eine Eisenstange wurde einbetoniert. In ca. 75 cm Höhe ist dort ein flache Schale mit knapp einem Meter Durchmesser angebracht. Intelligente Versionen haben auch Löcher in der Schale, was das Feuermachen wesentlich vereinfacht. Über der Schale ist ein Rost in gleichem Durchmesser montiert. Dieser kann in der Höhe verstellt und rund um die Eisenstange gedreht werden. Die Roste sind aus dickem Metallgitter, jedoch meist verrostet und daher wenig einladend. Es empfiehlt sich daher einen eigenen Rost mitzunehmen und diesen auf den meist rostigen Rost zu legen. Die absoluten Luxusversionen hat dann noch einen weiter Metallstange montiert, auf die man Töpfe hängen kann.
In SA gibt es aber zahlreiche kluge Erfinder, die sich auf dem Grillersektor betätigen. Stellvertretend für alle diese möchte ich eine Konstruktion, die unser Nachbar in Richards Bay gebaut hat näher beschreiben. Nennen wir diesen Typ Individualgriller (IG). Als Ausgangsmaterial diente eine Gasflache, natürlich leer. Diese wird mit der Flex in der Mitte längs durchgeschnitten. Dann werden Scharniere abgebracht. Beine sind noch nötig, damit der Griller nicht davon rollt. Natürlich braucht es noch einen Rost, dazu wird ein Stück starkes Gitter verwendet. Etwas unter dem Schnitt wird beidseits eine Leiste angeschweißt, diese dient als Auflager für den Rost. Die Funktionstüchtigkeit des Grillers hängt von den Luftlöchern ab, die auf der Unterseite gebohrt werden. Anzahl und Anordnung sind wesentlich. Ebenso wurde aus einem Stück Blech in derselben Form wie der Rost unzählige Löcher gebohrt. Diesen Spezialrost braucht man wenn man diesen Griller als Kugelgrill für größere Grillvorhaben verwendet. Alle Accessoires werden im Inneren des Grillers verstaut und dieser wird mit einem Hackl verschlossen. Wir konnten uns persönlich davon überzeugen, dass diese IG hervorragend funktioniert. Er wird mit 15 Stück Briketts befeuert. Ein gefülltes Hendl hat ca. 2 Stunden darin verbracht. Jede Minute davon hat sich ausgezahlt. Das Henderl war wirklich sehr gut. IG´s haben wir schon in allen Größen gesehen, in denen es Gasflaschen gibt, gesehen.
Die einfachste Version eines Grillers ist in jedem Supermarkt ab 10 Euro zu bekommen. Dieser fällt unter die Kategorie Memmengriller (MG). Wir haben uns auch einen zugelegt, er ist aber ein Schmarrn. Er besteht aus einem bauchigen Metallteil mit zwei ansteckbaren Füßen. Dazu gibt es noch den passenden Rost. Er hat keine Luftlöcher und funktioniert nicht zuletzt deshalb nicht sehr gut. Trotzdem haben wir schon so manch Burenwurst, T-Bone Steak oder Sonstiges mit mehr oder weniger Geduld darauf zubereitet und mit Genuss verzehrt.
In SA kommt so ziemlich alles was mit Fleisch zu tun hat auf den Grill. Ich habe nie gesehen, dass Gemüse oder ähnliches auf den Grill kommt. Diese Unart, die sich bei uns eingebürgert hat, ist in SA nicht verbreitet. Es gibt gute Steaks in allen Stärken. Rind, Schwein und auch Schaf sind populär. Weiters gibt es Spieße und nicht zuletzt die Burenwurst. Die Burenwurst ist eine echte Spezialität. Sie wird beim Fleischer als Endloswurst hergestellt. Rind und Schwein oder beide gemischt werden grob faschiert, gewürzt und gewurstet. Die Wurst wird dann als Schnecke eingedreht in unterschiedlicher Länge von 50cm bis ein Meter gegrillt. Beim Grillen verflüssigt sich das Fett und spritzt heraus, wenn man die Wurst ansticht. Übrig bleibt eine schmackhafte, würzige, nicht zu trockene Wurst. Jeder kann sich dann je nach Hunger und Wurstressource ein Stück hinunter schneiden. Ich habe eine derartige Wurst in Österreich noch nicht gesehen. Burenwurst wäre sicher eine absolute Bereicherung für die österreichische Grillkultur. Um die Grillkultur mach ich mir nämlich große Sorgen, da vermehrt Gemüse Zucchini oder ähnliches absolut ungeeignetes Grillgut auf Österreichs Griller kommt.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:55 1 Kommentar: 

<image001.gif>

 

Samstag, 4. April 2009

So richtig cool ist`s nur am Pool

Nach den Erlebnissen und Eindrücken des Spoenkamp Dam haben wir zur Abwechslung Kultur gemacht und ein Schlachtfeld (Buren gegen Engländer, – die Buren haben gesiegt) besucht. Die Schlacht wurde am 24. Jänner 1900 geschlagen und zwar am Spoenkamp und Umgebung. An das Schlachtfeld erinnerten Gedenktafeln mit den Namen unzähliger Gefallener. Das Eindrucksvollste war jedenfalls der Rundumblick u.a. auf das Nature Reserve, in dem wir die letzten beiden Tage verbracht hatten.
Nachtrag zu dem Reserve: Als wir, wie jeden Abend, am Lagerfeuer saßen wurden wir umzingelt. Wir hörten komische Tierlaute (Schnauben) und Hufgetrappel um uns herum. Sehen konnten wir nur dunkle Schatten. Welche Besucher es waren wissen wir bis dato nicht, aber wir haben Beweisfotos von Hufabdrücken und sonstigen Überbleibsel gemacht undwerden bei Gelegenheit einen kundigen Guide um Expertise befragen. Aufklärung folgt.
Zuvor hat Eva noch Game Viewing on horseback mit 4 anderen Reitern unternommen. Wie es um die Reitkünste der anderen stand konnte der Veranstalter nicht sagen, wie jedoch die Treppe für das Besteigen der Pferde herbeigeholt wurde war alles klar! Die Pferde waren jedenfalls derartiges gewohnt, Lenken musste man nicht, sie gingen einfach in Reih und Glied den gewohnten Weg. Der Guide hatte einzig und allein die Aufgabe Tiere zu erspähen, die Wegwahl übernahmen jedenfalls die Pferde. Erspäht wurden weißes Nashorn, Blesbock, Elendantilopen, Wasserböcke, die üblichen Zebras, Antilopen, Warzenschwein, Giraffen, etc. – bis auf das Nashorn aus nächster Nähe. Die Pferde laufen im Reserve frei herum und werden dementsprechend von den anderen Tieren in nächste Nähe gelassen. Die Giraffen konnte man fast vom Pferd aus angreifen.
Unser nächstes Ziel war der Royal Natal National Park in den Drakensbergen. Heute hat uns unsere Wanderung in die Cascaden geführt, wo wir im extrem „coolen“ Wasser kurz gebadet haben. Zu entdecken gibt es dort entlang der Cascaden einige Rockpools, Wasserfälle, seicht überspülte Felsflächen und auch kleine Höhlen mit verstecktem Wasserfall. Wir werden jedenfalls morgen noch einmal hinwandern!
Zur Zeit sind Osterferien und wir sind erstmals mit einer Horde von Urlaubern konfrontiert worden. Am Campingplatz war es schwer einen Platz zu kriegen, trotzdem haben wir einen sensationellen Platz mit herrlichem Ausblick auf die umliegenden Berge ergattert. Zur Zeit sitzen wir wieder bei unserem allabendlichen Lagerfeuer und bestaunen die Siluette der umliegenden Berge und die Vielzahl der Sterne, die in imposanter Anzahl an der südlichen Halbkugel am Himmel zu entdecken sind. Der heutige Wein (Cabernet Sauvignon – Shiraz von „van Loveren“ -2007) ist das einzig nicht Ideale an diesem Tag – trotzdem Prost!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:13 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 1. April 2009

Burenwurst und Schimmel

Heute haben wir die Drakensberge verlassen und sind zu einem Natur Reservat am Spoikam Dam gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch mit Essbarem eingedeckt. Unter anderem war Jürgen in einer Fleischerei. Die Südafrikaner sind ein Grillvolk und nennen das braai. In allen Nationalparks und an den Picknickplätzen gibt es Griller. Wir haben uns aber einen eigenen Griller zugelegt der regelmäßig (fast täglich) zum Einsatz kommt. Gegrillt wird vornehmlich Burenwurst, das ist eine mind. 0,5 Meter lange und ca. 3 cm dicke Wurst mit fast 500g (ca. 2 Euro), die u.a. mit Koriander gewürzt wird. Diese wird wie eine Schnecke eingerollt auf den Grill gelegt. Fazit des Grillmeisters Jürgen: Diese Wurst bringt´s grillmäßig (Pöglqualität).
In besagter Fleischerei hat sich Jürgen angestellt und hat als er dran gekommen ist dieselbe Burenwurst wie die 2 schwarzen Kunden vor ihm bestellt. An der Kasse saß der Chef dieses Ladens, ein Weißer. Als Jürgen bezahlen wollte hat er ihn zur Seite genommen und gefragt, ob er diese Wurst wirklich möchte. Diese Wurst sei nur für die Black People und das Fleisch darin von sehr schlechter Qualität. Jürgen solle kurz warten, dann bringt er die richtige Wurst. Das hat er dann gemacht. Die Wurst hat dasselbe gekostet wie die Wurst für die Schwarzen. Am selben Nachmittag haben wir die Wurst gegrillt und sie hat sensationell gut geschmeckt. Trotzdem waren wir sehr verwundert über diese Begebenheit. Sie verstärkt unseren Eindruck, dass die Weißen hier besonders zusammenhalten.
Im Natur Reservat sind wir dann herumgefahren und haben eine Zebraherde, eine Warzenschweinfamilie und zahlreiche Giraffen aus der Nähe beobachten können. Nicht nur die Kinder waren ganz aus dem Häuschen. Darüberhinaus gab es zahlreiche Springböcke und antilopenähnliches Getier. Wir haben uns dann auf dem Campingareal im Reservat niedergelassen, bei sonnigem Wetter gebadet und die eben gesehenen Tiere auf der anderen Seite des Sees mit dem Fernglas beobachtet.
Im Reservat sieht es aus wie in der Steppe, der Bewuchs und die Tierwelt ist so ganz anders als jene in den Drakensbergen, wenngleich wir nur eine Autostunde entfernt sind. Bei einem braai mit besagten Würsten haben wir uns gestärkt und sind dann ausgerückt um Feuerholz zu sammeln. Beim Lagerfeuer haben die Buben nach Herzenslust gezündelt. Eva legt sie gerade hin und Jürgen sitzt beim Feuer und hat Besuch bekommen. Zuerst hat es im hohen Gras geraschelt und Jürgen hörte Hufe auf ihn zukommen (angeblich kommen die Zebras manchmal zur Campsite), konnte aber noch nix sehen. Aus der Dunkelheit tauchte die Silhouette eines Tieres auf, das er anfangs für ein Zebra hielt. Es war aber ein alter Schimmel, der neben ihm stehen blieb und Bockschauen spielte. Nach einigen Minuten ist es ihm dann zu blöd geworden und er ist wieder weggetrabt. Im Hintergrund war dann das Gescheppere von Flaschen zu hören. Er hat offensichtlich im Mistkübel nach Fressbarem – oder Bierresten – gesucht. Naja vielleicht kommen uns ja die Zebras zum Frühstück besuchen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:39 1 Kommentar: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 31. März 2009

Die Berge der Drachen

Wir sind noch immer in den Drakensbergen, genauer gesagt im Cathedral Peak. Im Moment scheinen die Drachen eher nicht so gut aufgelegt zu sein, denn sie brüllen ganz fürchterlich (ein starkes Gewitter mit Donner und Blitz geht gerade über uns nieder; die Anzahl der Blitze war unglaublich). Möglicherweise leitet sich der Namen von den Gewittern, die hier angeblich regelmäßig niedergehen, ab. Wir haben aus diesem Anlass unser Lagerfeuer leider verlassen müssen und sitzen jetzt im Womo. Die Würsteln hatten wir zu Glück noch vorher fertig grillen können und sie befinden sich schon in unseren Bäuchen.
Nachdem wir den Sani Pass verlassen hatten sind wir auf einer abenteuerlichen Schotterstraße ca. 60km weiter nach Nordwesten gefahren. Wir haben eine ganze Reihe von Pässen überquert und nach jeder Kurve bot sich ein neuer Blick auf die Landschaft der Drakensberge. In einer Stadt namens Nottingham Road sind wir dann auf eine normale Straße zurückgekehrt. Diese Stadt hat eine Bierbrauertradition was uns dazu bewogen hat diese auch zu testen. Fazit: Gutes Bier, herrliches Essen – und ein toller Spielplatz anbei, sodass wir es auch genießen konnten.
Dann ging es weiter zum Champagne Valle, einem weiteren sehenswerten Abschnitt in den Drakensbergen. Das Camp lag am Fuße des Champagne Castle(3377m hohes Gebirgsmassiv) hatte daher gute Aussicht, darüberhinaus einen ausgewöhnlich tollen Spielplatz und ein Pool. Allabendlich kam eine Eule zu Besuch, die wir vor dem Womo sitzend bei der Falterjagd im Gras beobachten konnten. Die Wanderung in diesem Nationalpark führte und dann zu Rock Pools. Dies sind Ruhigwasserbereiche in einem wilden Fluss. Darin kann man baden. Eva und Kilian haben auch wirklich die Jumpung ins kalte Wasser riskiert.
Unser nächstes Ziel war Cathedral Peak , bzw. der dortigen Nationalpark. Wir haben das Rock Art Center besucht, das neben dem Ressort liegt. Dort erfährt man näheres über die Buschmann-Malereien, die es in der Umgebung zu Hauf gibt. Gleich daneben befindet sich auch das Pool des Ressorts – mit Rundumblick auf das, das Camp umgebende atemberaubende Gebirge. Nach soviel Kultur mussten wir dort zur Entspannung hin. Nachdem wir uns ja in einem Nationalpark, also Naturschutzgebiet, befinden mussten di e Kinder sämtliche Käfer, Grashüpfer, etc. die auch im Pool baden gegangen waren retten. Das war viel Arbeit!!!! Und hungrig wird man auch dabei!!! Und somit sind wir bei den Würstchen angelangt – GUTE NACHT!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:18 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Freitag, 27. März 2009

Sani Pass und Lesotho

Mittlerweile sind wir – wie im Vorbericht erwähnt – in den Drakensbergen angelangt und beginnen mit dem höchsten Pass Südafrika`s, dem Sani Pass (2874 m), und besuchen auch das Bergkönigreich Lesotho. Das Wetter war prächtig und der Guide ist auch wirklich mit seinem Land Rover aufgetaucht. Und los ging´s erstmal zum SA Grenzposten.
Die Straße bis dahin war schon sehr holprig. Nach dem Posten haben wir uns dann persönlich davon überzeugen können, was eine 4 WD Straße ist. Für die 8 km vom Grenzposten (ca. 2000m) bis zur Passhöhe auf 2874m benötigt man ca. 45 Minuten. Die Straße besteht aus Geröll und schlängelt sich auf abenteuerlichen Serpentinen nach oben. Je weiter man nach oben kommt umso schlechter wird die Straße, dafür wird die Aussicht und die Landschaft immer imposanter. Oft haben wir angehalten, um Tiere oder interessante Felsformationen (Garfield) zu bestaunen bzw. zu fotografieren. Der Guide war ein echter Glücksgriff. Er wusste sehr viel zu berichten und ist nebenher auch sehr sicher gefahren.
Auf der Passhöhe befindet sich der Grenzübergang nach Lesotho. Dort muss man ein Formular abgeben und bekommt erneut einen Stempel in den Pass (für Sammler bringt dieser Ausflug insgesamt 4 Stempel). Nach dieser Prozedur darf man in das Königreich Lesotho einreisen. Das Staatsgebiet befindet sich im Wesentlichen auf einem Hochplateau. Der tiefste Punkt liegt 1500m über dem Meeresspiegel. Die Menschen hier sind hauptsächlich Schafhirten und leben in hüttenartigen Gebäuden. Zumindest ist das in dem Bereich in dem wir waren so. Sie sind mit Wickeldecken gekleidet und nach Angaben unseres Guides ein friedliches Völkchen. Lesotho ist ein armes Land und erhält Devisen hauptsächlich durch den Export der Angoraschafwolle und durch Trinkwasser nach SA. Die Analphabetenrate ist aber angeblich am geringsten von ganz Afrika.
Ziel unserer Tour war eine Anhöhe auf ca. 3360 m (angeblich der höchste Pass Afrikas) mit einer atemberaubenden Aussicht. Von diesem Punkt aus sieht man nach dem Kilimandscharo (?) den 2. höchsten Berg Afrikas. Unzählige Tiere wie Vögel, Ratten, etc. haben wir auf dem Weg hinauf gesichtet. Auf dem Weg hinunter haben wir eine „Shepherds village“ besucht. Wir konnten auch eine Hütte von innen bestaunen und dort das selbstgemachte Brot verkosten. In diesen Hütten riecht es wie in einer skandinavischen Rauchsauna. Kilian hat sich gleich mit einem der 8 Kinder der Hausherrin bekannt gemacht und zu spielen begonnen. Kris hat es vorgezogen einen Mittagsschlaf abzuhalten.
Auf der Passhöhe gibt es das höchst gelegene Pub Afrika`s. Das war ein Grund anzuhalten und das lokale Bier (Mantuli- sehr süffig) zu testen. Der Weg runter war wieder wackelig und hat auf unsere Jungs einschläfernd gewirkt. Am späten Nachmittag sind wir dann zurück gewesen. Der Ausflug war ein absolutes Highlight – ein Tag der Rekorde!!!
Noch eine kleine Beobachtung sei hier erwähnt. Gestern, spät nachts sind noch 2 Motorradfahrer bei der Lodge angekommen. Sie haben ihr Zelt aufgestellt und waren als Jürgen Kris-bedingt sehr früh aufgestanden ist schon wieder startbereit. Ihre Bikes waren schwere BMW`s. Sie sind uns Stunden später auf halben Weg zur Passhöhe wieder entgegengekommen. Verladen auf einen Polizeiauto mit den beiden Bikes samt Bikern auf der Ladefläche stehend. Genaueres ist unbekannt!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:11 4 Kommentare: 

<image001.gif>

 

Kilian schwimmt

Wir sitzen gerade mit einem Bier völlig eingeraucht in einem Naturreservat am Midmar Dam. Nein wir sind nicht unter die Kiffer gegangen, vielmehr bläst und der sich ständig drehende Wind den Rauch unseres Lagerfeuers ins Gesicht. Es soll nix schlimmeres passieren.
Schweren Herzens haben wir heute am Vormittag Richards Bay verlassen. Die letzten Tage waren ein Hit, aber es gibt ja noch so viele Dinge, die erkundet werden wollen. Unser Plan war ein nachgebautes Zuludorf (tourist attraction) zu besuchen und dann weiter Richtung Süden zu den Drakensbergen zu fahren. Nach einem gemütlichen Frühstück folgte die Jumpung ins Pool. Da passierte das Unglaubliche; Kilian ist erstmals mit richtigen Tempi, den Kopf aus dem Wasser haltend, geschwommen. Allgemeine Begeisterung ist ausgebrochen. Nachdem Kris seit 2 Wochen keine Windel mehr braucht fragen wir uns was als nächstes kommt. Vielleicht gehen sie für uns einkaufen oder machen für uns frühstück!? Jaja, da ist der Wunsch der Vater des Gedanken.
Wir haben uns dann von unseren Nachbarn verabschiedet, die uns und die Leute vom Campingplatz am Vorabend zu einem Supper eingeladen haben. Highlight dabei war ein gefülltes Hendl, welches in einem aus einer alten Gasflasche selbst gebauten Griller schonend geschmort wurde. Die Methode war für Grillfanatiker Jürgen, eine ganz neue Erfahrung.
Da sie aus PE (Port Elisabeth) kommen und PE auf unserer Tour liegt haben wir da sicher die richtigen Guides. Eva wollte noch etwas Klunker einkaufen und das Schild vom Fritz hat den Kindern dermaßen zugesagt, dass wir zu spät für das Zuludorf dran waren. Naja, die werden auch ohne uns getanzt haben und ich bin sich, dass die Braukunst des Castle Braumeisters (dieses Bier halten wir gerade in Händen; sehr empfehlenswert) über jener des Zulubrumeisters (man kann da nämlich zusehen wie die Zulus traditioneller Weise Bier brauen)steht. Sei es drum wir haben letzten Endes dem Midmar Dam (Naturschutzgebiet) erreicht, der etwas westlich von Pietermaritzburg liegt. Der Campside liegt direkt am Wasser und die Umgebung ist sehr schön. Wir sind die einzigen Camper auf dem riesigen Areal und genießen die Stille, die nur von springenden Fischen und Vogelgezwitscher und dem Geschrei unserer Jungs unterbrochen wird.
Am nächsten Tag sind wir nach Horvik gefahren und haben eine klein Wanderung zum dortigen Wasserfall unternommen. Das Wasser fällt 95m in die Tiefe. Der Fluss hat eine ganze Menge Kaskaden und ist relativ seicht und voller Steine in relativ geringem Abstand zueinander. Die Leute (insb. Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule) hopsen von einem Stein zum anderen um den Fluss zu überqueren. Das sieht recht lustig aus.
Danach haben wir uns auf den Weg zu den Drakensbergen gemacht. Dies ist ein riesiger Gebirgszug der durch seine eigentümlichen Gesteinsformationen hervorsticht. Das Gebirge hat Gipfel, die weit über 3000m hoch sind. Es soll dort sehr schön sein und so werden wir die nächsten Tage dort verbringen. Unser erstes Ziel war der Sani Pass. Bei der Sani Lodge (1500m Seehöhe)haben wir uns niedergelassen. Unser Stellplatz war der Garten der Lodge. Der Sani Pass ist 2800 Meter hoch und führt nach Lesotho, dem Königreich der Berge. Dies sollte auch das Ziel unseres nächsten Tages sein. Da man einen 4 WD braucht, um den Pass zu überqueren, haben wir uns für den nächsten Tag einen Guide mit einem Land Rover genommen. Mal sehen was uns da erwartet!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:10 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Montag, 23. März 2009

Richard`s Bay

Auf Initiative unserer Campingnachbarn (ein Pensionisten-Ehepaar) haben wir heute eine gemeinsame Tour durch Richard`s Bay unternommen. Wir haben den Hafen besichtigt. Richard’s Bay ist ein riesiger Naturhafen, bei dem verschiedenste Rohstoffe nach Oversea`s geschifft werden. Dieser Hafen muss auch regelmäßig entsandet werden. Dazu gibt es ein riesengroßes grünes Schiff, dass laufend damit beschäftigt ist, die Einfahrtsrinne in den Hafen freizuhalten. Der dabei angesaugte Sand wird dann über ein Pipeline System auf den Hauptstrand gepumt. Das erklärt auch den Hummer aus unserem letzten Bericht. Offensichtlich war dieser Hummer ein blinder Passagier auf diesem Schiff.
Die Area rund um den Hafen sind Naturschutzgebiete undlandschaftlich sehr beeindruckend. Da wir mit dem Auto unserer Nachbarn unterwegs waren konnten wir auch jene Brücke, die auf ein vorgelagertes Island führt (Durchfahrtshöhe 2,2 m). 2 Tage vorher sind wir noch mit unserem Wohnmobil an dieser Höhe gescheitert. Schade wäre es gewesen.
Wir haben sehr viel über RB und wie man als Einheimischer mit den Eigenheiten des Landes umgeht erfahren und kennen die Tarife, mit denen die Leute zu „tippen“ (Trinkgeld, z. B. für`s Auto „bewachen“) sind.
Die Straßen sind zur Zeit voll mit Wahlplakaten. Am 22. April stehen landesweite Wahlen am Programm. Der ANC wird wahrscheinlich seine Mehrheit behalten. Er hält z.Zt. 65 % der Stimmen und die 2. Partei hält 15 %.
Ein weiteres Thema ist die im nächsten Jahr stattfindende Fußball-WM. Fußball hat hier im Vgl. zu Cricket und Rugby nicht den großen Stellenwert. Das Interesse der SA speziell zu dieser Veranstaltung scheint jedoch trotzdem sehr hoch zu sein.
Abgeschlossen haben wir diesen Tag mit einem Picknick am Strand. Die ‚Broten waren sandig aber trotzdem sehr gschmackig!! Das Bier war vom Sand nicht näher betroffen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:19 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 21. März 2009

Schlange und Hummer

Heute haben wir einen gemütlichen Tag am Campingplatz verbracht. Das Wetter war schön und die Jungs haben im Pool und am Spielplatz herumgetollt. Zwei etwa gleichaltrige Mädels wurden von Kilian als Spielgefährtinnen rekrutiert. Sie wohnen in einem Zelt unweit des Spielplatzes. Dort gab es dann plötzlich große Aufregung als nämlich eine Schlange von einem Baum direkt auf das Zelt fiel. Die Aufregung wurde noch größer als sich herausstellte, dass dieses Tier sehr poisenous war. Es wurden Experten gerufen um dieses Tier zu eliminieren. Ein Schlag auf den Kopf der Schlange hatte jedoch nur zu Folge, dass sich die Schlange verkroch und nicht mehr gesehen war. Die anschließende Suchaktion verlief ergebnislos. Die Situation hat sich dann beruhigt, da erklärt wurde, dass die Art normalerweise sehr scheu ist und auf Menschen niemals losgeht. Der Absturz vom Bau war nur ein Unfall und that’s it.
Der weitere Tag verlief ruhig. Wir wurden von unseren Nachbarn mit frisch gebackenem Brot verwöhnt. Die beiden sind betagte Camper um die 80 Jahre und haben auf ihrem mehrmonatigen Trip einen Backofen im Wohnwagen. Sie sind sehr interessante Gesprächspartner und haben und schon viel über SA berichtet. Sie sehen die Dinge eher gelassen und sind der Meinung, dass die Veränderungen seit 1994 unaufhaltsam waren. Das System der Rassentrennung hätten die Weißen so und so nicht aufrecht erhalten können. Viele Dinge gehen jetzt den Bach herunter. Die schwarze Bevölkerung wird einige Generationen brauchen um ihrer Aufgabe dass Land positiv zu gestalten gerecht zu werden. Mindesten 6 Generationen werden schon erforderlich sein, so die Meinung unserer Nachbarn.
Am Abend sind wir noch den Strand herunter spaziert und stießen auf eine Gruppe Schwarzer, die mit Inbrunst sangen und von Trommeln begleitet ins Wasser spazierten. Sie waren sehr bunt gekleidet und führten offensichtlich eine Zeremonie durch. Sie haben sich gegenseitig bespritzt. Die Bedeutung des ganzen blieb uns jedoch verborgen und einige Theorien stehen im Raum; möglicherweise war es Woodoo, eine Taufe, oder einfach eine Beschneidungszeremonie, … Wer weiß?
Am Rückweg entdecke Eva noch einen Hummer. Er lag am Strand, hatte aber keine Zwickerzangen. Vielleicht wollte er etwas in Vermehrungsangelegenheiten (Eier an der Unterseite) machen, oder wurde nur durch Zufall angespült. Auch diese Frage wird für uns für immer unbeantwortet bleiben. Wir haben über mögliche Zubereitungsvarianten diskutiert. Krisi war der Meinung wir sollten ihn ganz einfach mitnehmen und grillen. Der Familienrat hat dann mit Mehrheit beschlossen ihn leben zu lassen, nicht zuletzt deshalb da kein geeignetes Transportgefäß verfügbar und der Weg zurück noch weit war. So wurde der Hummer wieder zurück ins Meer getragen, insbesondere um ihn vor möglichen anderen Gourmets zu schützen.
Der Tag wurde mit einem Picknick an einem Aussichtspunkt beendet. Die Kinder nahmen noch ein Bad in der Badewanne, das dringend nötig war. Wir sitzen jetzt noch mit einem Castle Milk Stout (ein dunkles Bier) und denken an die Leser unseres Blogs. PROST!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:55 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Donnerstag, 19. März 2009

Two out of Five

Nach einer urigen Übernachtung in der Bushbabies Lodge haben wir heute den Hluhluwe Imfolozi Park anvisiert. In diesem Reservat gibt es die BIG FIVE. Für alle die das nicht wissen, dass die fünf wesentlichen Tiere in SA, oder vielleicht sogar auf der Welt. Löwe, Tiger, Büffel, Nashorn und der Elefant. Unser Ziel ist es, auf unserer Reise alle anzutreffen.
Der Park ist ein riesiges Reservat, dass auf einer geteerten Straße mit dem Auto durchfahren werden kann. Einige Schotterstraßen zweigen von dieser Mainroad ab. Das Reservat kann über 3 Gates erreicht werden. Nachdem man bezahlt hat, wird man am Gate auch auf grundsätzliche Verhaltensregeln hingewiesen. Beispielsweise darf man sein Fahrzeug nur an markierten Punkten verlassen. Falls man dort wilde Tiere antrifft sind 50 Meter Abstand zu halten. Wie das in der Praxis funktionieren soll haben wir nicht näher hinterfragt.
Und Los ging’s.
Bereits nach wenigen Minuten haben wir seelenruhig fressende Giraffen entdeckt. Kurze Zeit später konnten wir den ersten auf unserer Liste der BIG FIVE abhakeln. Ein Wasserbüffel wurde von uns gesichtet. Er hat sich gemütlich im Schlamm gesuhlt.
Wenn man eine tierische Entdeckung macht fährt man einfach links ran man stellt den Motor ab und zückt den Fotoapparat. Das haben wir oft genug gemacht. Wir sind dann zum Hilltop (höchst gelegener Aussichtspunkt im Park)gefahren. Die Kinder haben den Spielplatz getestet und wir haben uns auf die Terrasse der Lodge gesetzt und bei Kaffe und Kuchen die Aussicht genossen. Nachdem wir gesehen hatten was es da zu essen gab haben wir dort auch ausgezeichnet gespeist.
Mit vollem Bauch haben unsere Fahrt durch den Park fortgesetzt und unseren Augen kaum getraut als uns eine Löwin auf der Straße entgegen spaziert ist. Sie schien sehr entspannt und ist unmittelbar an uns vorbeigeschlendert. Wir waren sehr erfreut ob dieser Begegnung und konnten die Nummer 2 der BIG FIVE abhakeln. Besonders die Jungs waren begeistert. Erwähnenswert ist noch die Herden von Büffeln, die wir noch gegen Ende unserer Tour gesehen haben.
Da die Kinder auf einen Pool bestanden haben und man ab Ende März wegen der Osterferien mit sehr vielen Urlaubern an der Küste rechnen muss, haben wir uns entschlossen auf den Campingplatz in Richard Bay zurückzukehren. Wir werden noch ein paar Tage an der Küste verbringen bevor die Meute kommt. Wir werden dann ins landesinnere fahren.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:26 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 18. März 2009

Affen und Steinschleuder

Wir sind von Richards Bay weiter nach Norden zum St. Lucia Wetland Reserve gefahren. Dieses Reservat ist das einzige in SA, dass sich auf der Liste der UNO World Heritage befindet. De fakto ist es ein umfangreiches Naturschutzgebiet am Indischen Ozean. Ein Großteil des Gebietes sind Wetlands und diese beherbergen eine bemerkenswerte Fauna und Flora.
In unserem Führer haben wir gelesen, dass an einem Campingplatz in St. Lucia die Flusspferde zum Grasen kommen. Just jener Platz hatte nicht geöffnet, und so sind wir in ein abenteuerliches Camp gefahren. Dieses wird von einer staatlichen Organisation betrieben. Verglichen mit unseren bisherigen, allesamt privat geführten Camps, war die Ausstattung sehr rudimentär. Was wir an diesem Abend gesehen haben hat uns aber mehr als entschädigt. Unmittelbar vor dem Camp lagern Flusspferdkolonien im Wasser. Es soll auch Krokos geben, der 2. Grund auf ein Bad hier zu verzichten. Über einige Stege (board walks) gelangten wir zum Beach. Ein unglaublicher Sandstrand mit großen Wellen.
Wir standen mit unserem Womo alleine an einer Lichtung mitten im Wald. Rundherum war es ruhig, zumindest in jenen seltenen Momenten in denen unsere Jungs keinen Radau machten. Irgendwann haben dann auch beide wirklich geschlafen. Wir haben bei einer Flasche den Geräuschen des Urwalds gelauscht und die unzähligen Sterne bewundert.
Am nächstem Morgen haben wir vom Womo aus einen Besucher gesehen. Ein jugendlicher Bush bok hat während wir gefrühstückt haben neben uns gemütlich gegrast. Eine Bootsfahrt am Fluss hat uns dann wirklich an einem Kroko, vielen Flusspferden, Water Boks und Vögeln (auch dem Giant Kingfisher, dem mit 1,4m größten Reiher und einem Fish Eagle Päärchen) vorbeigeführt. Nach einem ausgiebigen Fischessen (Fisher’s Basket) sind wir dann in Richtung Cape Vidal gestochen.
Cape Vidal ist ein Stützpunkt mitten im Herzen des Reservats. Auf der ca. 20 km langen Straße, die nur vom Gate bis Cape Vidal führt, konnten wir vom Auto aus eine Vielzahl von afrikanischen Tieren erspähen (Zebra, Gnu, Kudu’s, einen Dumba – vgl. König der Löwen, etc.). Wir sind nach viel bürokratischem Genudel (es dürfen max. 120 Autos pro Tag in den Park) und einigen Checkpoints auf einem furchtbaren Campingplatz gelandet. Zuerst sind wir im Sand stecken geblieben aus dem uns 3 weiße Südafrikaner befreit haben, dann haben wir mit Mühe einen passenden Platz gefunden, von dem wir mit noch mehr Mühe am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück geflohen sind. Es hat die ganze Zeit geregnet.
Cape Vidal ist für Angler ein Paradies. Wir haben sogar traumhafte Barracuda Steaks geschenkt bekommen. Wie schon erwähnt sind die weißen Südafrikaner sehr gesprächig, freundlich und hilfsbereit. Man hat das Gefühl sie halten zusammen. Als sich dann die Regenwolken verzogen hatten konnten wir den Strand erst richtig begutachten – ein endloses Sandmeer eingerahmt von bewachsenen Dünen (den höchsten in Südafrika). Das Wasser ist sehr warm, ein Riff ist vorgelagert, die Wellen sind aber trotzdem sehr hoch.
Ach ja, zum Ende sollten wir noch den Titel aufklären. Als wir unser Mittagessen direkt an den Dünen mit Blick dem Strand entlang einnehmen wollten, wurden wir sofort von den dortigen Affen beobachtet. Die Beobachtung war jedoch nicht ohne Hintergedanken. Die Affen klauen (meist in Überraschungsangriffen) von den ahnungslosen Hungrigen die besten Stücke – und die beiden Nebentische hat’s auch voll erwischt. Uns wurde nichts geklaut, denn wir waren vorbereitet. Ein freundliches SA-Ehepaar hat Kilian ein paar Tage die von ihm länger anvisierte Steinschleuder geschenkt. Diese gehört zur Standardausrüstung von erfahrenen SA-Reisenden, denn der bloße Anblick vertreibt die Affen. Kilian mutiert v on einem begeisterten Affenliebhaber zu einem engagierten Affenvertreiber. Doch wir hatten einen andersartigen Affenzwischenfall (ein Affe wollte das Wohnmobil besichtigen und wurde dann von den freiliegenden Eiern abgelenkt – das Putzen war nicht lustig!!!).Derzeit sind wir in der Bushman’s Lodge in der Nähe vom Hluluwe Nationalpark. Diese Lodge wird von einem Holländer betrieben, ein sehr stilvoller und netter Platz. Eine gelungene Abwechslung!!!!!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:55 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Samstag, 14. März 2009

Korruption und Krokodile

Wie bereits im letzen Bericht erwähnt hat sich zwischen uns und Pottie (der professional Hunter) eine nette Bekanntschaft entwickelt. Er hat mit den Kindern herumgeblödelt und sich bei den Jungs sehr beliebt gemacht. Pottie selbst hat mit seiner Frau in einer Art Offroad Wohnwagen, mit dem er sonst mit seinen Jagdgästen unterwegs ist, gewohnt. Ein wirklich außergewöhnliches Gefährt (Marke Conquerer) ausgestattet mit allem was man sich nur denken kann. Unter anderem mit Kalt- und Warmwasser, einer Kühltruhe in ansehnlicher Größe, einem Extrazelt welches in echtem Outdooreinsatz als Dusche genutzt werden kann. Jürgen war mit ihm angeln, nachdem er sich nach seinen Ratschlägen mit dem richtigen Equipment eingedeckt hat. Für alle, die sich für den Fang interessieren, sei nur soviel gesagt, dass darüber nichts gesagt wird.
Es war aber sehr interessant von Pottie seine Sicht der Dinge über den Zustand von SA zu erfahren. Generell sind die Leute hier sehr gesprächig und so haben wir schon viele Dinge über die Situation in SA gehört.
Eva und Jürgen haben vor der Reisen die Pflichtlektüre für jeden SA-Reisenden, die Biografie von Nelson Mandela „Der lange Weg in die Freiheit“ , gelesen. Gespannt waren wir, wie sich SA uns präsentieren wird. Die einhellige Meinung aller hier ist, dass sich seit 1994 (da kam der ANC an die Macht) nix zum Besseren gewandt hat. Die Straßen sind oft in einem katastrophalen Zustand, das Schulsystem hat sich stark verschlechtert, Korruption und Armut haben zugenommen.
Heute sind wir auf dem Weg zur Krokodilfarm an Slums vorbeigefahren. Ein sehr bedauerlicher Anblick. Wir sind im Schritttempo vorbeigefahren. Nicht etwa weil wir so neugierig waren das zu sehen sondern weil die Schlaglöcher dermaßen extrem waren.
Ein Beispiel zum Thema Korruption, besonders interessant für Jürgen den Führerscheinprüfer sind die Preise für einen FS . Wer am Wochenende mit 3000 Rand (230€) ausgestattet an einen gewissen Ort in Pretoria kommt kriegt einen FS. Eine Prüfung bzw. die Fähigkeit einen Wagen zu lenken ist dazu nicht erforderlich. Wer eine neue Identität braucht ist hier gut aufgehoben, um 6000 Rand ist man dabei. Angeblich ist es im Afrika nirgends leichter als in SA an einen Pass zu kommen und nicht umsonst benötigen SA Passinhaber ein Visum für die Einreise in den Commonwealth. Das zieht die Interessenten an und die Vermittler verdienen auch noch gut mit. Die Verbrechensrate ist enorm, höher ist hier nur noch die Aidsrate, täglich sterben 600 Menschen an Aids.
Aber jetzt weg von diesen unerfreulichen Dingen.
Heute haben wir Ballito verlassen und es Stand der Besuch einer Krokodilfarm auf dem Programm. In Crocodile Creek leben mehrere tausend Krokos. Sie werden primär wegen des Leders, des Fleisches und des Fettes wegen gezüchtet. Beim geführten Rundgang erfährt man allerhand Interessantes über die Echsen, 5 verschiedene Arten gibt es hier. Kilian und Kristian durften auch ein 2 jähriges Kroko halten. Die anschließende Fütterung hat nicht nur den Jungs gut gefallen.
Weiter ginge es auf abenteuerlichen Straßen. Gelandet sind wir in Richards Bay auf einem Campingplatz.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:05 3 Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 11. März 2009

Quallen und Affen

Eigentlich sollte es heute ein ruhiger Badetag werden. Wir haben es uns im Dolphins Ressort in Ballito gemütlich gemacht. Ein echt cooler Platz voller Palmen und verschiedenster alter einheimischer Gewächse und sonstigem Grünzeug. Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns zum Beach begeben. Ein echt toller Sandstrand mit großen Wellen, aber auch Pools zwischen Steinen. Darin konnten auch Jürgen baden (die Riesenwellen sind nix für Leute mit einem schwachen Haxl) und Kilian hat geschnorchelt. Auffällig ist hier die Freundlichkeit der Leute, bespielsweise ist ein anderer Schnorchler zu Kilian gekommen und hat ihm die interessanten Dinge unter Wasser gezeigt und versucht zu erklären.
Der gemütliche Tag am Strand hat dann aber doch noch eine Wende genommen. Kristian ist im seichten Wasser herumspaziert. Wie gewöhnlich greift er alle Sachen an die ihn so interessieren, unter anderm auch eine Qualle (ca. 5 cm Durchmesser, durchsichtig, mit langen blauen Tentakeln).
Es folgte lautes Geschrei und Eva ist mit ihm zur Lifeguard Station geeilt. Dort wurde er mit Amomiak behandelt und wenig später ist er dann auf Eva eingeschlafen. Krisi hat vorher noch gemeint, „Es tut fürchterlich weh!“ Und als er aufgewacht ist hat er gemeldet,“Es geht mir schon gut!“
Am Nachmittag waren wir am Pool, Krisi hat einige Zeit gebraucht um sich wieder ins Wasser zu trauen. Er meint es bestehe die Gefahr wieder von einem „Krebs gebissen“ zu werden. Letztenendes hat er sich wieder ins Wasser getraut (es gibt keine Krebse oder Quallen im Pool) und war kaum herauszubekommen.
Am späteren Nachmittag waren wir dann bei einem Rainforest Boardwalk. Sehr zur Freude von Kilian und Kristian gab es dort auch Affen. Spinnen und Vögel wurden auch gesichtet, verursachten aber weitaus weniger Begeisterung.
Unser Camp-Nachbar ist ein proffesional Hunter und erfahrener Fischer. Am Abend haben Jürgen und er das Thema Fischfang in SA bei einem Bier erörtert. Morgen wird sich Jürgen entsprechend seinen Empfehlungen mir dem geeigneten Equipment ausrüsten. Ob die zu gewünschetn Angelerfolg führen wird bleibt abzuwarten (Stichwort Natural Shrimps-Norway).

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 21:32 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Dienstag, 10. März 2009

Natal Sharks Board

In SA gibt es auch den Fritz (McDonalds) sehr zur Freude unserer Buben (Spiderman Figuren, die schießen können waren dabei)! Aufgefallen ist uns dort eine Tafel, an der die Tage, Std., Min. und Sek. bis zur WM heruntergezählt werden (es sind noch 436 Tage, 12 Std. …..). Wie auch bei der Euro 2008 gibt es bei der WM 2010 die McDonalds WM Fußball Eskorte (Anmeldungen dazu sind bereits jetzt möglich).
Wir haben das Natal Sharks Board besucht. Das ist die Institution die sich mit Haien befasst. Ihre Hauptaufgabe liegt darin die Hainetze, die es hier zu Hauf gibt zu montieren und zu betreuen. Die Netze werden hier in ausgewählten Bereichen ca. 400m vor der Küste angebracht. Jedes Netz ist über 200m lang und wird am Merresgrund verankert und an der Meeresoberfläche mit gelben Bojen hochgehalten. 20 Mal pro Monat wird jedes einzelne Netz kontrolliert und Tier die sich darin verfangen haben befreit. Die noch lebenden werden frei gelassen und die bereits toten Haie werden zum Natal Sharks Board gebracht und dort untersucht. Das Natal Sharks Board hat ein Visitor Center in dem man allerhand Interessantes über Haie erfährt. 2xtäglich wird hier ein sehr interessanter Film über Haie vorgeführt. Im Anschluss werden dann jene Haie, die in den Netzen verendet sind, siziert. Anfangs waren wir unsicher, ob das auch für Kinder etwas ist. Es wird aber dermaßen spannend und interessant vorgeführt, dass das Haifischsezieren uns allen gut gefallen hat. Es gibt auch einen Shop, in dem man so manches von Haifischen kaufen kann, u.a. auch Haifischzähne. Kilian und Kristian haben sich mit Haifischassecoirs eingedeckt. Kilian hat den Hai als Flughai verwendet, was dazu geführt hat, dass er am Dach des WOMO gelandet ist. Mit vereinten Kräften konnten wir ihn retten.

Anschließend sind wir weiter nach Norden zum Dolphins Ressort gefahren und haben uns dort für 2 Tage niedergelassen.

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 20:47 1 Kommentar: 

<image001.gif>

 

Montag, 9. März 2009

angekommen

Es ist Montag 10 Uhr vormittags und wir sitzen gerade am Pool unter Palmen, das heißt nur Eva und ich, denn unsere Jungs sind gerade im Pool. Am Nachmittag gehen wir dann zum Meer. Der Sandstrand hier, 10 km südlich von Durban ist wunderbar. Grundsätzlich ist das Meer aufgrund der Sharks zum Baden gesperrt, aber das nimmt hier niemand so wirklich ernst. Die Wellen sind sehr hoch und eine der Lieblingsbeschäftigungen von Eva und Kilian ist sich von den Wellen umwerfen zu lassen. Die Sonne scheint hier den ganzen Tag, was wir anfangs unterschätzt und mit einem Sonnenbrand bezahlt haben.

Der Beginn unserer Reise hat eigentlich genau so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Flüge waren nur ein Erlebnis für die Kinder und für uns glücklicherweise nicht. In Durban angekommen ist das Womo am Flughafen bereit gestanden. Es ist schön und groß. Es verfügt auch über eine Klimaanlage, deren Vorzüge wir schon in den ersten Tagen zu schätzen gelernt haben.
Wir haben dann das Ressort angesteuert, dass wir uns zu Haus ausgesucht hatten. Es heißt NATALIA und ist eine riesige Anlage mit unter anderem einem Campingplatz, mit allem ausgestattet was man so braucht. Auffällig sind die Sicherheitsvorkehrungen um das Ressort. Mauern, ein Elektrozaun und Nachtwächter sind schon bezeichnend.
Tierisch gesehen faszinieren die Kinder bis jetzt nur die Geckos, Sandkrebse und Ameisen. Das soll sich aber bald ändern.
Wir haben die ersten Tage genutzt um uns zu akklimatisieren und mit allem einzudecken was wir auf unserer Reise benötigen. Wir sind dank Evas Einsatz auch am Netz. Gegrillt wird täglich und das Bier und der Wein sind sehr trinkbar. Wir schmieden hier die Pläne für unsere nächsten Stationen. Morgen wird es weiter nach Norden gehen.
Berichte darüber folgen.
Bis dahin beste Grüße

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 10:34 2 Kommentare: 

<image001.gif>

 

Sonntag, 1. März 2009

Liebe Leute,

endlich ist es so weit, nachdem haxltechnisch alles wieder OK ist, werden wir uns am Mittwoch auf den Weg nach Südafrika machen.
Uns ist es ein großes Anliegen, euch an unserer Reise teilhaben zu lassen. Deshalb haben wir diesen Blogg gestaltet und haben beste Vorsätze ihn laufend zu aktualisieren. So könnt ihr immer wieder einnmal nachlesen und sehen was wir so machen. Wir freuen uns aber auch über jeden Eintrag eurereseits.
Auch wenn die Distanz zwischen Österreich und dem südlichen Afrika groß ist, könnt ihr dann hautnah verfolgen was es so in SA und Namibia gibt und wie wir diese beiden Länder unsicher machen.
Dabei wünschen wir viel Spaß!

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 22:31 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Mittwoch, 25. Februar 2009

Vor-Abreise

Noch sind wir nicht weg, ….

Eingestellt von Kilian, Kristian, Jürgen und Eva um 23:51 Keine Kommentare: 

<image001.gif>

 

Labels: vorabreise

 

 

 

Tags:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert